Thema: Der Tod und dder dazugehörige Kult ?

Forum: Glaubensrichtungen und Götter

Autor: metatrino


metatrino - 27/8/2014 um 19:37

Grüß Euch

das hier ist auch schon seit einiger Weile eines meiner Größeren Anliegen.
Nur mal vorweg: is natürlich klar dass der eine oder andere Thread für manche etwas trivial erscheint und es den trotzdem zu lesen gibt.

Wie der Titel schon sagt möchte ich gerne von Euch Wissen, wie direkt ihr Euch an den Tod wendet, dieser wenn man so will Gottheit oder Urkraft Rituale oder der=en widmet.
wenn ja zu welchem Anlass?
auf welche Art und Weise?
Hat der Tod vielleicht nicht nur Personifizierungen wie z.B. Cthulu, Osiris, Hel oder Kali, sondern auch = eigene Religionen?

Wäre ja immerhin naheliegend

20-1-30-40 - 27/8/2014 um 19:53

Nunja, eines der Freimaurer Rituale handelt recht intensiv vom Tod. Daran nehme ich einige male im Jahr Teil (eigentlich so oft es geht, das ist nämlich wirklich toll).

Cruihn - 27/8/2014 um 20:38

Klar hat der Tod auch eigene "Religionen". Gibt doch genug Totenkulte etc. hier ma ne Doku in schlechter quali aber recht interessant von den Hinduistischen Aghori, die Sadhus die sich nur mit dem Tod befassen. https://www.youtube.com/watch?v=b5WqwgZvLuo

Ich persönlich verbinde mit dem Tod immer auch eine Art Neuanfang. Wenn ich also eine solche Arbeit durchführe dann meist in diesem Zusammenhang.
Wie genau das aussieht, dazu gibts auch Ideen von diversen Autoren. Ich verzichte hier aber darauf persönliche Erfahrungen zu posten, das ist bei diesem Thema zu privat.

Gruß

Seraphine - 28/8/2014 um 08:05

Ich arbeite gerne mit dem Todesengel Azrael. Leilah Wendell hat dazu das ein oder andere Buch verfasst.

Wobei ich Gottheiten, wie Hel jetzt damit gar nicht identifizieren würde, das wären Unterweltsgötter. Azrael kommt und holt die Seelen hinüber und dies seit Ewigkeiten, ganze Kulturen... Wohingegen Unterweltsgötter andere Herrschaftsbereiche haben, mit anderen Ausprägungen, kommt jetzt auf die Gottheit halt an.

Es kommt dabei auch auf die Art des Sterbens an, stirbt etwas und es wird wiedergeboren, ist der Tod nur eine Erneuerung und alle ist gut.

Stirbt etwas und es wird nicht wiedergeboren, wird es rätselhaft, aber es entspricht einer Möglichkeit und das nicht im Guten.

Alles und Nichts - 28/8/2014 um 08:54

klar, zu kulten wurde schon einiges gesagt. in einem kult gibt es ja auch die unterabteilung tod, z.b die ghede (guédé, gede) im voddoo. wie ich finde, äußerst nette gesellen.

grundsätzlich ist für mich der tod, die eine facette der urkraft, die wir leben nennen. diese facette - der tod - ist in jedem moment anwesend. es braucht keine rituale um diese kraft wahrzunehmen. es braucht nur hochgradige aufmerksamkeit.

Kerzenflaemelein - 28/8/2014 um 10:36


Zitat von Alles und Nichts, am 28/8/2014 um 08:54
[...]z.b die ghede (guédé, gede) im voddoo. wie ich finde, äußerst nette gesellen.


Heißt es nichte eher "der" Ghede.
Bzw. ist Ghede ein (einer von vielen) Loa und wird im allgemeinen als Mann dargestellt/wahrgenommen/personifiziert.

(kann mich aber auch irren)


[Editiert am 28/8/2014 um 10:37 von Kerzenflaemelein]

SambalOlek - 28/8/2014 um 11:56

Guede sind alle Geister, die mit dem Friedhof und dem Tod in Verbindung gebracht werden.

