Thema: Schutzkreis gegen Dämonen

Forum: Rituale & Zauber & Zubehör

Autor: Obscuritas


Obscuritas - 26/8/2013 um 16:32

Hallo. Kennt sich hier irgend jemanden mit Schutzkreisen aus? Der muss wirklich effektiv genug sein um viele Dämonen und unter anderem auch starke Dämonen abzuhalten. Wenn ihr wissen wollt warum ich so ein Schutzkreis brauche, dann schreibt mir eine private Nachricht, da ich meine Beweggründe nicht öffentlich machen möchte. Bin dankbar an die, die mir eine hilfreiche Antwort geben können.

Lg, Obscuritas

LoS - 26/8/2013 um 18:05

Hallo Obscuritas.

Deine Beweggründe sind mir egal.

Was die Schutzkreise angeht, soll es sich um einen Schutz für Dich, einen Ort oder Gegenstand handeln? Und, soll das was außen ist nicht hinein oder das was drinne ist nicht heraus?

Ich würde an Deiner Stelle mit mehr als einem Schutzkreis arbeiten, vielleicht sogar mit pro Dämon einem, erst recht wenn Du die Namen hast. Alternativ kannst Du kleine Tokens erschaffen, die dämonische Präsenzen umleiten, verwirren, auffangen/konservieren oder ähnliches. Bestimmte Steine oder Kunsthandwerk-Tand eignet sich hervorragend für sowas. Der Rest hängt davon ab mit welchem Modell und Paradigma Du arbeitest, oft kann man archetypische Schutzgottheiten und -götzen nutzen oder sich sogar von ihnen Teilbeseelen lassen bzw eine Vereinbarung treffen, damit sie einem einen entsprechenden Schutz gewähren.

Wenn Du aber wirklich effektive Zuflucht vor solchen Wesen suchst (ich weiß ja nicht genau was Du vorhast, das folgende ist nutzlos wenn man mit denen arbeiten möchte), würde ich mich eher auf Tarnung verlassen als auf eine Art Schild. Natürlich kann man das kombinieren, aber auch hier hängts letztlich davon ab, was Du erreichen willst.

Viele Grüße und gutes Gelingen,
LoS

Obscuritas - 27/8/2013 um 10:51

Hallo LoS

Das soll ein Schutzkreis für mich selbst sein und das was außen ist, darf nicht hinein kommen. Wie würde denn so eine Tarnung denn aussehen was du meinst?

Lg, Obscuritas

LoS - 28/8/2013 um 12:29

Eine Tarnung würde im Idealfall nicht aussehen. :D

Spaß bei Seite - letzten Endes musst Du davon ausgehen, daß alles was auf Dich direkt wirken oder mit Dir interagieren soll Dich erstmal wahrnehmen muss. Als Person, als Ziel, als Verkörperung bestimmter Ansichten, whatever. So - wenn Du jetzt diese Wahrnehmbarkeit mit einem Zauber senkst, Dich diffus machst, durchlässig und wenig greifbar, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß Du von jmd der auf Dich einwirken will getroffen wirst. Zusätzlich kannst Du die Wesen noch mit einem Blinden Fleck ausstatten, durch einen Fluch z.B. - wirkt dann verstärkend. Da gibts eine ganze Menge Wege hin.

Achte aber auf Nebenwirkungen in der stofflichen Welt wenn Du Orte oder Gegenstände mit ersterem Belegt, ich hab mal meine Karre damit getarnt und hatte ziemlich direkt danach mit ihr zwei Unfälle weil man mich allem Anschein nach nicht gesehen hat.. -.- Ich kann mir vorstellen, daß wenn man das bei einer Wohnung macht, Leute die noch nie da waren und zum ersten Mal vorbeikommen - bei einer Party zB - es nicht einfach haben werden sie zu finden auch wenns dafür keinen "nachvollziehbaren" Grund gibt. ^^

der Antichrist - 27/11/2015 um 16:24

den Klassiker: das kleine bannende Pentagrammritual ,nim mal die Suchfunktion

Taria Luna - 27/11/2015 um 21:41

Ja, mit fünf weißen Kerzen auf den Zacken des Sterns, um das Übel verbrennende Feuerelement miteinzubringen.

