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Incognitus   Beiträge: 99 Registriert: 19/1/2009 Status: Offline
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erstellt am: 3/2/2010 um 18:54  |
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Welche Erklärung habt ihr für die Abwesenheit Gottes bzw der Göttin in Not
und Elend? Wo war Gott/Göttin während der Nazizeit, der vielen Kriege, der
Erdbeben und Katastrophen.....wo war Gott/Göttin als die Hexen gefoltert
und verbrannt wurden, Menschen an Krankheiten und Hunger starben...wo ist
Gott/Göttin heute wenn Schüler Amok laufen, perverse Typen kleine Kinder
vergewaltigen und umbringen und Menschen sich das Leben nehmen, weil sie es
hier auf dieser Welt nicht mehr aushalten? Wo steht ihr - dort wo die
christliche Kiche versagt - mit ihren Erklärungen für all das Leid, was die
meisten Menschen erdulden müssen. Was sind unsere Gebete denn mehr als das
verzweifelte Flehen zu Gott/Göttin er/sie möge uns verschonen, vor diesen
Heimsuchungen - und die Beruhigung unseres Gewissens, unserer Ängste. -
schließlich sind wir doch ein bischen besser als die anderen. Keine
Sicherheit - kein Schutz - für keinen von uns. Wir werden alle sterben -
keiner weiß wann und wofür.....für Gott/Göttin, fürs Vaterland, für die
Rettung eines anderen...einfach so...Welche Antworten habt ihr auf diese
Fragen gefunden....nachts wenn ihr schlaflos im Dunkeln liegt...im Schrei
eurer Alpträume...in den Stunden eurer größten Seelenqualen?
Dana
[Editiert am 3/2/2010 um 18:57 von dana-fox-1]
____________________ http://www.kubaba.de/
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Simulacrum   Beiträge: 27 Registriert: 20/6/2009 Status: Offline
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erstellt am: 3/2/2010 um 19:54  |
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Mögliche Antwort:Es gibt keinen Sinn, es gibt keine Gerechtigkeit,es gibt
keine Götter ausser Kollektiven Egregoren&diese nehmen keine
Elternpflichten war.
Ich habe einmal,im Rahmen eines zoologischen Praktikums, den verfärbten
Mittelteil einer Kamillenblüte unter einer guten Stereolupe betrachtet.
Dort weideten ein paar dutzend Milben, und mitten unter ihnen war die Larve
irgendeines Insekts,etwa 10xgrösser, und frass die Milben bei lebendigem
Leib.
Alles das knapp zu klein, um mit blossem Auge betrachtet werden zu
können.
-"Natürlich",allgegenwärtig und wertfrei.
Mich hat das damals mehr gegruselt, als jeder Horrorfilm es könnte.
Ich denke seitdem, vieles ist nur eine Frage des Masstabs.
Das "Böse" und das "Gute" sind nur Hilfskonstruktionen,
ersonnen um vor dem Wahnsinn der Gleichgültigkeit zu bewahren, die uns
umgibt.
Der einzige Lichtblick, der aus meiner Sicht besteht, ist Liebe zu
jemand.
Und auch das ist, wie Alles, nicht von Dauer.
Aber egal, wie die persönliche Weltsicht ist, das, was ist, ist.
"Enttäuschung" und "Desillusionierung" betreffen nur den, der getäuscht
wurde/sich getäuscht hat,oder die, die durch Illusionen genarrt wurden.
Ohne jedwede politische Ambitionen gibt das Zitat von Karl Marx einen prima
Sinn:
"Religion ist Opium für`s Volk",
Und:"Wir sind das Volk"(viele, 1989).
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Antwort 1 |
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Lux   Beiträge: 21 Registriert: 17/2/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 3/2/2010 um 21:48  |
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In der größten Seelenqual ist Hingabe die letzte Bastion des Verstandes.
Wir wollen ALLES, uns selbst, unser Leben und andere Kontrollieren/Macht
ausüben.
Hingabe ist die niedrigste und letzte Form der Machtausübung die wir
haben.
Aber sie ist eine Form der Macht.
Wenn man man alles getan hat was man will und kann.
Und sich dann hingibt. (Welcher Wahrheit auch immer)
Hat man alles getan was möglich ist.
