Thema: Tod - Leben vor nach dem Tod - Angst?

Forum: Alles was sonst nicht passt

Autor: flachzange94  


flachzange94   - 11/7/2011 um 19:07

Hallo Menschen

mich würde zum einen interessieren ob ihr an ein Leben vor der Geburt bzw nach dem Tod glaubt wenn ja ... habt ihr da bestimmte Theorien oder Vorstellungen?

und zum anderen habt ihr Angst vor dem Tod?

Ich glaube dass es etwas vor und nach dem Tod gibt aber was es genau ist, weiß ich auch nicht ... aber ich stelle mir das nicht vor wie Himmel und Hölle ... sondern i.wie "frei" und endlos vor ...

naja und zum anderen ... habe ich eig. keine Angst vor dem Tod ..doch eine Sorge trage ich mit mir herum .... wenn ich zB einen Unfall habe und merke es geht mit mir zu Ende würden mich die Gedanken an meine Familie und so die über mich trauen ...erdrücken .... das is für mich eig. das schlimmste daran ...iwie und naja zum anderen dass ich mit dem Tod konfrontiert werde in der Hinsicht dass ich eine Person verliere die mir sehr nah geht diesen leblosen klaten Körper derPerson vorzufinden und zu wissen ... das war es ...es is vorbei ...

white866 - 12/8/2011 um 08:36

hauptsächlich glaube ich an ein leben vor der Geburt und nach dem Tod, eine berühmte Theorie dafür ist Buddismus.
Ich hab angst vor dem Zwang aller Art anstatt dem Tod. bin ein Freiheit-Streber..

Crater - 12/8/2011 um 08:50

so ich sag mal meine ansicht ^^

ja, menschen werden wiedergeboren, und der geist behält die erinnerungen teilweise oder komplet.
inkanierte wesen aber, kommen wieder in den vorrigen zustand zurück, indem sie waren befor sie inkanieren, wenn sie wieder inkanieren, kommen sie wieder in das system der

Angst `?
Ne woher auch und wiso sollte man ^^ nach dem tot geht es nur weiter
Probleme bekommt man erst, wenn die seele angegriffen wird

PieOPah - 12/8/2011 um 08:57

Glaubensfragen im Magie-Forum - auch mal was Neues!

Zwischen Glaube und Wissen besteht ein Unterschied. Definiert ist Glaube (grob übersetzt) als ein Vorgang, bei dem man das, woran man glaubt, nicht sehen kann. Merkmale des Glaubens: Hoffnung, Erwartungs(-haltung), Unsichtbarkeit...

Für mich gilt demnach der Glaubensgrundsatz nicht, weil ich weiß, daß es sowohl ein Leben vor dem Leben und ein Leben nach dem Leben gibt. Blöder Satz, aber ich weiß grade nicht, wie ich es in der Sprache ausdrücken kann, ohne nen gänzlich andren Sinn mit drunter zu basteln.

Angst vor dem Tod ist eine individuelle Geschichte. Angst vor dem körperlichen Tod habe ich im Prinzip nicht - mit der Ausnahme, daß ich mir einen langen und qualvollen Tod natürlich nicht wünsche. Ist in meinem Fall aber ausgeschlossen, also brauche ich auch keine Angst vor dem körperlichen Tod zu haben. Ist wie Schlafen: Augen zu, Augen auf und fertig.

Auch vor einer dauerhaften Nicht-Existenz habe ich nicht wirklich Angst, ich empfinde den Gedanken, aus dem Zyklus von Inkarnation, Reinkarnation und Existenz in welcher Form auch immer, herausgenommen zu werden, nicht beängstigend. Wenn man nicht mehr ist, kann man auch nichts vermissen, man ist einfach nicht mehr da. Schlimmer fände ich es, in einem ewigen Kreislauf aus Inkarnationen gefangen zu sein, mit immer dem gleichen Muster an schwierigen Umständen. Der Gedanke macht mir, wenn überhaupt, mehr Angst, als der Tod im allgemeinen Verständnis.

Aus meiner Arbeit weiß ich, daß Leute vom eigentlichen Tod nicht viel mitbekommen, sie landen einfach auf der nächsten Existenzstufe, erinnern sich noch an die letzten Ereignisse vor dem Finale und dann geht das "neue" Leben in irgend einer Form für sie weiter. Allerdings ist das nicht in allen Fällen so, ich kenne dieses Szenario nur aus dem, was die Menschen als "Paradies" verstehen. Dort läuft es jedenfalls so.

