Thema: Das dunkle Kind und Core Transformation

Forum: Schattenarbeit

Autor: Iternia


Iternia - 28/1/2009 um 21:32

Danke erstmal für eure Worte.

Heute hab ich endlich Zeit gefunden. Das bisherige waren ja nur erste Vorarbeiten.

Es dauerte eine Weile bis ich ich die ruhe fand und in meinen Körper hinein spüren konnte, ich fand die Stelle auch gleich wieder und es schmerzte auch nicht.

Und ging dann auch die weiteren Punkte durch.
Es war sehr interessant, am meistern hat mich das Gefühl erstaunt als dieser Teil erwachsen wurde. Er dehnte sich aus und es fühlte sich irgendwie auch sehr stärkend an. Und auch das vollständige integrieren in den Körper fühlte sich sehr sehr schön an.

Als ich ganz durch war schaute ich noch mal in den Chat.
Da sagte auf einmal der nächste er habe ein Problem mit jemanden, alles würde sich verändern und er würde jetzt einfach nicht mehr so oft online sein. Es ging dabei auch um den Status einiger Leute.
Nachdem der andere sich die letzten Tage normal benahm fing er gestern plötzlich an sich über einen anderen User aufzuregen und wurde gebannt.

Die direkte Resonanz zu mir scheint weg zu sein, das Thema Status scheint zu bleiben, aber dass ist vielleicht gar nicht so verwunderlich wenn man altes hinter sich lässt und die gegenwart neu ordnet.

Mir sind noch viele weitere (Bau)Stellen aufgefallen, denen ich mich nach und nach zuwenden werde und von denen ich noch nicht überall weiß auf welche Situationen oder Gefühle / Gedanken sie reagieren.

Zitat:
*loool GRÜBELN bietet einem viele Wege, es NOCH SCHLIMMER zu machen!

Das stimmt. Und das ist auch eine sehr interessante Geschichte mit dem Mädchen.


...jetzt hatte das Telefon geklingelt und ich weiß gar nicht mehr was ich schreiben wollte, aber ich glaube das wichtigste steht bereits da.

Lieben Gruß an euch beide,
Iternia

dana-fox-1 - 27/1/2009 um 08:42

Liebe Iternia,
ich bin froh, daß du dich von meiner Methode die Schatten zu erlösen distanzierst. Mit dem Core-Prozess bist du auf der sicheren Seite und in Merlynn hast du einen klugen, erfahrenenen Ratgeber. Jeder Mensch arbeitet nach den Möglichkeiten die ihm entsprechen und Traumkörperarbeit erfordert- zumindestens am Anfang - einen Begleiter der vor Ort ist und bestenfalls noch eine geschützte Umgebung mit Menschen, die jederzeit Ansprechpartner sein können, falls Probleme auftauchen. Sonst kann es passieren, wie beim Zauberlehrling, daß man die Geister die man ruft nicht mehr los wird.
Traumkörperarbeit ist gefährlich, den Ansatz zu dieser Vorgehensweise findest du in den Büchern von Carlos Castaneda und du wählst diesen Weg auch nicht willentlich, sondern der Weg wählt dich. Die Reise führt dich auf wilde unbekannte Pfade, wo du all deinen Mut und deine Kraft aufbringen mußt um weiterzugehen und oft wird dir all das, was du bist, was du hast oder was du glaubst zu sein, in der realen Welt, wieder weggenommen. Es gibt keine Sicherheit auf diesem Weg, manchmal findest du einen Reisebegleiter, einen Menschen, der für eine Weile an deiner Seite reist, dann läufst du wieder einsam durch dunkle, schweigsame, unwegsame Wälder stets in dem Wissen, daß es kein Zurück mehr gibt. Und doch ist diese Reise auch ein Abenteuer und wenn du wild, leidenschaftlich und gefährlich leben willst - ja sogar dein Leben dafür geben würdest um auf diesen Pfaden zu reisen, dann wird dieser Weg sich für dich erschließen und du wirst seinem Ruf folgen.
Liebe Grüße
Dana

GeorgeTheMerlin - 27/1/2009 um 04:17


Zitat von Iternia, am 27/1/2009 um 01:39

Ich weiß dass ich da einiges vermischt habe, weil es für mich in dem Moment richtig erschien.

Ich habe das intuitiv gemacht und der körperliche Schmerz hat mich in die Vergangenheit gebracht, weswegen ich dann auch genau dort wieder angesetzt habe. Es ist ja auch zunehmend weg gegangen von der Konkreten Situation zu dem was das eigentliche dahinter stehende Thema war.

Ich hätte vorher nicht gedacht das man über Körperliche Empfindungen so leicht in die Erinnerung so weit zurück liegender Ereignisse kommt.