Lg
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Antwort 2 |
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Simulacrum   Beiträge: 39 Registriert: 19/2/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 5/2/2010 um 12:56  |
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Mögliche Antwort, mal aus christlich gedachter Sicht 
…
Nicht Gott ist dafür verantwortlich, sondern wir Menschen. Er hat uns die
Macht der freien Entscheidung gegeben und die Notwendigkeit, dies auch zu
nutzen.
Menschliches Leid ist ein Nebeneffekt durch Entscheidungen von Selbstsucht
oder Gleichgültigkeit. Gott stimmt jenen Entscheidungen nicht zu, die uns
selbst oder anderen Leid zufügen. Denn wenn er sich jedesmal einmischen
würde, wenn wir eine schlechte Entscheidung treffen, dann müsste er uns
diese Freiheit, Entscheidungen zu treffen, wieder nehmen.
Menschen, die Entscheidungen treffen um anderen weh zu tun, gehen lieber
ihre eigenen Wege und setzen sich selbst an erste Stelle. Gott hat jedem
von uns ein Gewissen gegeben, einen angeborenen Sinn für Richtig und
Falsch. In der Bibel bietet er uns die Antworten auf das Leiden und viele
andere Missstände an, die wir uns letztendlich selbst antun. Die Antwort
ist simpel und kann in einem einzigen Wort zusammengefasst werden, nämlich
Liebe. "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses" (Römer 13:10, Lut.). Gott
versucht uns dahin zu leiten, dass wir liebevoll und richtig handeln, aber
er will uns nicht dazu zwingen.
Kriege sind die endgültige Manifestation der Selbstsucht, Gier, des Stolzes
und Konkurrenzdenkens des Menschen. In der Bibel wird die Ursache des
Krieges so beschrieben: "Woher kommen die Kämpfe (Kriege), und woher kommen
die Streitigkeiten unter euch? Doch wohl daher, dass eure Lüste einen Kampf
in euren Gliedern führen?" (Jakobus 4:1 - Mg.) Gott hasst Kriege, aber um
sie zu stoppen, müsste er unserer Entscheidungsfreiheit Einhalt
gebieten.
Die meisten Hungertode könnten vermieden werden, wenn es nicht so viel
Selbstsucht und Unmenschlichkeit gäbe. Grausame Kriege, sinnlose Embargos,
endlose Korruption bis in die Regierungsspitzen und wirtschaftliche
Unterdrückung sind hier die Schuldigen. Während unschuldige Kinder den
Hungertod sterben, zerstören einige reiche Nationen Millionen Tonnen von
Nahrungsmitteln, um die Preise künstlich hochzuhalten.
Viele Krankheiten und das resultierende Leiden sind ebenso das Produkt des
Menschen. Wir vernachlässigen Gottes natürliche Gesundheitsregeln und
konsumieren behandelte Lebensmittel mit niedrigem Nährwert, womöglich
genetisch verändert oder mit chemischen Konservierungsmittel durchsetzt,
bis wir letztendlich krank werden. Wir schaden unserem Körper freiwillig,
indem wir rauchen, übermäßig trinken, Medikamente einnehmen und Drogen
konsumieren. Dieser Missbrauch führt häufig zu Krebs, Herzinfarkt oder
anderen physischen und psychischen Krankheiten.
lg rockit ____________________ Tue Gutes und rede darüber!
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Antwort 3 |
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Simulacrum   Beiträge: 44 Registriert: 31/8/2002 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 5/2/2010 um 13:12  |
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Wenn zwei Ameisenstämme sich im Wald gegenseitig bekämpfen, was hat das mit
uns Menschen zu tun? Stiften wir Frieden zwischen Ameisen? Nein, das ist
der Lauf der Natur.
Wenn in der Sahara eine Elefantenherde verdurstet, greifen wir da ein und
retten sie? Nein, wir sagen, das ist der Lauf der Natur.
Wenn ein Baum von einem Blitz getroffen wird und gespalten wird, zwingen
wir ihn in seine alte Form zurück? Nein, es ist der Lauf der Natur.