Wenn es richtig schwer mit den Dämonen kommt, hilft vielleicht auch ein "kleiner Wächter".
Dazu nimmst du dir zunächst eine kleine Puppe oder ein Plüschtier. KEIN GEBRAUCHTES! Es darf keine Energien von einem Vorbesitzer (auch deine vorerst nicht) aufnehmen und besonders Stofftiere sind sehr energiefreudig.
Dann führst du ein Bannungsritual in einem Kreis bzw. eben erwähnten Pentagramm mit deinen dir gewohnten Gegenständen und Vorgehensweisen durch. Abschließend gibst du einen Spruch in Reimform an die Puppe, dass sie dich, dein Haus oder weiteres aufpasst und das Böse abwehren wird.
Halte dann einen Moment inne, um dich nur auf Reim und Puppe zu konzentrieren.
Nach Abschluss des Rituals und Auflösung des Kreises legst du die Puppe wahlweise an ein Fenster oder nahe der Türschwelle, sodass ihre kleinen Knopfaugen das ganze Zimmer und einen möglichen Weg nach draußen bewachen kann.
Das kannst du auch mehrmals mit vielen kleinen Puppen machen.

Solltest du dich auswärts unwohl fühlen, wähle am Besten ein sehr kleines Püppchen für die Tasche oder beispielsweise ans Schlüsselbund.

der Antichrist - 28/11/2015 um 08:49

Obscuritas ich kenne bis jetzt keinen der Probleme mit mehreren Starken Dämonen hat,deine Geschichte würde mich echt interessieren.Ich denke es interessiert auch etliche andere hier im Forum und vor allem gehe ich davon aus ,das dir dann auch besser geholfen werden kann

Schwarzer Hase - 29/11/2015 um 19:30

Falls sie denn überhaupt noch Hilfe braucht... der Thread ist immerhin über zwei Jahre alt.

@Taria Luna: Die Idee mit den Stofftieren find ich echt süß, da hätte ich ja eigentlich auch selbst drauf kommen können. Ich nehme meist irgendwelche hässlichen Holzpüppchen (teilweise selbst gebastelt), banne die bösen Geister darin und werfe sie danach mit reichlich Lavendel auf / in den Grill. Jammi^^

Ansonsten bin ich ja auch ein sehr großer Fan von Schutzkreisen... wie LoS sagt, lieber einen zuviel als zuwenig.

Hephaestos - 30/11/2015 um 10:33

Ich hab mal einen Tempelwächter gemacht (in Anlehnung an .717's "Handbuch der Chaosmagie",aber halt auf mich abgeändert), der "bannt" auch ganz ordentlich.

samsaja1 - 30/11/2015 um 15:15

hm ich habe dahingehend eine ganz andere Vorgehensweise. Ich erweise den Dämonen großen Respekt den sie auch verdienen. Du wirst niemals genau herausfinden mit wem du es zu tun hast und wenn du ES erzürnst könnte das erst Recht Probleme bringen, keiner will angegriffen werden und erst recht nicht Dämonen. So sind meine Ansichten und Erfahrungen zu dem Thema womit ich bisher am besten zurechtgekommen bin ohne mir die Finger zu verbrennen um bisher nur positives daraus zu schlagen. Nicht alle Dämonen sind uns feindlich gesonnen! :)

als Abwehr/Angriff kann man aber auch wenn man den Dämonen gerade stark Wahrnimmt oder Fühlt das er auf einen wirkt..sich ruckartig mit aller Kraft stark Anspannen und Energie aussenden in Form von Körperspannung und natürlich das Wesen mit Gedanken auffordern zu verschwinden..das hat bei mir geklappt. Danach verspürst du die Erleichterung um und in dir herum. Außerdem sind Sie die besten Lehrer! So jetzt hab ich mich selbst durch mein Text inspiriert xD ich geh meditieren ..


