Thema: Sabbate - Nach Kalender oder Mondphase?

Forum: Feste und Sabbate

Autor: LYSIR


LYSIR - 11/7/2012 um 18:23

AVE zusammen!
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Wenn man sich im Bereich der Naturreligion, also z. B. des Hexentums, bewegt, wird man sicherlich ein paar Sabbate feiern. Ob man sie jetzt in Sonnenfeste, also die beiden Sonnenwenden (Yule und Litha) oder die beiden Equinoxe (Ostara und Mabon) einteilt oder auch in Feuerfeste bzw. „große Sabbate“ (Imbolc, Beltaine, Lughnasadh (Lammas) und Samhain), wird man irgendwann ein „Zeitfenster“ für das Ritual / die Feier benötigen!
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Bei den Sonnenwenden und den Equinoxen hat man den Vorteil, dass man jetzt nicht unbedingt den 21.12., den 21.03., den 21.06. und den 21.9 nehmen muss, sondern genau schauen kann, an welchem Datum die Sonne die entsprechenden Breitengrade/Wendepunkte erreicht. Für die Sonnenwenden den Wendekreis (Breitengrad) des Steinbocks (Yule) und des Krebses (Litha) und für die Equinoxe der Widder-Punkt (Ostara) und der Waage-Punkt (Mabon). Das kann man alles GANZ GENAU bestimmen! Doch, was ist mit den anderen vier Sabbaten?
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Klar, die anderen vier Sabbate Imbolc, Beltaine, Lughnasadh (Lammas) und Samhain haben meist einen festen Termin – außer Lughnasadh (Lammas), der etwas schwankt! Imbolc am 02.02., Beltaine am 30.04., Lughnasadh (Lammas) zwischen 31.07. und 02.08. und Samhain am 31.10.! Aber hatten die Naturreligionen denn schon IMMER einen Kalender, der sich nach dem Papier an der Wand richtet? Nö, hatten sie nicht. Man könnte sicherlich auch irgendwas bauen, um die Sonne hier irgendwo zu sehen, doch man kann es auch einfach an den Mondphasen festmachen, was ja ein schönes Pendant zu den Sonnenfesten wäre!
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Wenn man sich nun auf die Mondphasen beziehen will, dann findet man einen Unterschied darin, dass zwei der Feste sich am Vollmond und zwei der Feste sich am Neumond orientieren!
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Die beiden Sabbate Imbolc und Beltaine beziehen sich auf den Vollmond und die beiden Sabbate Lughnasadh (Lammas) und Samhain auf den Neumond! Imbolc bezieht sich auf den ZWEITEN VOLLMOND NACH DER WINTERSONNENWENDE und Beltaine bezieht sich auf den FÜNFTEN VOLLMOND NACH DER WINTERSONNENWENDE! Lughnasadh (Lammes) bezieht sich auf ACHTEN NEUMOND NACH DER WINTERSONNENWENDE und Samhain auf den ELFTEN NEUMOND NACH DER WINTERSONNENWENDE.
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Hey! Stopp! Ich hab aber über Lughnasadh (Lammes) gelesen, dass es am ACHTEN VOLLMOND nach der WINTERSONNENWENDE gefeiert wird.
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Hey! Stopp! Und ich hab über Lughnasadh (Lammes) gelesen, dass es am ACHTEN ZUNEHMENDEN MOND nach der WINTERSONNENWENDE gefeiert wird.
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Tja, so ist das eben! Drei literarische Quellen und 23 Meinungen! ;-)
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Die Frage aber ist: WIE FEIERT IHR DIE SABBATE? Geht ihr nach den Mondphasen, nach dem Kalender nach dem Sonnenstand oder nach FREIZEIT, sprich gefeiert, wird am Wochenende, weil man da lange feiern kann! ;-) Und, was macht ihr? Welchen Spielregeln folgt ihr? Mal ganz davon abgesehen, dass die Feierlichkeiten in damaliger Zeit nicht nur ein paar Stunden, sondern über Tage gingen! Aber wir leben ja heute in einer recht „schnellen“ und „genauen“ Zeiteinteilungsphase! ;-)
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Ich / wir feiern nach den klassischen Daten via größeren Treffen und Ritualen - und verschieben es auch mal um ein paar Tage auf Termine wo "jeder kann". Im kleinen Kreis bzw. im persönlichen Kontext wähle ich für mich beide Varianten. Samhain 2011 z.B. war am 31.10.11 für mich zu warm. Da war der 26.11. (Neumond) für mich besser geeignet. Ich bin da flexibel und gehe primär nach meiner inneren Uhr! ;-)
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Magischen GRUSS - LYSIR

Idan - 11/7/2012 um 19:16

Achja, über die Datierung nach Sonne oder Mond oder nach Sonne UND Mond kann man echt ewig diskutieren.