Wer Angst vor dem Tod hat, hat meines Erachtens eigentlich Angst vor dem "Unbekannten". Neue Erfahrungen sind aber eigentlich was gutes - man kann draus lernen....

LoS - 12/8/2011 um 09:42


Zitat von PieOPah, am 12/8/2011 um 08:57

Wer Angst vor dem Tod hat, hat meines Erachtens eigentlich Angst vor dem "Unbekannten". Neue Erfahrungen sind aber eigentlich was gutes - man kann draus lernen....


Ich denke es geht noch weiter als nur die Angst vor dem Unbekannten. Die meisten, die Angst haben zu sterben, fürchten sich eher davor nicht so richtig gelebt zu haben, wenn es soweit ist. Also ihr Leben und die Möglichkeiten zu verpassen, sich selbst nicht in die Form gebracht zu haben nach der sie sich schon immer gesehnt haben, usw. Deswegen ist die Angst vor dem Tod letztlich auch loswerdbar - bring mal einen Menschen dazu, daß er sein Leben wirklich frei und wirklich glücklich lebt, dann bleibt von der Angst nicht mehr viel.

Was die neuen Erfahrungen angeht, geb ich Dir recht. Ich bin gewissermaßen neugierig was danach passiert. Körperlich gibt es sicher angenehmeres als den Übergang, aber ich freu mich ein wenig auf die alle so beschäftigende Frage, die Antwort zu finden, für mich selbst. Ich würd ja Fotos machen und All-Inclusive reservieren, aber soweit ist es noch nicht. Hm, wär eigentlich mal was.. "Jenseits Tours - Buchen Sie heute, sterben Sie morgen" :D

Serafia_Serafin - 12/8/2011 um 10:58

Nicht nur die Angst, etwas nicht mehr erreichen zu können - ich denke, es ist auch die Angst, alles Erreichte los lassen zu müssen. Wie geht es wohl jemanden, der sein Leben lang geschuftet hat, um möglichst viel Geld zusammen zu schaufeln?

(Ich lese gerade Chatwin, und ich fand die Äußerung des einen Paters, dass Besitz gefährlich sei und zu sehr fesselt, sehr beeindruckend.)

Ich hoffe, dass nach dem Tod gar nichts kommt. Keine Reinkarnation, kein Himmelreich keine weitere Ebene, nur: Nichts. Vielleicht, der Genugtuung halber das Wissen in der letzten Sekunde, dass man es nun "geschafft" hat. Oder vielleicht, dass man noch mitkriegt, wie man in das große alles wieder eingeht...

PieOPah - 12/8/2011 um 11:47

Der Wunsch nach "Nichts" als nächste Stufe des Seins ist auch für mich manchmal ziemlich verlockend. Ruhe auf Ewigkeit - das klingt irgendwie schön. Allerdings musste ich mir von einigen "Kollegen" diesen Zahn ziehen lassen, weil ich nun mal nicht als unabhängige Entität existiere, sondern es Verbindungen zu andren Wesen gibt - nicht unbedingt von mir ausgehen, aber andre Wesen, die meine Entität zu schätzen gelernt haben. Würde sich mein zeitweiser Wunschtraum realisieren lassen, hätte das auf die andren einen negativen Einfluss, weil sie mit einem Verlust klarkommen müssten, den sie so nicht hinnehmen wollen - jedenfalls im Augenblick nicht.

Allerdings habe ich im Laufe meines Seins gelernt, daß wirkliche Freiheit darin besteht, sich wirklich von allem zu lösen, um eine neue Form der Gebundenheit oder besser Verbundenheit zu erlangen. Insofern ist die Angst vor dem Tod auch oft eine Verlustangst. Befreit man sich von "Besitzdenken", befreit man sich in gewisser Weise auch von der Todesangst. Mit gefällt aber die Auslegung nicht, daß Besitzlosigkeit damit einhergehen muss. Natürlich darf man im irdischen Dasein Dinge "besitzen", nur darf man sich nicht an diese Dinge binden, wenn man nicht das Risiko eingehen will, sich selbst gefangen zu nehmen.