In Mexiko (und darüber hinaus) gibt es den Kult der Santa Muerte. "Ich" habe auch schon mal mit ihr gearbeitet und hatte nur gute Erfahrungen. Dieser Kult ist auch ein magisches System, das ähnlich wie Hoodoo funktioniert.

LG
~SO

Cruihn - 28/8/2014 um 12:24

Um mal von "weit weg" auf die " Umgebung" zu kommen. Es kann in diesem Zusammenhang auch sehr inspirierend sein, sich mit den keltischen/germanischen Totenkulten bzw. Totenglauben zu befassen. Da muss man nicht immer auf anderen Kontinenten suchen ;)
Oder schau dich mal in unserem heutigen, christlich geprägten Umfeld um und entwickle deine eigenen Theorien. Auch durchaus spannend.

20-1-30-40 - 28/8/2014 um 12:42

DAZU möchte ich auf die "Wilde Jagd" verweisen.
Sehr schön zu lesen ist dazu:
Silberer: "DURCH TOD ZUM LEBEN"
und
Kris Kershaw: "Odin: Der einäugige Gott und die indogermanischen Männerbünde"

metatrino - 1/9/2014 um 18:31

Danke Euch Allen für eure hoch inrerressanten Antworten, von denen ich sicherlich der einen oder anderen nachgehen werde.

Was mich an dem Thema sehr interressiert ist der Tod (wenn man mal aus dem allgemeinen Sprachgebrauch das fragwürdige Maskulinum übernimmt):
Tod in der Funktion zum Beispiel auf der Zellebene und etwas tiefer d.h. in der Erbsubstanz und dessen Überarbeitung.
Na klar auch die Wohnverhältnisse und den Inhalt der Verstandeswelt, wo von Zeit zu Zeit mal ein Tapetenwechsel notwendig ist.

Meine eigene Vorgehensweise bis jetzt: Körblermethode und Beten und nicht zu vergessen wie bei uns allen Tätigkeiten der Entsorgung die ich nur ungern näher beschreibe

Vau - 1/9/2014 um 22:06

"Entsorgung" ist ein krankdeutsches Wort,nur so nebenbei.Euphemiskel.

Cruihn - 2/9/2014 um 10:42

"krankdeutsch" find ich ja lustig. Nur so nebenbei.

20-1-30-40 - 2/9/2014 um 10:45


Zitat von Cruihn, am 2/9/2014 um 10:42
"krankdeutsch" find ich ja lustig. Nur so nebenbei.


Ja ich habe auch gleich einen nutzen für diesen Begriff:
"krankdeutsch" klingt krankdeutsch.

Hephaestos - 2/9/2014 um 18:00

Ohne lang zu labern:

https://www.google.de/search?q=Hades+als+Fruchtbarkeitsgott

Ok, doch längeres gelaber, gerade bei Wikipedia wieder gefunden:

Zitat:
Der antike Gott Dionysos – von den Griechen auch Bakchos, von den Römern Bacchus genannt – hat eine exoterische und eine esoterische Erscheinungsform. Der exoterische Dionysos ist ein lustiger, harmloser Gott des Weines, der esoterische Dionysos dagegen ist ein Gott fundamental ernster Dimension. Er ist das Gegenstück zum Gott der Unterwelt: Denn wäre es nicht Dionysos, dem sie den Umzug machen und das Lied singen vom Phallos, sonst ist es ganz schamloses Treiben. Ein und derselbe aber sind Hades und Dionysos, dem sie toben und feiern, sagt Heraklit.[3] Offenbar, weil Dionysos ein Gott der Unterwelt ist, wurde er von den Griechen auch mit dem ägyptischen Osiris gleichgesetzt.[4] Allerdings scheint Dionysos ähnlich wie die Unterweltsgöttin Persephone periodisch auf- und abzusteigen (s.u.), und so ist Dionysos letzten Endes ein typischer sterbender und auferstehender Gott an der Seite einer Großen Mutter, wie er auch im Mittelpunkt anderer Mysterienkulte steht.



[Editiert am 2/9/2014 um 18:10 von Hephaestos]

Vau - 3/9/2014 um 21:26

Jim Morrison ?

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