Ich persönlich datiere alle 8 Jahreskreisfeste nach der Sonne.

Daneben haben aber auch Voll- und Neumonde eine besondere Bedeutung mit ihren polaren Kräften für mich.

Wenn nun ein Vollmond oder Neumond mit einem Jahreskreisfest zusammenfällt, ist das natürlich sehr spannend und legt besonders starke Energien in den Tag. Aber ich persönlich trenne die Energien von Sonne und Mond, da es für mich persönlich unterschiedliche Zyklen von unterschiedlichen Kräften sind.

Saziel - 21/9/2015 um 05:54

Beim rumstöbern im Forum habe ich diesen eigentlich schönen Beitrag gefunden der wie ich finde, viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Ich habe mich selber auch schon ein paar mal gefragt wie andere Hexen und Magier dies handhaben.

Ich selber Handhabe es tatsächlich sehr pragmatisch. Ich versuche mich nach den Mondphasen zu richten, weil ich ein starken Bezug zum Mond habe. Aber oftmals habe ich das Problem das ich die benötige Ruhe nicht finden kann. Durch mein Schichtarbeiten kann ich mir zum Beispiel an bestimmten Tagen nicht Abends die Zeit nehmen weil ich da im Arbeitsstreß bin. Das gleiche gilt für den Tag in den Start. Dieses Jahr habe ich zum Beispiel an Mabon Glück und kann den Sonnenuntergang genießen (natürlich nur wenn es das Wetter zulässt). Habe aber dafür an Samhain Urlaub genommen weil ich sonst gar nicht feiern könnte.

Wie ist das bei euch? Könnt ihr die Feiertage immer so genießen wie ihr mögt oder seid ihr auch mal gezwungen ein wenig auszuweichen?

LYSIR - 21/9/2015 um 20:44

AVE zusammen!
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@Saziel: Wow, da musst du aber echt gestöbert haben! Ist ja echt schon ein altes Posting! Nun, auch wenn schon etwas Zeit ins Land gegangen ist, bin ich weiterhin auch pragmatisch in Bezug auf die Sabbate! Mabon feierten wir z.B. schon am 19.09. obwohl es laut "Sonne" dieses Jahr erst am 23.09.15 ist. Es ist nicht einfach viele Menschen "unter" einen Termin zu bringen, gerade wenn der IN der Woche ist! Übermorgen, am 23.09. werde ich dann FÜR MICH feiern bzw. mein Resümee über "meine Ernte" ziehen! ;-)
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OK, bei Schichtarbeit kommen natürlich noch mehr Probleme dazu in Bezug auf "gemeinsame Zeit" - das Problem hab ich zum Glück nicht!
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Magischen GRUSS - LYSIR

Serafia_Serafin - 23/9/2015 um 09:25

Mir geht es ähnlich; und da unsere Feiertage auch nicht offiziell anerkannt sind, wird es allen so gehen, die ebenfalls berufstätig sind. Es ist länger her, dass ich gefeiert habe, weil ich für mich allein nicht viel Sinn darin sehe, ein Fest zu begehen. Aber sobald andere dazu kommen, muss man ja schon die Rhythmen aller unter einen bestmöglich passenden Hut bringen.

Nach meiner Ansicht ist es auch so, dass es zwar einen Termin gibt, aber das, was der Termin symbolisiert schon länger als einen Tag anhält. Dementsprechend ist es nicht weiter tragisch für mich, wenn man die Feste ein bisschen nach vorne oder nach hinten schiebt, so lange die vorherrschende Energie dazu passt.

Ausnahmen bilden für mich allerdings Samhain und Beltaine. Die haben wirklich Stichtage. Man kann zwar später feiern; die Energie, die das Datum gibt ist aber in meinen Augen nur in den bestimmten Nächten vorhanden und kann auch nur dann genossen und genutzt werden.

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