Alles und Nichts - 12/8/2011 um 12:47


Zitat von PieOPah, am 12/8/2011 um 11:47
Der Wunsch nach "Nichts" als nächste Stufe des Seins ist auch für mich manchmal ziemlich verlockend. Ruhe auf Ewigkeit - das klingt irgendwie schön. Allerdings musste ich mir von einigen "Kollegen" diesen Zahn ziehen lassen, weil ich nun mal nicht als unabhängige Entität existiere, sondern es Verbindungen zu andren Wesen gibt - nicht unbedingt von mir ausgehen, aber andre Wesen, die meine Entität zu schätzen gelernt haben. Würde sich mein zeitweiser Wunschtraum realisieren lassen, hätte das auf die andren einen negativen Einfluss, weil sie mit einem Verlust klarkommen müssten, den sie so nicht hinnehmen wollen - jedenfalls im Augenblick nicht.

Allerdings habe ich im Laufe meines Seins gelernt, daß wirkliche Freiheit darin besteht, sich wirklich von allem zu lösen, um eine neue Form der Gebundenheit oder besser Verbundenheit zu erlangen. Insofern ist die Angst vor dem Tod auch oft eine Verlustangst. Befreit man sich von "Besitzdenken", befreit man sich in gewisser Weise auch von der Todesangst. Mit gefällt aber die Auslegung nicht, daß Besitzlosigkeit damit einhergehen muss. Natürlich darf man im irdischen Dasein Dinge "besitzen", nur darf man sich nicht an diese Dinge binden, wenn man nicht das Risiko eingehen will, sich selbst gefangen zu nehmen.


aus persönlicher erfahrung mache ich einen unterschied zwischen ruhe (= betäubung) und frieden (in frieden sein, mit dem was ist). in letzter konsequenz bist du unabhängig, es gibt im "außen" niemanden. wenn du sagst, es gibt noch andere, die etwas von dir wollen, ist das eine falle, um das alleinsein zu vermeiden. alleinsein verstehe ich wie besitzlosigkeit. die menschliche form kann dinge verwenden, der geist nimmt sie in besitz (mein partner, mein auto, mein körper, ...), die loslösung führt zu einen geistlosen geist. der geistlose geist ist alleine mit sich, in sich gebunden. es ist besitzlos. obwohl es besitzlos ist, verwendet es ein auto, .... . obwohl es in sich alleine ist, ist es mit menschen, genauer sind die menschen in es.

was vor und nach dem körperlichen tot ist, können wir nicht wissen. ich vermute das allumfassende nichts gottes. menschen haben angst davor, weil niemand innen beibringt loszulassen und in nicht-wissen des nächsten momentes zu sein.

der tod ist aber ein tor.
es gibt zwei tode, meistens fallen sie zusammen.
selten ist der tod des geistes vor dem körperlichen tod.


[Editiert am 12/8/2011 um 13:35 von Alles und Nichts]

PieOPah - 12/8/2011 um 13:42

Dieser Antwort kann ich so nicht zustimmen.

1. Na klar gibt es die Möglichkeit zu wissen, was "danach" kommt - nur ist es aus menschlicher Sicht selten.

2. Selbstverständlich kann dem körperlichen Tod der geistige Tod lange vorausgehen. Schon mal auf der Erde geguckt, wie viele Zombies da rumrennen?

Eliphas Leary - 12/8/2011 um 16:51


Zitat von flachzange94, am 11/7/2011 um 19:07

mich würde zum einen interessieren ob ihr an ein Leben vor der Geburt bzw nach dem Tod glaubt wenn ja ... habt ihr da bestimmte Theorien oder Vorstellungen?


Persönliche Erklärung: das altgriechische Wort "Hades" bedeutete "unsichtbar", bevor es mit dem Totengott und dem Totenreich verbunden wurde. Schaut man sich an, wie viel Aufwand betrieben wurde, die Verstorbenen mythisch weit von sich weg zu schicken, und sich gleichzeitig vorszustellen, daß es ihnen da "weit weg" doch sehr gut geht (oder sie dort aber übelst bestraft werden), kann man eventuell zu schmunzeln anfangen.
Persönlich glaube ich, daß die "Geister" der Verstorbenen sozusagen in der Erinnerung der Lebenden weiterexistieren. Wobei ich da ein wenig Anleihen an der Vulgärpsychologie mache und diese Weiterexistenz auch im "Unbewussten" geschehen kann. Die Geister der Verstorbenen sind für mich also ständig um uns und in uns, sie sind die "Unsichtbaren".