[Editiert am 30/11/2015 um 15:34 von samsaja1]

Taria Luna - 1/12/2015 um 07:20


Zitat von Schwarzer Hase, am 29/11/2015 um 19:30


@Taria Luna: Die Idee mit den Stofftieren find ich echt süß, da hätte ich ja eigentlich auch selbst drauf kommen können. Ich nehme meist irgendwelche hässlichen Holzpüppchen (teilweise selbst gebastelt), banne die bösen Geister darin und werfe sie danach mit reichlich Lavendel auf / in den Grill. Jammi^^


Na da würde ich zum Verbrennen aber auch hässliche Holzpuppen nehmen.
Bei mir bleiben die Stofftiere dauerhaft an ihrer Wachposten. Zumindest bis zu einem Jahresquartal und dann erneuere ich den "Auftrag" mit einem weiteren Ritual.

Ilidir - 2/12/2015 um 15:53

Soweit ich weiss, soll der Schutzkreis eigentlich nicht den Beschwörer, sondern die beschworenen Dämonen schützen :)
Dämonen (darunter meint man heutzutage normalerweise verschiedene Bewohner der feineren Ebenen) sind sowieso immer in unserer Nähe und unerreichbar zugleich. Es kommt darauf an, ob man eine Verbindung zu einem solchen Wesen aufbaut (oder umgekehrt).
Vor einer Beschwörung erzeugt der Dämonologe einen besonderen Raum, in dem feinstoffliche Materie sehr dicht ist. Damit sie sich nicht zerstreut, braucht man einen Schutzkreis (oder andere Figur).

Taria Luna - 3/12/2015 um 20:10

Hm... könnte was dran sein.
Mir hatte vor Jahren auch mal jemand gesagt, dass man zum Kreisziehen Alkohol (Wodka, Rum oder Wein) verwenden soll und bloß kein Salz, um Dämonen nicht zu reizen oder provozieren.

Sire THVBH - 4/12/2015 um 16:04

Das merkwürdigste Verhalten was mir im Okkulten am meisten aufgefallen ist. Wie schütze ich mich vor Dämonen, wenn ich sie beschwöre. Hört sich genauso bescheuert an, als wenn ich fragen würde: "He ich mach heute eine Party und lade Menschen dazu ein und wie kann ich mich vor dem Besuch schützen?" "Tja lade einfach keine Gäste ein und feier alleine!" :puzz:

Hier und anderswo fragen so helle Geister ? Was man bei einer Beschwörung so alles beachten sollte, doch wäre die eigentliche Frage: warum man überhaupt etwas beschwört. Jaja ich kenne die Klischeeantworten und die machen mir eigentlich Sorgen. Denn eine derartige Intention fußt auf Angst läßt das "Master and Sevent Verhältniss" tief durchblicken.


Psychologisch gesehen kann man noch so viele Barrieren bauen um seine inneren Dämonen in Schach zu halten, aber die Erfahrungen so vieler anderer, die sich darin übten wissen , dass selbst der beste Schutzzauber nichts taugt. "Was man bekämpft wird eh stärker!!!!"

Ein Schutz impliziert immer: "He ich will dich eigentlich nicht hier haben...aber benutzen!" Wenn ich ein Dämon wäre: Nein Danke, ich komm nicht!!!!


[Editiert am 4/12/2015 um 16:22 von Sire THVBH]

Hephaestos - 4/12/2015 um 16:30

Warum zieht man sich eine Schnittschutzhose beim Kettensägen an?
Warum trägt man eine Schweißerbrille beim Löten?
Warum schnallt man sich an beim Autofahren?
Warum trägt man Kondome beim Sex?

Nicht das ich mit dem Begriff "Dämon" jetzt viel anfangen kann, aber im Großen und Ganzen reden wir doch von einigermaßen gefährlichen und mächtigem Zeug, oder?

Sire THVBH - 4/12/2015 um 16:50


Zitat:
Warum zieht man sich eine Schnittschutzhose beim Kettensägen an?
Warum trägt man eine Schweißerbrille beim Löten?
Warum schnallt man sich an beim Autofahren?
Warum trägt man Kondome beim Sex?


Ganz ehrlich...Das was du aufzählst als Argumentation ist eher ein Schutz für andere vor dem eigenem Fehlverhalten. Wolltest du mir damit sagen das ein Schutzkreis zum Schutz des Dämons wäre (wenn es denn solche geben sollte).