Hi Iternia, das ist dann aber eine Eigenkreation, die du durchläufst!

Es ist übrigends meine häufigste Methode, um vom Assoziativen, Bildhaften, Archetypischen ins KONKRETE zu kommen: Ich isoliere das Gefühl un d lasse zu diesem Gefühl eine konkrete Situation fon früher AUFTAUCHEN.

Also: wenn eine Tarotkarte oder eine Idee oder ein TRaum irgendein Gefühl auslöst - dann lokisiere ich diesews Gefühl näher, indem ich frage WO im Körper ist es genau - WAS ist es, Kribbeln, Zusammenziehen, Wärme oder Kälte usw.

Dann habe ich diesen Teil im Körper lokalisiert. Die nächste Frage ist: LASSE ein konkretes EReignis AUFTAUCHEN, welches mit diesem Gefühl verbunden ist, oder wo du dieses Gefühl gefühlt hast.

So landet man dann beim Konkreten.

Damit ist man EINEN wichtigen Schritt weiter. Man hat vom magisch assoziativen Bildhaften NUMINOSEN den KONKRETEN BEZUG zu sich selber gefunden - ein KONKRETES EREIGNIS im Leben.

Dann folgend gibt es verschiedene Methoden, dieses automatisch wiederkehrende Gefühl zu erlösen - die Frage-Antwortkette beim Core Prozess ist eine davon.

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Ein Mädchen erzählte immer, sie würde von MÄCHTEN heimgesucht werden, Geister und so, und keiner kopnnte damit was angfangen.

Ich fragte, wenn diese MÄCHTE da sind - WAS fühlst du dann? WO fühlst du das im Körper? So - und jetzt lasse mal die PErson aus deiner Kindheit auftauchen, bei der du das gleiche Gefühl hast.

Antwort: die Großmutter.

Frage: nun zu den Grössenverhältnissen zum BEispiel. Wie gross oder klein fühlst du dich, wenn diese Mächte auftauchen? Antwort: sehr klein. Frage - bei welcher Person in der Kindheit fühlst du dich auch immer so klein?

Antwort: Großmutter.

Einige Fragen weiter kam dann die Erkenntnis bei ihr: Ähh ja - Mächte - komisch, das ist ja alles immer nur die Großmutter!

Von da konnte man dann weitergehen - was war denn mit der Großmutter? Was war ein konkretes EREIGNIS, wo du dieses spezielle Gefühl bei der GRoßmutter fühltest? Was hat sie getan, damit du so fühlst? usw

So kann man also vom NUMINOSEN zum KONKRETEN kommen - und ist einen großen Schritt weiter.

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Aber das ist doch schonmal ein wichtiger Erkenntnisschritt, dass man so leicht von einer körperlichen Empfindung zu einer konkreten Erinnerung kommt. Bzw. über die körperliche Empfindung zur konkreten Erinnerung kommt.

Dies ist ein großer Unterschied zu dem, was die meisten stattdessen machen, nämlich GRÜBELN. Und damit kommt man ja bekanntlich nicht weiter. Im obigen Beispiel könnte man lange über irgendwelche unheimlichen MÄCHTE grübeln - Tarotkarten legen - sich über Geister und Dämonen informieren - sich magisch fragen, ob sich da irgendwas an einen angehängt hat - dann bei anderen Magiern RAT suchen was man da machen könnte ...

*loool GRÜBELN bietet einem viele Wege, es NOCH SCHLIMMER zu machen!

:)

Aber wie du schon treffend sagst - Tarot als archetypisches Bildwerkzeug arbeitet als WEGWEISER.

Hier ist der WEG dann aber zum KONKRETEN hin - und dann zur ERLÖSUNG dieser Teile und fixierten Gefühle.

Die Frage und Antwortkette transformiert dann schrittweise das Gefühl vom zwanghaften bedürfnishaften und abhängigen zum frei ausstrahlenden lichten.

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Oben hast du beschrieben, dass du den Schmerz beim zweiten Male nicht mehr erreichen konntest. Das ist gut möglich. Es kann sich schon sehr entladen haben, wenn man das konkrete Ereignis kontaktierte. Das ist nicht immer so - aber oft. So wie sich beim Mädchen die UNHEIMLICHEN MÄCHTE doch sehr entladen haben - nachdem sie konkret auf die Großmutter gekommen ist.

Auch findet man oft, wie du, daß Bezugspersonen aus IHREM Blickwinkel, der oft ebenfalls eingeschränkt und voller Schatten ist, das BESTE wollen - aber sie es aufgrund eigener Einschränkungen halt nicht besser verstehen. Sie hatten eben auch selber ihre traumatischen PRÄGUNGEN.