Erstaunlich dabei ist, wenn man sich einmal vor Augen hält, daß die Leute schon längst verstorben sind, die die Gesetze geschrieben haben, nach denen wir leben. Unser tägliches Leben wird also maßgeblich von den Toten bestimmt. Und das nicht nur durch Gesetze, sondern auch durch viele andere Verhaltensregeln, die uns selbstverständlich erscheinen... aber alles wirkt "selbstverständlich", solange man es nicht kritisch hinterfragt.
An ein "Leben vor dem Leben" glaube ich nicht. Kann aber gut sein, daß ich mich da irre.


Zitat von flachzange94, am 11/7/2011 um 19:07

und zum anderen habt ihr Angst vor dem Tod?


Nein, aber vor dem Sterben.


Zitat von flachzange94, am 11/7/2011 um 19:07

naja und zum anderen ... habe ich eig. keine Angst vor dem Tod ..doch eine Sorge trage ich mit mir herum .... wenn ich zB einen Unfall habe und merke es geht mit mir zu Ende würden mich die Gedanken an meine Familie und so die über mich trauen ...erdrücken .... das is für mich eig. das schlimmste daran


Nun, ich habe einige Zeit als Bestatter gearbeitet und kann aus der Erfahrung mit Kunden (damit sind die Lebenden gemeint, die nachher die Rechnung zahlen) sagen, daß Trauer ein Ausdruck von Liebe ist. Wo keine Liebe gewesen ist, da wird auch nicht getrauert.
Natürlich ist ein Sterbefall schlimmer, je jünger der Verstorbene ist. Das ging soweit, daß unser ganzes Büro von Trauer erfüllt war, wenn ein verstorbenes Kind in der Kühlung lag. Auch junge Menschen (bis ca. 30) haben die Stimmung gedrückt. Andererseits geben sich Bestatter besondere Mühe, wenn es darum geht, diese zu jung verstorbenen Menschen für die Trauerfeier und/oder eine Verabschiedung am offenen Sarg vorzubereiten. Denn es ist ein gutes Gefühl, wenn man den Eltern dabei helfen kann, noch einmal in Würde von ihrem Kind Abschied zu nehmen.
Um Dir also Deine Sorge etwas zu erleichtern: Einerseits gehört Trauer dazu, andererseits hilft sie Menschen, sich auf die wesentlichen Dinge zu besinnen. So hilft jeder Verstorbene dabei, die Gesellschaft ein wenig zusammen zu bringen.


Zitat von flachzange94, am 11/7/2011 um 19:07
...iwie und naja zum anderen dass ich mit dem Tod konfrontiert werde in der Hinsicht dass ich eine Person verliere die mir sehr nah geht diesen leblosen klaten Körper derPerson vorzufinden und zu wissen ... das war es ...es is vorbei ...


Der Körper eines Verstorbenen ist entspannt und wirkt sehr friedlich, tröstlich. Konfrontiert mit dem Anblick eines Verstorbenen kann man verstehen, daß Ängste, Erwartungen und Vorstellungen niemals mit der Realität übereinstimmen, und gerade bei derart emotionalen Themen wie dem Tod wird durch die Konfrontation mit der Realität klar, wie sehr die Emotionen diese Erwartungen verfärben.


[Editiert am 15/8/2011 um 11:06 von Eliphas Leary]

Alles und Nichts - 13/8/2011 um 12:33


Zitat von PieOPah, am 12/8/2011 um 13:42
Dieser Antwort kann ich so nicht zustimmen.

2. Selbstverständlich kann dem körperlichen Tod der geistige Tod lange vorausgehen. Schon mal auf der Erde geguckt, wie viele Zombies da rumrennen?


es ist genau anders herum.
durch den geistigen tod vor dem körperlichen tod wirst du vom zombie zum lebenden.

Vau - 13/8/2011 um 17:34

@Alles und Nichts:Eine Erläuterung des Inhaltes deiner vorangegangenen Aussage erscheint mir interressant;-zum Beispiel?