Sollte es Dämonen geben so sind sie doch wohl eher Wesenheiten einer anderen Dimensionsebene, die entweder zu einem herrabsteigen oder im egostischen narzistischem Blickfeld zu einem herraufsehen sollen. Sind sie ebenbürtig oder besser als man selbst (gefährlich und haben mehr Talente als man selbst) so ist es doch eher Angst und Überheblichkeit, die einen dazu veranlassen den Gast in den Käfig zu sperren. Es ist die Logik, die derartiges Verhalten in Frage stellt.

Was innere Dämonen angeht, so gibt es eh kein entkommen, noch nichtmal mit Psychopharmaka. Wer in seine Tiefen hinabsteigen will muß mit den Konsequenzen rechnen und leben!!!Oder hat schon mal jemand Chorozon Handschellen anglegt (Methapher). Das selbe gilt auch für Gäste, die man zu sich einladet. Wer was beschwört will was auf Kosten anderer (wessen kosten ist erst mal irrelavant) aber sich dabei den Konsequenzen zu entziehen ist verdammt naiv und ungebildet. Im Leben ist nichts umsonst!! Selbst der Sauerstoff den man zum atmen braucht verursacht eine Oxidation der lebenden Zellen und zerstört sie....witzig oder?


[Editiert am 4/12/2015 um 16:52 von Sire THVBH]

samsaja1 - 4/12/2015 um 21:03

Eigentlich ist die Logik dahinter relativ leicht erkennbar! Man begibt sich in unbekannte Sphären sozusagen ins Chaos und der Schutzkreis gewährt einem einen Leitfaden in dieser Zeit. Ein Ritual im prinzip mehr nicht, um sich selber zu stärken und fokussieren. Die Kommunikation mit ihnen ist unglaublich Kräfte zerrend. Ich hatte mal eine furchtbare Session mit ihnen..er ließ mich nicht aus der Trancewelt und ich konnte nicht zurückkehren..und es fühlte sich so an als ob man desto länger man da drin bleibt man umso schwerer wieder rauskam, Gott sei Dank habe ich es doch noch rausgeschafft und sowas lehrt einem den Respekt vor ihnen. Ich werde nie wieder einen Verärgern und anderen Rate ich es genauso zu tun. Total unberechenbar das Ganze!


[Editiert am 4/12/2015 um 21:25 von samsaja1]

Lilith68 - 4/12/2015 um 21:46

Ich habe noch nie mit einer Wesenheit ärger gehabt und ich ziehe generell nur einen Schutzkreis um die Zone in der ich arbeite.
Ich selber halte es nicht für nötig um mich oder die Wesenheit einen Schutzkreis zu ziehen.
Ich fände das respektlos, sie gleich mal zu bannen/bewegungsunfähig zu machen, während ich etwas von ihr will.
Das wiederspricht meiner Einstellung, etwas zu erbitten und es gleichzeitig erzwingen zu wollen.
Meine arbeiten basieren auf Respekt und bis jetzt habe ich es nie bereut.
Mit jemanden zu arbeiten unter der Voraussetzung ihn zu zwingen, kann in meinen Augen nur nach hinten los gehen.

Asenath - 5/12/2015 um 03:41


Zitat von Lilith68, am 4/12/2015 um 21:46
Ich habe noch nie mit einer Wesenheit ärger gehabt und ich ziehe generell nur einen Schutzkreis um die Zone in der ich arbeite.
Ich selber halte es nicht für nötig um mich oder die Wesenheit einen Schutzkreis zu ziehen.
Ich fände das respektlos, sie gleich mal zu bannen/bewegungsunfähig zu machen, während ich etwas von ihr will.
Das wiederspricht meiner Einstellung, etwas zu erbitten und es gleichzeitig erzwingen zu wollen.
Meine arbeiten basieren auf Respekt und bis jetzt habe ich es nie bereut.
Mit jemanden zu arbeiten unter der Voraussetzung ihn zu zwingen, kann in meinen Augen nur nach hinten los gehen.


Danke, genau solche Aussagen habe ich die ganze Zeit vermisst.