Warum sollten sich Gott und Göttin in Kriege, Seuchen, Katastrophen, etc.
einmischen? Entweder sind es natürliche Prozesse oder von Menschen
gemachte. Es liegt nicht in deren Verantwortung, uns zu betüddeln und vor
allem zu beschützen. Im Gegenteil liegt es in unserer Eigenverantwortung,
uns um uns selbst zu kümmern und Verantwortung für unser Leben zu
übernehmen. Nur so beweisen wir, dass wir des Geschenkes des Lebens würdig
sind. ____________________ mein Hexenbuch ist erschienen! Klickt hier, um mehr darüber zu
erfahren.
Mein Hexenweg
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Simulacrum   Beiträge: 27 Registriert: 18/3/2007 Status: Offline
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erstellt am: 5/2/2010 um 21:43  |
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ich schildere das mal aus der sicht der energie.
energie ist bewegung, und braucht gegensätze, diese gegensätze finden sich
im großen sowie im kleinen, die seele ist verdichtete energie, die wie ein
computer zentrum energetischer daten sowie auslöser ist.
da wir in einem meer aus energie nur ein teil davon sind, ist es egal ob
wir selbst oder jemand anderes schöne tage hat, hauptsache irgendjemand hat
schöne tage und jemand anderes hat weniger schöne.
ein meer aus energie denkt nicht in der art wie seine kleine ausführung es
macht.
man könnte es mit dem menschen selbst vergleichen, viele kleine ströme
führen zu einem großen, wobei der große volkommen anders aussehen kann wie
ein kleiner teil davon.
also im grunde bin ich der meinung ja es existiert ein wille und ja auch
eine art wesen in der welt das man mit gott vergleichen könnte, und ich bin
auch der meinung es gibt etwas kleinere götter, aber ihr ziel ist nicht
eine heile welt, nein vielmehr bewegung, denn nur bewegung führt zu leben,
und diese bewegung kann die realität nur mit schmerz und glück
gleichermaßen aufrechterhalten.
denn wir die kleinen götter bewegen uns nur wenn wir schmerzen erleiden
oder hoffnung haben.
stillstand bedeutet für energie quasi den tod.
Aszan
da wir hier ja in einem magieforum sind, nenne ich ein paar beispiele,
es gibt wesen die dafür geboren wurden schmerzen zu erleiden, für sie ist
das ähnlich dem glück anderer wesen, sie sehen diese gefühl nicht als
negativ an.
zb schwarze engel, sie schöpfen ihre macht aus schmerzen, und daraus zb
paradoxen zu erschaffen die schlimmer als schmerzen sind.
oder generell die wesen aus dunklen ebenen, sie leiden praktisch zum spaß,
sie können nicht anders. das ist ihr grund am leben zu sein.
[Editiert am 5/2/2010 um 21:48 von Aszan]
____________________ Es ist egal wie die welt ist wenn man selber nur tief genug ist um eine
welt zu sein
die bestien verstecken sich unter den schafen, sie warten auf fremde
bestien, die schafe glauben selbst bestien zu sein, und geben ihnen was sie
brauchen
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Antwort 5 |
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Simulacrum   Beiträge: 27 Registriert: 20/6/2009 Status: Offline
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erstellt am: 5/2/2010 um 21:53  |
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-so leiden Sie nicht, per definitionem;-also sind Sie ohne ungemach.
Den Rest glaube ich zu verstehen.
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Antwort 6 |
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Lux   Beiträge: 9 Registriert: 1/10/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 5/2/2010 um 23:29  |
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Wie sieht es mit dem Gegenpart aus? Wenn Gott/Göttin eingreifen würde?
Er/Sie müsste dann jeden helfen, denn sonst kommt Neid auf und alles ist
für die Katz.
Gleichheit, jeder bekommt das selbe. Alle sind gleich, alles ist gleich.
Worin besteht dann der Sinn?
Mann kann es auch ganz anders sehen:
Vielleicht waren sie garnicht abwesend, sondern haben dieses Leid
produziert.
Damit andere draus lernen, es besser machen.
Ich schließe mich da Idans Meinung an, wer jede Erfahrung gemacht hat und
sie überstanden hat, der hat es verdient zu Leben.
Man könnte sagen, nur der Stärkste gewinnt.
