Thema: Traumreise

Forum: Schamanismus, Traumreisen...

Autor: Kahun


Kahun - 3/12/2008 um 11:23

Ich habe schon öfter "Traumreisen" unternommen. Anfang einfach mal nur um zu sehen, was so passiert, später mit Fragen.

Meine letzte Reise gibt mir Rätsel auf, ich weiß gerade nicht was ich damit anfangen soll.

Ich habe meine Reise wie immer begonnen, eine Rüge von meinem "Führer" bekommen, weil ich etwas vergessen habe und bin dann auf einer Wiese gelandet.
Die Reise war kurz.
Ich kam auf die Wiese und war ein Tier. Ich war sehr erstaunt, wußte nicht was ich bin. Ich hab mich angesehen, haarige Beine...ich dachte ein Hund oder ein Wolf, aber ich war ein junger brauner Bär. Tappsig. Eine große Bärin (ein brauner Bär ist mein Krafttier) war hinter mir.
Ich bin losgelaufen, habe mir die Pflanzen und Insekten angesehen. Gräser haben mich an der Nase gekitzelt. Es war spannend, und abenteuerlich. Ich hab mich sehr sicher und behütet gefühlt, die Bärin war immer hinter mir. Ich hatte das Gefühl sie bewacht mich.
Plötzlich hat sie mich von hinten angefallen und das Genick zerbissen. Sie hat mich getötet.
Dunkel, die Reise war vorbei, ich war am Ausgangsort zurück. Alleine.

Snowwulf - 3/12/2008 um 16:12

Hallo Kahun,

Normalerweise "töten" Totemtiere nicht ihre Begleiter. Sie züchtigen sie zwar gerne, um ihnen zu zeigen, dass sie etwas falsch gemacht haben oder damit sie etwas lernen.

Naja.. Als Bärin unterwirfst du dich aber auch deinem Totem... Du hast offensichtlich durch dein Totem lernen sollen, wie dein Totem fühlt. Es wollte dir wohl zeigen, wie es sich fühlt, wenn du etwas machst.. und dass du ggf. mehr hören sollst, oder dich konzentrieren sollst.

Kämpfe gibt es häufiger zwischen Totemtieren und Menschen, damit du dich beweist. Vielleicht hat dein Totem auch gedacht, du bist noch nicht stark genug, und hat dich getestet. Sie prüfen sehr gerne.

GeorgeTheMerlin - 8/12/2008 um 00:23

Bist du sicher, dass die Bärin noch hinter dir war?

Da du dich so sicher wähntest, dass du dich gar nicht mehr umgedreht hast - kannst du ja genaugenommen gar nicht wissen, WAS dich von hinten angegriffen hat.

Die Botschaft scheint zu sein, dass eine falsche Sicherheit BLIND macht.

grüssli merlYnn

Kahun - 8/12/2008 um 11:05

du hast recht - ich hab mich nicht mehr umgedreht.
Falsches Vertrauen auf der Suche nach Weisheit...das habe ich schon mal in den Karten gesehen, als ich sie mir das letzte Mal gelegt habe! Grummel, irgendwie scheine ich nicht begreifen zu wollen

Silva - 11/12/2008 um 10:18

in verbindung mit deinem topic "leiche im keller" macht mich das hier sehr ernst.

es verhärtet sich da ein verdacht, den ich hier nicht offiziel schreiben möchte...

ich würde dir raten, bevor da nicht einiges verarbeitet ist, keine astralreisen zu unternehmen.

Amergindearg - 12/12/2008 um 19:54

Irgendwie hört sich das ganze für mich auch als eine Verarbeitung verdrängter Ereignisse an...
Wurdest du vielleicht enttäuscht. Ist dir irgendjemand, den du sehr gern hast, vielleicht in den Rücken gefallen?
Ich denke, es ist falsch, es gleich auf dein Totem zu verallgemeinern.
Oder vielleicht wollte dir dein Totem auch genau dies mit dem in den Rücken fallen, sagen, wie Merlin schon erwähnt hat... Vielleicht solltest du manche Beziehungen in deinem Leben nochmal genauer unter die Lupe nehmen und überlegen, ob wirklich alles,wie zum beispiel freunde, partnerschaft, beruf oder aspekte der persönlichkeit, so gefestigt und sicher sind, wie du es vielleicht dir erträumt hast..

GeorgeTheMerlin - 13/12/2008 um 14:55

Hi -

an diesem Punkt möchte ich aber auch ein wenig zur Vorsicht raten und übereilte Schlüsse vermeiden.

Es gab mal eine Zeit, da war das Thema Missbrauch sehr IN. In der Zeit konnte ich einige Frauen beobachten, die sagten - also ich BIN so und so und in meinen Partnerschaften klappt immer dies und das nicht - da MUSS doch einfach ein Missbrauch geschehen sein - ich kann mich zwar an nichts erinnern aber ... und haben sich da derart reingesteigfert und dann als Erwachsene ziemlich ihren Vater attackiert, der gar nicht wusste wie er damit umgehen sollte, was ihm da eingeredet wurde.