Interessant finde ich immer wieder, dass viele Leute so angeblich von Dämonen bedroht, heimgesucht oder sonstwas werden. Und sich dann schützen wollen. Als wären wir Menschen Schafe und die ach so bösen Dämonen die Wölfe... der Mensch und hilflos? Da muss ich doch einfach mal dezent lachen.

Hephaestos - 5/12/2015 um 17:05

Noch mal zurück:
Was genau versteht man unter "Dämonen"?
Was will man mit einer Beschwörung erreichen?

Wenn das geklärt ist, wird vielleicht auch klarer, welchen Zweck ein Schutzkreis hat.

samsaja1 - 5/12/2015 um 22:39


Zitat von Hephaestos, am 5/12/2015 um 17:05
Noch mal zurück:
Was genau versteht man unter "Dämonen"?
Was will man mit einer Beschwörung erreichen?

Wenn das geklärt ist, wird vielleicht auch klarer, welchen Zweck ein Schutzkreis hat.



Dämonen kennen das Wort Gnade nicht. So würde ich Sie mit einem Satz beschreiben.


[Editiert am 6/12/2015 um 02:16 von samsaja1]

Asenath - 6/12/2015 um 15:13

Eine Beschwörung kann in meiner Erfahrung auf mehrere Arten erfolgen:
1. Ich schreibe eine schöne Einladungskarte an den, den ich zu einer bestimmten Zeit bei mir haben möchte und erkläre in dieser Einladung, was ich zu tun gedenke (kochen, Videos schauen, die Weltherrschaft an mich reißen, ihr kennt das ja).
2. Ich reiße mein Fenster auf und schreie auf die Straße: "Jemand da, der grad Lust und Zeit hat mit mir beim Bad putzen zu helfen?"
3. Ich warte in einer dunklen Gasse auf jemanden, der vorbeikommt, stülpe ihm einen Sack über den Kopf, zerre ihn in mein Auto, verfrachte ihn zu mir nach Hause, sperre ihn dort in nem Käfig ein und zwinge ihn, mit mir zusammen die 3000 Dias meines letzten Urlaubs auf Nichtalssteinien anzugucken.
4. Jede Menge Kombinationen aus obigen drei Methoden.

Wie ein Mensch wird auch ein Dämon auf diese verschiedenen Methoden entsprechend reagieren. Und über das Wesen von Dämonen mag ich mich hier an dieser Stelle sowenig auslassen, wie ich beschreiben mag, was denn den Menschen ausmacht. Viel zu komplex. Wird dem Einzelwesen dann meist auch in keinster Weise gerecht. Die Dämonen, denen ich begegnet bin, hatten alle einen Hang zum Sarkasmus, aber das mag vielleicht an mir liegen.

Schwarzer Hase - 9/12/2015 um 07:53

Ich hab ja einen Faible für Schutzmagie. :D Okay, ich gebe zu, dass ich mit Dämonen gar nicht arbeite; ich beschwöre eher Götter und Naturgeister. Dementsprechend sehen dann auch meine Schutz- und Bannkreise aus... also meistens stellen sie keinen Käfig oder Ähnliches für die Wesenheit dar, sondern binden die Wesenheit an bestimmte Regeln, solange sie bei mir zu Besuch ist. Zwei Regeln, die ich in den Schutzbann mittlerweile immer einfließen lasse: "Du darfst nicht lügen, aber du musst nicht antworten und ich werde dir selbigen Respekt entgegen bringen." und "Du darfst ohne meine Zustimmung keine Invokation versuchen.". Entspricht vielleicht nicht den üblichen Methoden, aber eigentlich müsste doch sowas auch mit Dämonen funktionieren, oder?

@Sire THVBH: Ja, man kann mit einem Schutzkreis auch die Wesenheit schützen oder unterstützen. Mache ich z. B. wenn die Wesenheit sehr schwach ist, dass ich sie in meinem Schutzkreis mit Energie "füttere" und damit stärke.

Sabine Klauser - 7/10/2017 um 13:06

Hallo mein Name ist Sabine,
ich weiss, das sich für einen Schutzkreis am besten ein Dudenfuß eignet um Dämonen nicht herein zulassen.
Liebe Grüße Sabine

der Antichrist - 7/10/2017 um 14:33

komisch aber ich nehm immer den Drudenfuß ,und wenn du etwas aufgepasst hättest ,was glaubst du ist ein Pentagramm Ritual?

