Thema: Jugendschutz/Zensur ...

Forum: Regeln und Abmahnungen

Autor: JessayahX


JessayahX - 13/1/2005 um 19:52

Strafbar ist nach § 184 StGB Verbreitung von pornographischen Schriften. Hierbei muß zwischen "einfacher" und "harter" Pornographie, sowie Kinderpornographie unterschieden werden. "einfache" Pornographie ist nicht verboten. Aus Gründen, die überwiegend dem Schutze der Jugend dienen, ist ihr Vertrieb jedoch gewissen Regelungen unterworfen. "Harte" Pornographie sowie Kinderpornographie sind in Deutschland verboten.
Besonders streng ist in Deutschland das Strafrecht, wenn rassistische und nationalsozialistische Äußerungen verbreitet werden. §130 StGB sieht Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vor.
Die Verbreitung ehrverletzender Äußerungen fällt unter die §§ 185 bis 189 StGB. Wer üble Nachrede in Newsgroups oder auf WWW-Seiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht, dem drohen bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.
Auch die Urheberrechte gelten im Internet. § 106 des Urheberrechtsgesetz (UrhG) droht jedem, der geschützte Bücher, Texte, Filme, Musik oder Computersoftware unbefugt kopiert und/ oder veröffentlicht mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.
Weiterhin ist das Datenschutzgesetz (BDSG) für Veröffentlichungen im Internet relevant. Persönliche Daten anderer Personen (mit zusätzlichen Angaben) dürfen nicht ohne deren Zustimmung veröffentlicht werden.


Zur Zensur: Artikel 5 des Grundgesetzes sagt: "Eine Zensur findet nicht statt". Dennoch greift der Staat in vielerlei Hinsicht in die Meinungsfreiheit ein: Er verbietet z.B. die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts. Obwohl dieses Verbot gemeinhin als "Zensur" angesehen werden könnte, ist es dennoch keine Zensur im Sinne der deutschen Verfassung. Der Verfassungsgeber hat seine Definition des Zensurbegriffs in Artikel 5 schlüssig dargelegt: Er versteht unter Zensur nur die Vorzensur. Diese setzt die Einrichtung einer Behörde, der alle geplanten Veröffentlichungen zur Genehmigung vorgelegt werden müssen, voraus. Eine "Nachzensur" durch Einziehung und Verbot entsprechender bereits existierender Publikationen ist erlaubt und von der Verfassung gedeckt. Der verfassungsrechtliche Zensurbegriff umfasst diese Nachzensur nicht. Artikel 5 sagt nämlich auch: "Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre".

Zum Thema Minderjährige auf der Magie-Com:

Ein wichtiges Thema ist der Jugendschutz im Internet. Wohingegen Erwachsene in der Regel selbst entscheiden können welche Angebote sie nutzen möchten, sollten Kinder und Jugendliche vor bestimmten Angeboten geschützt werden. Die Verantwortung für den Online-Zugang des Kindes liegt hierbei ganz klar bei den Eltern. Wer sein Kind unbeaufsichtigt und ohne geeignete Schutzmechanismen surfen läßt, darf sich nicht wundern wenn dieses nicht-jugendfreie Angebot rege nutzt. Die beste Möglichkeit dies zu verhindern ist natürlich den Besuch im Internet nur zusammen mit einem Elternteil zu erlauben. Weiterhin steht den Eltern mittels geeigneter Software die Möglichkeit offen, Zugriffe auf bestimmte Angebote im Netz zu sperren. Beispiele für diese Art der Kontrollsoftware sind Cyberpatrol, CYBERsitter, NetNanny und SurfWatch. Die genannten Programme sperren den Zugriff auf bestimmte indizierte Web-Seiten. Beim Einsatz der Dienstprogramme ist jedoch zubeachten das die jeweilige Software keinen 100%igen Schutz für das Kind oder den jugendlichen Surfer darstellen. Das Internet ist zu groß und zu dynamisch, als daß es komplett erfaßt werden könnte und oftmals wechseln Anbieter mit pronographischen Material häufig den Server. So ist zusätzlich zum Kontrollprogramm die regelmässige Überprüfung des Online-Treibens von Kindern und Jugendlichen durch die Eltern erforderlich.


Quelle: http://www.op.dlr.de/~auriga/krisen/zensur/

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