Wirkliche Aufklärung tut natürlich not - aber dies ist eine SCHATTENSEITE davon, wo man sich selber verdunkelt.

Der DENKFEHLER ist, dass man nur sehr BESCHRÄNKTE MÖGLICHKEITEN kennt, die zu einem seelischen Resultat führen und sich darauf versteift - wobei die Wirklichkeit sehr VIELSEITIGER aussieht.

SPIRITUELL würde man auch frühere Leben in Betracht ziehen müssen - wo ein unbewusstes Ereignis AUSGELÖST werden kann.

Es könnte in einigen Fällen auch eine INFORMATION sein, die man im Zustand von Bewusstlosigkeit aufgeschnappt hat und nun ähnlich wie ein Hypnosebefehl wirkt. Also: Selbst die Annahme, dass alles Verhalten auf PERSÖNLICHE GESCHICHTE beruht, muss man eigentlich in ihrer Absolutheit bezweifeln. Selbst da gibts noch andere Möglichkeiten.

Psychologisch ist das Thema Missbrauch INZWISCHEN viel weiter gefasst als dieses ENGE Verständnis auf sexuellen Missbrauch.

Ich finde gerade das Buch nicht- aber es beschreibt mindestens 10 Arten von Missbrauch, die nicht sexueller Natur sind, so mal aus dem Kopf:

- Vernachlässigung. Vernachlässigung kann auch ein Überfüttern mit materiellen DINGEN sein - um die Kinder los zu sein.

- emotionaler Missbrauch. Zum Beispiel ein verlassener Elternteil hat eine total enge Beziehung zum Kind - weil es das Kind unbewusst als Partnerersatz missbraucht.

- Abwertung, Erniedrigung

- spiritueller Missbrauch

und so weiter und so weiter ...

Ich hoffe ich finde das Buch mal wieder, wo gerade VIELE Arten von Missbrauch zusammengefasst wurden - dann kann ich hier mal eine Übersicht geben.

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Konkret -

Der Krafttiertraum deutet auf einen VERTRAUENSMISSBRAUCH hin - durch den ein Teil der Seele emotional gestorben ist. Hier ist aber auch ein bischen der HINWEIS drin, dass man so blind vor Vertrauen war - dabei so sehr seine Wahrnehmung ausgeschaltet hat und den Rücken zugekehrt hat, dass man gar nicht mehr sagen kann, WER es war.Im Traum hat sie der Bärin so sehr den Rücken zugekehrt - die Bärin könnte längst weggegangen sein - wer weiss?

Auch der Traum - Leiche im Keller - deutet auf etwas hin, was man vor sich und anderen versteckt.

Ablehnung der Haut - Haut steht auch für emotionale Grenzen. Könnte ein Hinweis auf emotionale Verletzungen - Abwertungen - Erniedrigungen - Mobbing usw sein.

All dies sind aber nur HINWEISE - für die man GEDULD aufbringen muss. SPEKULIEREN wäre hier schädlich: es gibt immer mehr Möglichkeiten, als man denkt - und hier mit falschen voreiligen IDEEN über sich selber rumzulaufen nützt herzlichst wenig.

Also - HINWEISE sind als Hinweise wertvoll und inspirieren manchmal wirkliche Erinnerungen und Zusammenhänge.

Dabei bleiben HINWEISE aber immer nur HINWEISE - und sind auch keinen Fall mehr.

In dem Sinne. wie Akron es oft mit dem Horoskop sagt - DIES sagt dein Horoskop - ABER DAS BIST NICH DU! Also - was sagt dir das jetzt, wenn du dein Horoskop dir anschaust? Hat es etwas mit dir zu tun - oder nicht?

Ginweise sind also nur ein inspirierendes WERKZEUG für eine EIGENTLICHE ARBEIT.



Im Rahmen einer SELBSTHILFE (professionelle Hilfe ist auch immer angebracht, wenn man sie bekopmmen kann) würde ich schon den Core Prozess empfehlen - je mehr Teile man in sich aufgelöst hat - desto besser funktioniert die Erinnerung - desto mehr Energie wird freigesetzt, verdrängtes Material auch konfrontieren zu können.

Hier würde ich raten, LOCKER und mit einer gewissen Freude, dass sich regelmässig etwas verbessert - an sich zu arbeiten - wobei das Erfolgsgeheimnis hier ist: in kleinen Schritten, frohgemut, optimistisch - dafür aber regelmässig.


liebe Grüsse merlYnn


[Editiert am 13/12/2008 um 15:07 von GeorgeTheMerlin]

Amergindearg - 13/12/2008 um 15:58

Deswegen verwendet wir diese Hinweise auch immer mit dem Wörtchen "vielleicht" oder? :P

Diese Formen von Missbrauch sind ja nur dann Missbrauch, wenn sich das Gegenüber benutzt fühlt oder ab wann beginnt diese Definition?