Hephaestos - 8/10/2017 um 15:17

Ich nehm Hühnerfuß.

Google Chicken foot Charm

20-1-30-40 - 9/10/2017 um 08:13

Ich fang immer mit Kreis an.

Formorian - 25/12/2018 um 11:48

Auf die Gefahr hin, mich hier ganz bös in die Nesseln zu setzen: Ich halte Schutzvorrichtungen aller Art für flüssiger als Wasser. Was sollen so ein paar Striche und Wasserplatscher auf dem Boden bewirken? Nicht mal Wespen werden davon abgehalten. Die beste, da einzige Verteidigung die Du hast liegt in Dir und nicht um Dir herum.
Und hältst Du es für guten Stil, jemanden zu Dir zu rufen und ihm gleich zu sagen: "Schön, dass du da bist, aber komm mir bloß nicht zu nahe!" ?
Wen wunderts, wenn der Gast dann sauer wird :D ?

Hephaestos - 25/12/2018 um 16:06


Zitat:
Ich halte Schutzvorrichtungen aller Art für flüssiger als Wasser. Was sollen so ein paar Striche und Wasserplatscher auf dem Boden bewirken? Nicht mal Wespen werden davon abgehalten. Die beste, da einzige Verteidigung die Du hast liegt in Dir und nicht um Dir herum.


Die Wasserplatscher bringen nichts. Es ist das, was in dir beim Wasserplatschen vorgeht. Es ist ein äußeres Symbol deiner inneren Haltung.

Für viele Menschen ist es einfacher, innerhalb einer Zeremonie zu Arbeiten und darauf zu vertrauen, das Wasserplatschen hilft. Darum gehts: Darauf zu vertrauen, das man geschützt ist. (Denke ich mir so)

Seraphine - 25/12/2018 um 17:02

Jetzt zur dritten Meinung:

Das Wasserplatschern bringt nur was, wenn das Wasser auch Transformiert wurde...

Ohne Arme keine Keks und ohne gelungene Weihe auch keinen gereinigten Raum...

Formorian - 26/12/2018 um 10:23


Zitat von Hephaestos, am 25/12/2018 um 16:06

Zitat:
Ich halte Schutzvorrichtungen aller Art für flüssiger als Wasser. Was sollen so ein paar Striche und Wasserplatscher auf dem Boden bewirken? Nicht mal Wespen werden davon abgehalten. Die beste, da einzige Verteidigung die Du hast liegt in Dir und nicht um Dir herum.


Die Wasserplatscher bringen nichts. Es ist das, was in dir beim Wasserplatschen vorgeht. Es ist ein äußeres Symbol deiner inneren Haltung.

Für viele Menschen ist es einfacher, innerhalb einer Zeremonie zu Arbeiten und darauf zu vertrauen, das Wasserplatschen hilft. Darum gehts: Darauf zu vertrauen, das man geschützt ist. (Denke ich mir so)

Ja, äußerliche Entsprechungen der eigenen inneren Standfestigkeit und Verteidigungsbereitschaft, ist schon klar.
Ich wundere mich halt nur darüber, welch seltsame Blüten dieser Schutzkult nun schon seit Jahrhunderten treibt; er ist fast schon zur eigenen magischen Diziplin mutiert.
Machen wir uns nichts vor: Jeder der den Weihrauch entzündet und mit Schwert, Stab oder Athame leuchtende Zeichen in die Luft und/oder auf den Boden zeichnet bekommt nen ganzen Eimer Paranoia gratis dazu. Nur allzu viele scheinen dabei ihren brav nach Anweisung gezogenen Schutzvorkehrungen blind zu vertrauen, anstatt sich zu vergegenwärtigen dass diese eben nur Symbole sind, Mentalkrücken, welche ihre eigene Kraft unterstützen sollen, nicht mehr. Sich selbst in Sicherheit wähnend stürzen sie sich in Evoks/Invoks und erstarren vor Entsetzen, wenn im rituellen Supergau ihre Kreise einfach verpuffen und sie zur Beute von Wahnsinn und Besessenheit werden. Hätten sie sich ihrer eigenen inneren Kraft mehr gewidmet und weniger der bloßen Mechanik wäre ihnen dies vielleicht erspart geblieben.
Ist es lebensmüder Größenwahn oder bewusste Deeskalation, wenn ich auf Kreise verzichte und in die Anderswelt rufe: "Erscheine, wenn Du es magst, und sei freundlich zu mir, denn ich biete meine nackte Kehle dem Biss des Chaos dar!"
Ist es nicht viel verwegener, den geladenen Gast durch ein übertriebenes Maß an "Schutz" zu provozieren?


