Ich möchte mich bei allen meinen Freunden für die wunderbare schamanische
Reise durch das zum Teil verschneite Gebiet auf den „Hohen Kasten“ hinauf
bedanken, für die Kraft und Liebe, die ich von dieser
fünfundzwanzigköpfigen Gruppe erfahren durfte – es war eines der
beeindruckendsten Abenteuer in meinem Leben, tiefer als die Erfahrungen,
als ich mit Merlynn in den 70ern auf der Suche nach der „Weißen
Bruderschaft“ auf den Gipfeln des Himalaja herumkraxelte und statt des
ersehnten Meisters nur die Fußabdrücke eines Yeti fand (Bajezid Bastami:
"Ein ganzes Leben lang war ich auf der Suche nach Gott, und als ich ihn am
Ende meiner Tage fand und ihm in die Augen blickte, entdeckte ich, dass er
es war, der mich suchte").
Ganz besonders möchte ich mich bei Lussia und Sid bedanken, die dieses
wunderschöne Geschenk initiierten, indem sie mir eine große Festschrift als
gedrucktes Buch präsentierten, in dem Menschen aus meinem Umfeld über
unsere Beziehung reflektierten. Dieses Geschenk war so überraschend schön,
dass es mich sehr tief im Herz berührte, und ich war beinahe ein bisschen
beschämt, ob man eine solche kostbare Gabe überhaupt annehmen dürfe. Da war
aber noch eine andere Kraft am Wirken. Durch die Arbeit am Buch kamen
wieder alte Verbindungen zum Tragen, der Kontakt mit Menschen, mit denen
man lange Wegstrecken gegangen war, wobei das Ende nicht immer befriedigend
war, und die jetzt wieder herbeiströmten, um die Vergangenheit aus Sicht
der „erinnerten Zukunft“ wieder mit der Gegenwart harmonisch zu
verbinden.
Das mit den Geburtstagen ist bei mir sowieso so eine Sache. Ich gehe davon
aus, dass sich das Älterwerden nicht verhindern lässt, außer wenn man
vorher aus dem Fenster springt, und so kann ich solchen Feiern
normalerweise nur wenig individuelles abgewinnen. Doch diese unsere Reise
durch die Vereisungen und den immer noch gefrorenen Schnee in Gipfelnähe,
mit den Räucherungen, dem wunderbaren Gesang der Zauberer und Zauberinnen
da oben auf der Spitze, dem schöne Tarotdeck mit den Bildern aus meinem
Leben und der kostbar gebundenen Festschrift im alten Lederkoffer, mit dem
Abstieg auf dem Hosenboden wie auf einer Rodelstrecke, dem gegenseitigen
Reflektieren alter, noch unausgesprochener Missverständnisse und
Verletzungen, die wir auch noch in diesen ganzen Rucksack mit hineinpacken
durften, das alles war so unendlich ehrlich und frei von jeder
Selbstdarstellung, dass dieser Trip auf den Gipfel nach der Säntisreise im
vergangenen Herbst für mich zum überragenden Ereignis in meinem Leben
wurde. Und dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken, die
dabei waren.
Liebe und Kraft
Akron