"Wenn jeder an sich selbst denkt, ist auch an alle gedacht"
MFG Seppel
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Antwort 7 |
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Lux   Beiträge: 6 Registriert: 28/12/2009 Status: Offline
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erstellt am: 6/2/2010 um 21:11  |
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Hallo Dana, nur eine kleine Idee dazu:
1. Mose 2:2
Und Gott hatte am siebten Tage sein Werk vollendet, das er gemacht hatte;
und er ruhte am siebten Tage von all seinem Werk, das er gemacht hatte.
oder etwas weniger mythologisch:
Es sollen keine neuen Ursachen auf der spirituellen Ebene gesetzt werden,
da jetzt die Zeit geschaffen wurde und alle Naturgesetze bindend sind für
die Ebene, auf der sie jeweils gelten.
Der Ewige erscheint aus der Sicht der/des Sterblichen als ruhend. Die Sicht
wurde also an die Sterblichen übergeben. Gott als Ewiger "greift" nicht
mehr "ein".
Edit: Noch ein Zitat:
Begreift, dass Gott das Endziel, nicht der Ausgangspunkt der ganzen
Schöpfung ist.
- André Gide
[Editiert am 6/2/2010 um 21:15 von BabyDrache]
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Simulacrum   Beiträge: 38 Registriert: 12/7/2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7/2/2010 um 00:04  |
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Ich finde diese Diskussion ziemlich witzig ...
Die erste Frage: Wer oder was ist Gott für jeden Einzelnen eigentlich
Schon bei der Definition versteht jeder etwas anderes darunter.
Die zweite Frage: Wollen diejenigen, die an Gott/an das Göttliche/an das
Schicksal glauben, nicht nur die Verantwortung abgeben (ganz oder
teilweise) ?
Für mich stellt sich die Frage nach Gott nicht.
Der Mensch ist für seine Taten selbst verantwortlich (auch die Kriege).
Naturkatastrophen sind die Umwandlung von Energie.
Und da im Universum letztlich ALLES Energie ist, ist es doch auch
vollkommen egal ...
Hört sich nach: "Leck mich am *blubb*-Einstellung" an ????
Nö, nur kann ich nicht andere Menschen oder die Natzur so beeinflussen,
dass sich alles nach meinen Wünschen richtet. 
[Editiert am 7/2/2010 um 00:04 von LadyLuna]
____________________ ~* Wahrer Mut ist für mich, Differenzen ohne einen Kampf
beizulegen und die Weisheit zu haben, diese Lösung zu ermöglichen.
*~
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Incognitus   Beiträge: 63 Registriert: 21/11/2005 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7/2/2010 um 00:22  |
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| Zitat von Seppel, am 5/2/2010 um
23:29 |
Mann kann es auch ganz anders sehen:
Vielleicht waren sie garnicht abwesend, sondern haben dieses Leid
produziert.
Damit andere draus lernen, es besser machen.
Ich schließe mich da Idans Meinung an, wer jede Erfahrung gemacht hat und
sie überstanden hat, der hat es verdient zu Leben.
Man könnte sagen, nur der Stärkste gewinnt.
"Wenn jeder an sich selbst denkt, ist auch an alle gedacht"
MFG Seppel
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Entschuldige bitte, habe ich das gerade wirklich gelesen?
So gesehen gäbe es eine gerechte Begründung für jegliches Unglück:
Zielgerichtete Selektion und Schulung?! Was für eine gequirlte Scheiße!
Nein, tut mir leid. Auch wenn ich weiß, dass der größte Teil des Unglücks,
der uns in der westlichen Welt passieren kann, selbst fabriziert ist - es
gibt durchaus so etwas wie schreckliche Dinge, die man eben nicht
verursacht hat. Die man gar nicht verursachen kann!
Allein der Ausdruck, dass jemand es "verdient" zu leben macht mich schon
wütend! Das hieße ja, dass andere es nicht verdienen. Das hieße, dass man
diese Personen ja gleich umbringen könnte, um es mal ganz krass weiter zu
spinnen.
Die Tatsache, dass wir nach einem Sinn suchen, immer wieder glauben ihn
gefunden zu haben, kann uns auch ziemlich Theoriegläubig machen. Und so
unterscheiden wir zwischen gleich und ungleich (denn des einen Gute ist des
anderen Böse) und es wundert sich noch jemand, warum etwas, das per
Definition über den Dingen steht (nenne man es nun Gott, Allah oder wie
auch immer) und dessen Kinder angeblich alle sind (Nun, aus der
Menschensicht manche mehr, manche weniger... aber das ist doch
Auslegungssache, oder?) nicht eingreift?