[Editiert am 26/12/2018 um 10:34 von Formorian]

Dux Bellorum - 26/12/2018 um 12:49


Zitat von Obscuritas, am 26/8/2013 um 16:32
Hallo. Kennt sich hier irgend jemanden mit Schutzkreisen aus? Der muss wirklich effektiv genug sein um viele Dämonen und unter anderem auch starke Dämonen abzuhalten. Wenn ihr wissen wollt warum ich so ein Schutzkreis brauche, dann schreibt mir eine private Nachricht, da ich meine Beweggründe nicht öffentlich machen möchte. Bin dankbar an die, die mir eine hilfreiche Antwort geben können.

Lg, Obscuritas


Also als Schwarzmagier sperre ich lieber der weiße Geflügel,
also dieses Engelgesocks, aus :P
Dämonen aussperren macht für mich kein Sinn, schließlich
kann man mit denen prima zusammen arbeiten :cool:
Ein Schutzkreis macht nur so lange Sinn, solange Du
energetisch stärker bist, bzw. solange Du mit Deinen
Dir gegebenen Kräften, ein stärkeres Kraftfeld aufbauen
kannst. Effektiver ist der Visuelle und energetische Kampf,
wenn man schneller ist.

Dunkle Grüße und xeper wünscht Dux )O(

Cruihn - 26/12/2018 um 12:59

Also ich arbeite auch seit Jahren mit Wesenheiten und Reisen ohne irgendwelche Kreise.
Wenn man mal jemanden trifft der einem wirklich etwas will (meistens ist es ja eher ein "beschnuppern" oder Testen), dann muss man sich eh auf sein Innerstes verlassen. Zumindest ist das meine Erfahrung mit dem Thema.

Formorian - 26/12/2018 um 13:13

Ich denke, das märchenhaft schlechte Gewissen mittelalterlicher Weißlichtadepten führte zu all diesem. Man wollte etwas von diesen Wesen, aber gleichzeitig waren sie einem auch absolut pfui. Zwang erschien als angebracht, Kettenflüche als Argumentation, und hatte man dem Wesen abgerungen was man von ihm erwartete konnte es bedenkenlos "zum Teufel gejagt" werden.
Niemals wären diese Leutz auf die Idee gekommen, es mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe zu versuchen.

Ilidir - 22/2/2019 um 01:30

M.E. ist die Hauptaufgabe der Schutzkreise bei einer Dämonenbeschwörung eher der "Schutz" der Materialisation des Dämons. Damit der beschwörte Dämon eine höhere Präsenz in dieser Welt bekommt, braucht man künstliche besondere Bedingungen, die von der nicht-magischen Umgebung isoliert werden müssen. Dafür werden Schutzkreise verwendet.
Das Anfertigen dieser Kreise ist eine komplizierte Kunst...

Cruihn - 23/2/2019 um 00:08

Irgendwie hab ich ein Problem mit dieser "schwarz" "weiß" einordnung. So geh ich einfach nicht ran an "Beschwörungen" da dass meiner Meinung nach schon Probleme indiziert.
Ich bring doch nicht absichtlich "meine" unterbewussten Probleme mit in eine magische Arbeit.

Oder ist das jetzt Mode?

20-1-30-40 - 24/2/2019 um 21:52

Das kommt sicherlich dadurch das die wenigsten diese Einteilung als "Ihr Problem" oder "Ihre Einteilung" verstehen. Es wird die Landkarte mit dem Gelände verwechselt.