[Editiert am 13/8/2011 um 17:35 von Vau]

Alles und Nichts - 13/8/2011 um 18:02


Zitat von Vau, am 13/8/2011 um 17:34
@Alles und Nichts:Eine Erläuterung des Inhaltes deiner vorangegangenen Aussage erscheint mir interressant;-zum Beispiel?


die strukturen des egos fixieren den fluss des lebens, es will das leben nach eigenem willen steuern - eigenwille. wenn die strukturen des egos wirken und ein sucher bewusst hinfühlt wird sie/ er phänomene von betäubung, schwere, erstarrung, kälte, kontrolle, .... wahrnehmen. bei einem feineren hinfühlen/ sehen kommt man in einen raum des nicht-fühlens wollen. das ist ein wenig paradox, da nicht-fühlen gefühlt wird. all diese phänomenen, die ein ausdruck der fixierung sind, haftet der geschmack von tot an. das erschreckende ist, das 99,99% der menschheit in einer fixierung leben und es nicht mitbekommen, weil sie dauernt damit beschäftigt sind, dass hamsterrad anzutreiben, um irgend jemand zu werden, um irgend etwas zu erreichen.

ein zombi ist ferngesteuert, leblos, erstarrt, kalt, ..... = ego.

erst wenn die strukturen des egos sich aufzulösen beginnen, kehrt lebendigkeit in fühlender anwesenheit zurück, fließen, prickeln, pulsieren, alles falsche verbrennendes feuer, bis nur noch das reine "ich bin" ist. unpersönliche lebendigkeit, die sich frei von den fesseln des eigenwillens ausdrückt.


[Editiert am 13/8/2011 um 18:07 von Alles und Nichts]

PieOPah - 13/8/2011 um 18:12

Ich habe heute mal wieder mehrfach feststellen müssen, wie schwer die deutsche Sprache ist.

Ego und Zombi haben in meinem Sprachgebrauch keinen Zusammenhang, weil ein Zombi eine seelenlose körperliche Hülle ist, die nur "fremdgesteuert" herumläuft. Wir sagen auch dazu, daß es sich um Leute mit leerem Blick handelt - weil nix mehr drin ist.

Ego ist ja eine Form von "Ich" bzw. "Du", ein Zustand, der im Sinn auch mit "Erleuchtung" zusammenhängt. Verliert man das "Ego", geht man in das "Wir" über, wird aber zu einer willenlosen Gestalt. Willenlos zu sein, ist nicht schlimm, aber in Bezug auf Menschen ist es nicht so gut. Eine eigene Steuerung zu haben, kann von Vorteil sein, denn es sei die Frage erlaubt, wer in der "Wir"-Steuerung die Dominanz hat. Gibt ja auch kollektive Dissonanz, bei der es gut ist, wenn man sich ihr entziehen kann. Das setzt aber ein Ego voraus.

Wie so oft scheint es sich um gänzlich gegensätzliche Sinnbedeutungen der Worte zu handeln...

Alles und Nichts - 14/8/2011 um 08:28


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12
Ich habe heute mal wieder mehrfach feststellen müssen, wie schwer die deutsche Sprache ist.


wenn wir sprache als die landkarte der erfahrungen (des egos) betrachten kommen wir zum schluss, dass wir niemals über die landschaft sprechen.


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Ego und Zombi haben in meinem Sprachgebrauch keinen Zusammenhang, weil ein Zombi eine seelenlose körperliche Hülle ist, die nur "fremdgesteuert" herumläuft.


nur weils in deinem sprachgebrauch so ist, .....
wenn du meinen beitrag genau liest, wirst du das wort ferngesteuert finden. im allgemeinen und oberflächlichen sprachgebrauch würde ich mal aus meiner landkarte ganz stark vermuten, dass es da einen zusammenhang gibt. bei einer statistischen auswertung mit einer entsprechend großen stichprobe würde es wahrscheinlich sogar ein korrelatation in der nähe von 1 geben.


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Wir sagen auch dazu, daß es sich um Leute mit leerem Blick handelt - weil nix mehr drin ist.


das wissen aus schlechten romanen und filmen?
ich empfehle mal die durchführung einer zombifizierung.

in der karibik soll es auch menschen geben, die mal zombi wahren. jetzt können wir darüber streiten ob die seele zurückgeholt wurde oder nur unterdrückt war. aufgrund meiner erfahrung würde ich auf zweiteres tippen. daraus folgt aber, es ist sehr wohl noch was drin, es ist nur sehr weit in den hintergrund geschoben worden.


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Ego ist ja eine Form von "Ich" bzw. "Du", ein Zustand, der im Sinn auch mit "Erleuchtung" zusammenhängt.


ego = ich bzw. du, da stimm ich dir zu.
ich =(bzw.) du, da stimm ich dir zu
vom erleuchteten zustand aus gesprochen, ist das "ich" eine substanzlose illusion. zu etwas, dass keine substanz hat, kann auch keine beziehung eingegangen werden. also gibt es auch keinen zusammenhang. aus der perspektive des ichs gesprochen, ist das nun wieder ein klein wenig anders. das führt jetzt aber echt zu weit.