Nachdem wir die Fähigkeit zur bewussten Abwägung zwischen dieser oder jener
Entscheidung erlangt haben?
Warum sollte sich jemand die Mühe machen, einen Roboter zu bauen, wenn er
die Arbeit der Maschine trotzdem selber erledigen würde, weil er es besser
kann?
Ich persönlich klage keine Instanz mehr an, wenn in meinem Leben etwas
schief geht. Wenn solches passiert, fluche ich über mich, oder über die
Person, die Schuld ist, und dann geht es weiter...
Das Leben verdient haben... ich komm nicht drüber weg... ____________________ Hexen stehen immer zwischen Birken.
Das blutige Buch
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Antwort 10 |
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Lux   Beiträge: 9 Registriert: 1/10/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7/2/2010 um 13:11  |
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Ach Serafia
Lege meine Worte nicht in eine Goldwaage, wenn es eh nur Scheiße ist.
Das es Dinge geben mag, für die wir nicht verantwortlich sind, mag richtig
sein und auf diese wollte ich auch nicht hinaus.
Serafia, wenn du schon so schön vorrausspinnst, sag mir bitte, warum haben
wir ein Recht auf das Sein?
Ob es wer verdient hat oder nicht, können wir eigendlich nicht entscheiden,
aber trotzdem machen wir es.
@BabyDrache
Wenn Gott ruht, warum hat er dann Jesus von den Toten auferstehen lassen?
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Antwort 11 |
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Incognitus   Beiträge: 63 Registriert: 21/11/2005 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7/2/2010 um 17:21  |
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Ein Recht zu sein?
Das ist doch eigentlich eine ziemlich abstrakte Sicht, oder nicht? Als
würde jemand würfeln, wer darf und wer nicht. Als müsste man sich dieses
"Geschenk" des Lebens erst erarbeiten.
Ich sehe es ganz anders. Glaubst du, Liebe kann man sich auf irgendeine Art
und Weise erarbeiten? Sie ist da, wenn man Glück hat - vielleicht kann man
sie begünstigen (wie man das Sein eines neuen Lebens begünstigen kann) aber
niemand hat das Recht darauf, was hieße, dass er oder sie einklagen könnte,
geliebt zu werden.
Es ist oder ist nicht.
Die Dinge sind.
____________________ Hexen stehen immer zwischen Birken.
Das blutige Buch
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Antwort 12 |
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Incognitus   Beiträge: 99 Registriert: 19/1/2009 Status: Offline
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erstellt am: 9/2/2010 um 15:19  |
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Es scheint als erschaffen wir die Götter aus einer Art Machtlosigkeit
gegenüber dem Tod und dem Leid heraus, wie beispielsweise in der Legende
vom grünen Mann:
Als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren, waren die riesigen
Wälder für sie eine geheimnisvolle und unbegreifliche Welt. Voll von
gefährlichen Feinden, giftigen Schlangen, Spinnen, Raubtieren wie Bären
oder Wölfe, ein Ort wo unerklärliche Naturgewalten, wie Sturm, Blitz und
Donner oder Hagel jederzeit ohne Vorwahrnung über sie hereinbrechen
konnten. Gleichzeitig boten diese Wälder aber auch Schutz und Zuflucht und
versorgten sie mit Nahrung. Aus dieser Unsicherheit heraus könnte
irgendwann eine Personifizierung dieses Unbekannten stattgefunden haben in
Form einer unbestimmten mysteriösen Gestalt, die in den Pflanzen und Bäumen
hauste - der grüne Mann.