GeorgeTheMerlin - 13/12/2008 um 17:05


Zitat von Amergindearg, am 13/12/2008 um 15:58
Deswegen verwendet wir diese Hinweise auch immer mit dem Wörtchen "vielleicht" oder? :P


Genau: das ist hier unser SCHLÜSSELWORT!

*looool

jedenfalls solange, bis sich aus der KOMMUNIKATION mit sich selbst eine konkrete SPUR ergeben hat. Darauf zielt deine nächste Frage:


Zitat von Amergindearg, am 13/12/2008 um 15:58

Diese Formen von Missbrauch sind ja nur dann Missbrauch, wenn sich das Gegenüber benutzt fühlt oder ab wann beginnt diese Definition?


Die DEFINITIONEN waren glaube ich einfach nur allgemein gehalten.

Es sind ja Werkzeuge, die man im Hintertopf ehem kopf hat, um wirkliche Ursachen zu finden und aufzulösen. Dann sind das auch keine juristischen Definitionen und Werkzeuge.

Wenn man an sich arbeitet - ist der Ausgangspunkt ja sichtbares und konkretes in der Gegenwart. Hier zieht sich eine Spur in die Vergangenheit, wo man wirklich BETROFFEN war - mit demselben Gefühl, welches man immer noch hat.

Magisch bedeutet es, dass man automatische Gefühlsprägungen in freie Energie umwandelt.

Für einen Magier wird Schattenarbeit relevant, sobald er bemerkt, WIEVIEL Lebensenergie hier in unbewusstem Leiden gebunden ist.

Dann auch, wenn er bemerkt, welche unbewussten Kräfte hinter seinen vemeintlich bewussten ZIELEN stecken. Und er sich zu fragen beginnt, was ihn innerlich zwingt, diese Ziele zu haben.

Es könnte sein, dass diese neue Fragestellung wichtiger wird, als IRGENDWELCHE Ziele durch IRGENDWELCHE energetischen Manipulationen äusserlich zu erzwingen.

Dann findet Magie mehr auf einer INNEREN BÜHNE der Veränderung statt.

Besonders, wenn er bemerkt, dass selbst Lichtarbeit nur vorgespiegelte Lichtvorstellungen sind, die man erschafft, um seine Schattenanteile nicht mehr zu fühlen - indem man sich mit Hilfe solcher Vorstellungen auf eine höhere Frequenz einschwingt.

Wie Münchhausen, der sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen will.

Wenn man bemerkt hat, dass all dies nur wie ein GUMMIBAND funktioniert - durch das Gummieband ist man nämlich immer noch mit den Schatten verbunden - und das zieht IRGENDWANN wieder runter.

Das betrifft Lichtarbeit - als ein Einschwingen auf höhere Frequenzen mittels Vorstellungen oder Kontakten - als auch magische Fähigkeiten als ein Einschwingen des Egos auf höhere Ursachefrequenzen.

*loool durch das GUMMIE ist das alles nur ein vorrübergehender Spass - nichts, was dauerhaft erreicht wurde -

selbst wenn man das erst Leben später merkt.

grüssli merlYnn


PS:

GIB GUMMIE!

:)


[Editiert am 13/12/2008 um 17:09 von GeorgeTheMerlin]

Amergindearg - 13/12/2008 um 23:17

Um mal deinen Gedanken aufzugreifen und fortzuführen.
Das mit dem Gummiband kenn ich....
Man denkt zunächst, es lässt sich leicht ziehen und den Weg, den man eingeschlagen hat, wäre richtig. Und je mehr man zieht, desto mehr stellt man, wie du gesagt hast eben fest, dass man zurückgezogen wird ODER, - was ich auch einen wichtigen Aspekt an dem Ganzen finde - dass das Gummiband eben reißt. Sprich den Weg, den man damals einschlug, bricht unter den eigenen Füßen zusammen und alle Wertvorstellungen und Ideale, die man hatte, fallen mit einem selbst in den Abgrund.
Deswegen denke ich, dass man grundsätzlich besser dran ist, wenn man sich seine eigenen Werte immer wieder aufs neue schafft und kreiert. Sei es nun in Bezug auf Missbrauch, unsere Schattenseiten oder auch beides im Kontext der Magie...
Wenn der Weg das ZIEL ist, dann verliert sich auch, wie oben beschrieben der Weg, wenn man das ZIEL aus den Augen verliert. Und das passiert wohl, wenn man das Gummi zu straff zieht :puzz:
Und wenn du das mit der Arbeit an sich selbst meintest, dann stimm ich dir in dem Punkt zu.
Zu den vielen leidvollen Aspekten: Nur wenn man lernt, mit seinen Dämonen(Schattenseiten) zu leben, lernt man auch, sein Leid loslassen zu können und Missbrauch nicht mehr als Missbrauch an sich selbst sondern als Schwäche der anderen zu erkennen bzw auch: Ein irdisches Leben ist viel zu kurz um sich über manche zwischenmenschliche Banalitäten aufzuregen ;)

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