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Verliert man das "Ego", geht man in das "Wir" über, wird aber zu einer willenlosen Gestalt.


ich = du
wenn das "du" gleich "ich" ist, kann der verlust des "ich" niemals zum "wir" führen.


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Willenlos zu sein, ist nicht schlimm, aber in Bezug auf Menschen ist es nicht so gut. Eine eigene Steuerung zu haben, kann von Vorteil sein, denn es sei die Frage erlaubt, wer in der "Wir"-Steuerung die Dominanz hat.


willenlos ist so ein begriff, den du nun etwas genauer erklären müsstest. meinst du mit willenlos die abwesenheit einer intention oder die abwesenheit von willensfreiheit. dass das ego, auch wenn es eine illusion ist, eine intention hat, will ich nicht abstreiten. beim thema willensfreiheit solltest du dir die aktuellen wissenschaftlichen ergebnisse der neuropsychologie zu gemüte führen. was "wir" hatten wir ja schon. aber in der illusion hat das "ich" die steuerung.


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Gibt ja auch kollektive Dissonanz, bei der es gut ist, wenn man sich ihr entziehen kann. Das setzt aber ein Ego voraus.


Satz 1: da stimm ich dir doch glatt mal zu.
Satz 2: Falsch


Zitat von PieOPah, am 13/8/2011 um 18:12

Wie so oft scheint es sich um gänzlich gegensätzliche Sinnbedeutungen der Worte zu handeln...


richtig. stellt sich nur die frage, welche landkarte besser zu landschaft passt. ich glaub, dass ergebnis deiner und meiner antwort kenn ich schon.

Seelenfluegel - 17/8/2011 um 17:40

Ansichten zum Thema "Tod":


http://www.seelenfluegel.net/tod.html

Alichino - 18/8/2011 um 12:06

Hallo flachzange94,


Zitat von flachzange94, am 11/7/2011 um 19:07

mich würde zum einen interessieren ob ihr an ein Leben vor der Geburt bzw nach dem Tod glaubt wenn ja ... habt ihr da bestimmte Theorien oder Vorstellungen?


In seinem Zustand von Vollkommenheit, von absolutem Gewahrsein
ist ES sich seines Gewahrseins nicht gewahr.

Alsdann beginnt sich mit der Geburt das Bewusstsein zu regen
und die Traum-Schöpfung beginnt.

Der Körper durchläuft seine ihm zu geteilte Lebenszeit, bis er ebenso spontan wie er erschienen ist wieder verschwindet und das Bewusstsein, sich seiner selbst nicht länger bewusst, wieder mit dem absoluten verschmilzt.

Niemand wird geboren und niemand stirbt.

Denk mal nach, die Grundlage von allem ist Bewusstsein, jenseits des Bewusstseins ist Nichts.

Dein Verstand ist eine Erscheinung in deinem Bewusstsein und Gedanken sind eine Ausprägung des Verstandes, wenn du nicht bei Bewusstsein bist hast du auch keine Gedanken.

Gedanken, Emotionen, Wahrnehmungen, Vorstellungen, Träume usw. einfach ALLES erscheint innerhalb des Bewusstseins, wenn du nicht bei Bewusstsein bist, gibt es nichts davon.

Vor der Geburt und nach dem Tod verweilt das Bewusstsein in einem Zustand von absolutem Gewahrsein ohne das ES sich seines Gewahrseins gewahr ist.




Zitat von flachzange94, am 11/7/2011 um 19:07

und zum anderen habt ihr Angst vor dem Tod?



Nur Körper werden geboren und sterben! Ich selbst habe erkannt das ich reines Bewusstsein bin.

Das wovon geglaubt wird das es wiedergeboren wird, ist der Verstand, doch der Verstand ist lediglich eine Erscheinung innerhalb des Bewusstseins so lange es sich seiner selbst Bewusst ist.

Wie kann es Wiedergeburt geben für jemanden der nicht geboren wird?


Aber egal, dass ist ja nur meine bescheidene Meinung dazu!


Lieben Gruß Alichino

Dieses Thema kommt von : Magie-Com & Templum Baphomae
https://www.magie-com.de

URL dieser Webseite:
https://www.magie-com.de/modules.php?name=aBoard&file=viewthread&fid=52&tid=2817