Was geschieht denn eigentlich wenn ich etwas Unvorstellbares mit Namen,
benenne, mir ein Bild davon mache - ich kann mich dem Unfassbaren plötzlich
ganz anders zuwenden. Ich kann es anbeten und feiern, ihm Menschen Tiere
oder Dinge opfern in der Hoffnung es mir durch diese Gaben gewogen zu
machen. Es entsteht eine Illusion der Macht - ich erforsche es, spreche mit
ihm, bete zu ihm, lausche seinen Antworten, komponiere Lieder und wiege
mich in scheinbarer Sicherheit nun etwas mehr Macht und Einfluss über
dieses Unbekannte zu besitzen als alle anderen. Wenn ich nun ein wenig
egoistisch veranlagt bin bete ich hauptsächlich für mein Wohlergehen
ersuche meinen Gott/Göttin um Geld, Autorität oder was auch immer, bin ich
mehr am Gemeinwohl orientiert bete ich für gute Ernten, die Heilung der
Welt etc...die Welt könnte also wunderbar in Ordnung sein - und da,
plötzlich geschieht das Unfassbare...mein kleiner unschuldiger Bruder hat
einen Unfall und stirbt, ein Erdbeben vernichtet fast das ganze Leben im
Dorf etc.. - und ich erkenne schockiert, mein Gott/meine Göttin ist nicht
gerecht, meine persönlichen Belange sind ihm/ihr vollkommen egal, sie hat
meine Bitten für andere nicht erhört, wie Mutter Natur macht sie
unbarmherzig für einen Gestorbenen zehn Neue...und immer noch verläuft mein
Leben und Sterben so geheimnisvoll und unbegreiflich, wie zu der Zeit als
wir noch Jäger und Sammler waren.
Ahhh, dieses Thema macht mich ganz kribbelig weil dieses scheinbare
Nichteingreifen Gottes/der Göttin mir in vielen Situationen immer wieder
begegnet und sehr großen Zorn, Hass und Unverständnis in meinem Inneren
auslöst.
Liebe Grüße
Dana
Aszan,
ich stimme deinen Ausführungen über die dunkle Seite der Wirklichkeit zu. ____________________ http://www.kubaba.de/
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Antwort 13 |
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Simulacrum  Beiträge: 36 Registriert: 23/12/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9/2/2010 um 15:43  |
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Die Dinge sind!
Gott ist!
Gott ist in allen Dingen, genau JETZ, innen wie außen!
Überall wo ich hinschaue sehe ich nur GOTT.
Wenn überall Gott ist, innen wie außen, bin ich GOTT.
Wenn Dir Gewalt, Leid, Krieg, Freude, Autorität, romantische Liebe ....
begegnet, begegnet Dir GOTT, damit Du endlich aufwachst, aus dem Traum,
eine Person zu sein.
Die Person (Ego) spaltet in innen und außen, in gut und böse und bringt das
Leiden in die Welt. Auf dem Weg, das Ego loszulassen und Gott zu finden,
findet man vieles von dem, was gesagt wurde. Gehe aber weiter, bis Du Auge
in Auge mit Dir selbst bist, jenseits von Gefühlen, Gedanken, Bildern und
Bewertungen, bis du im Nichts dich selbst, Gott erkennst.
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Antwort 14 |
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Administrator   Beiträge: 89 Registriert: 20/2/2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9/2/2010 um 17:33  |
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Antwort 15 |
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Incognitus   Beiträge: 99 Registriert: 19/1/2009 Status: Offline
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erstellt am: 9/2/2010 um 18:56  |
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Antwort 16 |
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Simulacrum  Beiträge: 36 Registriert: 23/12/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9/2/2010 um 22:39  |
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Kann ich nicht wirklich beantworten, da mir über Abraxas zu wenig bekannt
ist. Das was mir bekannt ist, könnte darauf hindeuten. Letzlich kommt jede
Lehre aus dem NICHTS und fällt wieder ins NICHTS.
Wenn ich mich auf eine Lehre beziehe, dann am ehesten auf Advaita. Die
selbe Lehre findet man in ihrer Essenz aber auch im Buddhismus, Sufismus,
christlichen Mystik sogar in den Texten von manch modernem Schwarzmagier
(man muss dann nur den Begriff Satan & Co. durch DAS EINE, SEIN, JETZT
ersetzten).
Glaube keiner Lehre, prüfe die Lehre in dir selbst!
[Editiert am 9/2/2010 um 22:47 von Alles und Nichts]
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Antwort 17 |
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Simulacrum   Beiträge: 44 Registriert: 31/8/2002 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 13/2/2010 um 11:28  |
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Lux   Beiträge: 9 Registriert: 1/10/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 14/2/2010 um 12:15  |
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Habt erbarmen großer Meister, Ihr seid natürlich an nichts schuld. Vergebt
mir bitte!