Eldr - 26/2/2019 um 11:05

All diese komplexen Beschwörungen gehen meines Erachtens auf zwei Ursachen zurück: Die Angst und der Wunsch nach Kontrolle.
Ich verallgemeiner es hier ein wenig, da es ja unterschiedliche Einstellungen zu dem Thema Wesenheiten gibt.
Doch egal ob sie nun als ein Aspekt der eigenen Persönlichkeit sind, oder als etwas eigenständig existierendes betrachtet werden, der Grund etwas zu beschwören, liegt darin etwas davon zu erhalten. Meist Dinge die der Beschwörer allein nicht erreichen kann. Und damit befindet man sich ja schon in einer unangenehmen Position: denn man gibt ja zu sich der Hilfe von jemand anderem bedienen zu müssen.
Wer kann einem versichern, dass dieses Wesen in meinem Sinne handelt?
Woher weiß ich ob ich das richtige Wesen beschworen habe?
Usw.
Damit nimmt dieses unangenehme Gefühl die Gestalt von Angst an. Angst davor hilflos zu sein, Angst davor die Kontrolle zu verlieren, Angst davor schaden erleiden zu können.
Und dies weckt dann das Bedürfnis nach Kontrolle.
Der bekannteste Weg zu dieser Kontrolle ist es die Dinge zu analysieren und in Schubladen zu packen(schwarz und weiß, gut und böse ect). Denn das Denken nach Kategorien vermittelt Sicherheit.
Und wenn man etwas beschwören will nimmt man den Inhalt dieser Schubladen und formt daraus eine ellenlange Formel, die alle Sicherheitslücken abdecken soll und das Wesen dazu zwingen den Wunsch des Beschwörers in jedem Fall zu erfüllen.
Dieser Zwang wiederum ist erneute Nahrung für die Angst, denn was erwartet man wenn man ein Wesen in diese Realität zieht und in Ketten legt?
Richtig, Auflehnung. Und um das zu verhindern versüßt man das Ganze mit einem Handel. Dadurch erscheint der Ganze Akt als fair und man muss keine Angst haben, dass das Wesen Rache nehmen. Doch damit wurde nur ein anderer Aspekt der Angst in den Mittelpunkt: die Angst vor Betrug.
Und damit geht es wieder von vorne los, neue Beschwörungen müssen her..usw Diese Angst wird in ihren Ergebnissen reflektiert.
Die Ansichten der Religion dazu bestärkten dies natürlich nur. Zudem fühlen sich viele Praktizierende erhaben, da sie ja auf uralte und komplexe Formeln zurückgreifen, die "einfache Gemüter" nicht verstehen können.
Verteht mich nicht falsch: Richtig angewendet mit einer positiven Intention , kann der Schutzkreis und die Formel die Atmosphäre für den Beschwörer und den Beschworenen äußerst angenehm gestalten (bitte nicht die Vorstellungen von Licht- und Liebesleuten einfügen, das wäre das andere Extrem) , doch meistens klammern sich die Menschen daran fest um die Kontrolle über ihre Ängste zu gewinnen.
Damit wird aus der ganzen Angelegenheit statt einer Übereinkunft ein Kampf gegen das Wesen und gegen sich selbst. Und deshalb brauchen diese Leute den Schutzkreis, nicht nur um sich von außen zu schützen, sondern auch um sich vor den eigenen negativen Schwingungen abzuschotten.
Das klappt jedoch nicht wirklich und die darauf folgende Beschwörung nimmt diese Negativität auf und so entstehen häufig dämonische Wesen vor denen dann wirklich Schutz benötigt wird, was wiederum die negative Haltung des Beschwörers mit Erfahrungen festigt und sich damit in der ganzen Sache verstrickt und abhängig von diesen Systemen und Schubladen wird. Diese Leute können ab da gar nicht mehr anders an die Sache rangehen und sind dadurch der Überzeugung anders ginge es nicht.

Ich entschuldige mich für die Langatmigkeit des Textes, ich lasse mich bei solchen Themen gerne davontragen.
Und ich brauche dringend Koffein... ☕


[Editiert am 26/2/2019 um 11:28 von Eldr]

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