Scherz beiseite, es ist meine eigene Meinung, aber deine Aussage kommt
meiner doch sehr ähnlich oder Täusche ich mich da ?
| Zitat: | Es liegt nicht in deren
Verantwortung, uns zu betüddeln und vor allem zu beschützen. Im Gegenteil
liegt es in unserer Eigenverantwortung, uns um uns selbst zu kümmern und
Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Nur so beweisen wir, dass wir
des Geschenkes des Lebens würdig
sind. |
@ Serafia
Du haste recht, wir haben kein Recht in dem Sinne darauf, aber einklagen
tun es die Meisten trotzdem. Weil sie vielleicht denken, wenn wir hier
sind, haben wir auch das Recht zu bleiben? Also alles im Leben dem Anderen
recht machen, damit sie richtig über uns Urteilen?
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Antwort 19 |
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Incognitus   Beiträge: 63 Registriert: 21/11/2005 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 14/2/2010 um 21:27  |
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Ich zerlege deine Sätze mal... da ist mir zu viel verschiedenes auf einmal
drin:
Das Recht auf Leben (welcher Art auch immer)...
1) ...glauben die Menschen erlangt zu haben, die einem bestimmten Weltbild
konform leben (dem des Dienens als Lebenszweck)
1a) Diese Menschen sind dann der Ansicht, über die Menschen, denen sie
durch ihr Verhalten zu dienen glauben, urteilen zu dürfen
2) ... leiten manche aus der reinen Tatsache ihrer Existenz ab.
*nach oben guckt und Schultern zuckt*
Ja... und?
Es ist doch nichts Schlimmes daran, wenn man glaubt, ein Recht auf das
Leben zu besitzen, so lange man nicht andere Existenzen damit gefährdet.
Und ob jemand einem Weltbild unterliegt, das ihm ein paar schlaflose Nächte
aus Sorge um andere - und einige Momente der Selbstgerechtigkeit durch das
Urteilen über andere - bereitet... was solls?
Ich sehe den Diskussionspunkt nicht. Oder ich habe dich mißverstanden.
____________________ Hexen stehen immer zwischen Birken.
Das blutige Buch
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Antwort 20 |
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Lux  Beiträge: 1 Registriert: 27/6/2009 Status: Offline
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erstellt am: 14/2/2010 um 23:36  |
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Hallo dana-fox-1,
Welche Erklärung habt ihr für die
Abwesenheit Gottes bzw der Göttin in Not und Elend? Wo war Gott/Göttin
während der Nazizeit, der vielen Kriege, der Erdbeben und
Katastrophen.....wo war Gott/Göttin als die Hexen gefoltert und verbrannt
wurden, Menschen an Krankheiten und Hunger starben...wo ist Gott/Göttin
heute wenn Schüler Amok laufen, perverse Typen kleine Kinder vergewaltigen
und umbringen und Menschen sich das Leben nehmen, weil sie es hier auf
dieser Welt nicht mehr aushalten?
ich denke nicht das Gott abwesend ist, ich wüßte auch nicht warum? denn
alles was du beschreibst ist zwar aus menschlicher Sicht schrecklich aber
eben nur aus menschlicher Sicht, Gott sieht das aus seiner Absoluten Sicht,
die Sicht des Menschen ist relativ.
Menschen haben unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen und denken dann
jeder müsste ihrer Meinung sein ohne dabei darüber nachzudenken das es NIE
die Wahrheit sondern nur eine Meinung ist dadurch entsteht Streit, Krieg,
Rassismus und und und, es ist eben relativ.
Gott hat keine Meinungen und keine Sichtweisen, bei ihm ist alles Absolut,
weder bevorzugt noch lehnt er ab. Und solange wir Menschen das tun können
wir ihn nicht verstehn.
Und ansonsten würde ich "Alles und Nichts" recht geben denn das einzige was
wir tun müssen ist zu erwachen denn Träume sind nur solange leidvoll wie
wir sie nicht erkennen, sobald wir erkannt haben das alles nur ein Traum
ist sind wir unerschütterlich.
Lieben Gruß Alichino
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Antwort 21 |
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Lux   Beiträge: 13 Registriert: 2/12/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 23/2/2010 um 17:10  |
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Wenn Gott tot ist....wo isn das Grab?
____________________ Licht & Schatten
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Antwort 22 |
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Lux   Beiträge: 13 Registriert: 2/12/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 23/2/2010 um 17:29  |
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Mal Spass bei Seite.
Wegen dem ganzen Schrecken hier auf der Welt geht herum, dass "Gott tot
ist". Um dies zu erörtern, müsste man erst einmal erfassen, was mit "Gott"
gemeint ist. In dieser unserer christiich geprägten Kultur denken wir
monotheistisch. Ja, auch die, die nicht an Gott glauben, sind von
monotheistischer Glaubenstuktur. Der Vorläufer davon ist der Glaube an
mehrere Götter. Aber wurscht, es geht darum, dass wir tief in uns wissen,
dass es da etwas "Grösseres" gibt, als das, was wir als "ich" empfinden. In
der Psychologie ist wird das grössere Ich "Über-Ich" genannt, oder "Höheres
Selbst". Wo die Grenze des "Höheren Selbsts" liegt, ob es viele "Höhere
Selbsts" gibt oder bloss eins, das ist auch wurscht. Der Einfachheit halber
nenne ich dieses Abstruktum einfacherweise mal einfachst "Gott": Gut,
nech?
Also, da es soviel Böses auf der Welt gibt und "Gott" nicht eingreift,
daraus schlussfolgern Einige, das "Gott" nicht existent ist. Da wir am
Einfachsten das Wesen der Dinge und Nicht-Dinge in Analogien begreifen, so
vergleiche ich gerne. Mir hilft es, zu verstehen. Laut den Hermetischen
Prinzipen heisst es: so Innen wie Aussen. Das heisst, wir können im
Mikrokosmos Dinge erschliessen und ins Aussen, in den Makrokosmos
projizieren. Ich kann bei mir anfangen. Ich stelle fest, ich habe hier
einen Körper. Ich seh den, wenn ich in den Spiegel schaue oder an mir
herunterguck. Mein Körper besteht aus vielen vielen Zellen. Das Aussen, die
Welt, das ist auch ein Körper, mit vielen Zellen. Ein Teil der Zellen sind
wir. Aber wir benehmen uns derzeit aber net wirklich gut. In meinem Körper
gibt es manchmal Krankheitsherde, da benehmen sich ein paar Zellen nicht
so, wie sie sollen. Und verursachen einen Konflikt. Die Entzündung. Und so
geht es uns heute hier da draussen. Wir sehen das Chaos und sehen keine
Ordnung mehr. Wir sitzen in einem Topf und können nicht sehen, was wirklich
vorgeht. Da passiert schnell mal ne Aüsserung wie "es gibt kein Leben
ausserhalb des Topfes". Oder "Gott ist tot". So, das ist mein Senf dazu.
Es gibt Literatur, die sich sehr mit dem, was "Gott" will, tut , nicht tut,
nicht will, beschäftigt. Wer es wirklich wissen will, sollte seine
Gott-Scheuheit überwinden und sich mal in die Literatur von Neale Donald
Walsch reinlesen, der Author von "Gespräche mit Gott".
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Simulacrum  Beiträge: 36 Registriert: 23/12/2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 26/2/2010 um 11:52  |
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Aus Sicht der Psychologie, als auch der Selbsterforschung, würde ich eine
scharfe Grenze zwischen "Über-Ich" und "Höherem Selbst" ziehen. In der
Psychoanalyse ist das Über-Ich einer von drei Teilen des Ich-Systems,
ebenso in der Transaktionsanalyse. Wir können das "Über-Ich", freundlich
formuliert, als unseren inneren Kritiker und Antreiber sehen. Bei ganz
genauer Betrachtung ist dieser Teil alles, aber nicht freundlich, er hält
uns klein und begrenzt!
Das/ die "Höhere/n Selbst/e" sind nicht mehr Teil des Ich-Systems! In
direktem Erleben, würde ich diese Formen als unpersönliche Archetypen
bezeichnen, die sich durch die individuelle Form eines Menschen ausdrücken
wollen. Das Ich (mit all seinen Teilen) stellt sich in der Regel aus Angst
dagegen.
Die Archetypen sind ein Zwischenschritt, um Gott direkt zu schauen.
[Editiert am 26/2/2010 um 15:27 von Alles und Nichts]
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