DEREN UNFREIHEIT tiefer zu verstehen kann einen dann leichter aussöhnen mit seiner Vergangenheit.

Wie du sagst - die Mutter wollte das Beste - aber es war nicht der Weh, mit DIR umzugehen. Mit anderen Worten - aufgrund ihrer EINSCHRÄNKUNGEN und ihres beschränkten Blickwinkels was deine Mutter gar nicht fähig, DICH wahrzunehmen, wie du bist. Wenn man dann verstehen kann, dass die Mutter als Kind wahrcheinlich ebensowenig wahrgenommen wurde - wenn nicht sogar NOCH weniger, wenn ich so an diese ALTEN ZEITEN denke, die sich heute keiner mehr vorstellen kann ...



liebe Grüsse merlYnn


[Editiert am 27/1/2009 um 05:16 von GeorgeTheMerlin]

Iternia - 27/1/2009 um 01:39

@dana-fox-1 nein das ist nicht die von dir angesprochene Methode, das ist einfach die Erinnerung in die ich rein gegangen bin.

Hier nochmal zu merlYnns Anleitung:
http://www.akronos.ch/forum/viewtopic.php?f=9&t=2

@merlYnn

Ich weiß dass ich da einiges vermischt habe, weil es für mich in dem Moment richtig erschien.
Ich bin ja auch erst über die Situation in dem Chat überhaupt richtig auf das Thema des dunklen Kindes gekommen. Anzeichen gab es genug, das war nur der letzte Schubser um es mir bewusst werden zu lassen.

Ich habe das intuitiv gemacht und der körperliche Schmerz hat mich in die Vergangenheit gebracht, weswegen ich dann auch genau dort wieder angesetzt habe. Es ist ja auch zunehmend weg gegangen von der Konkreten Situation zu dem was das eigentliche dahinter stehende Thema war.
Es fehlt ja auch noch etwas, deswegen sagte ich bewusst an der Schwelle zu 1f.

Mir ist jetzt auch aufgefallen das Situationen die mich irgendwie besonders Aufregen oder bedrücken auch sofort an unterschiedlichen Stellen Empfindungen auslösen.

Ich hätte vorher nicht gedacht das man über Körperliche Empfindungen so leicht in die Erinnerung so weit zurück liegender Ereignisse kommt. Das Frage - Antwort Spiel steht immer noch bevor. Ich denke trotzdem dass diese Erinnerungen ganz wichtig waren und auch wenn mir alleine dadurch schon vieles klar geworden ist und auch schon sehr viel positives ausgelöst hast denke ich ist da noch mehr dass ich so nicht erfassen konnte.

Zitat:
Der WEG ist hier also vom unkonkreten ins KONKRETE - nicht umgekehrt wie beim Tarot - wo man über den UMWEG von Bildern und Archetypen das tiefere Konkrete findet. Was man also für eine Traotkarte für diesen Teil gezogen hat - spielt beim Core Prozess keine Rolle mehr - man lokalisiert DIREKT das Gefühl - und spricht DIREKT mit dem Teil und erlöst ihn.

Das dunkle Kind ist für mich nicht unbedingt sehr Konkret, es gibt vielleicht einen bestimmten Rahmen vor, aber dennoch bleibt der Weg zum Konkreten nicht erspart.

Wäre ich nicht auf die Karte gekommen, wäre ich sicher auch nicht auf die Idee gekommen Core Transformation auszuprobieren.

Um einmal aus dem Buch zu Zitieren:
Zitat:
Kurz: Der Joker der Hölle ist der direkte Wegweiser zu all jenen negativen und destruktiven Gefühlen in uns, die als Vermächtnisse unserer Kindheit und der Gesellschaft, in der wir leben, nach Erlösung drängen.

Der Akron Tarot, S. 215

Die Karte ist in diesem Fall der für mich eben dieser Wegweiser. Es ist wie gesagt ein Rahmen indem ich mich bewege. Das sind zumindest meine jetzigen Gedanken dazu.

Lieben Gruß,
Iternia

GeorgeTheMerlin - 24/1/2009 um 17:38

Hi - wie geht denn das mit dem Core Prozess?

Hier würde man von der SITUATION ausgehen - wo sich der Typ negativ verhalten hat.

Dann fragt man sich, ob es ALLGEMEIN STiuationen oder Kontexte geben, wo sich Leute zu einem so verhalten, und man dasselbe fühlt.

Davon dann die früheste Situation - und mal etwas überlegt, wie dieses Muster mein Leben beeinflusst. Dieser Schritt ist im Buch nicht erwähnt - ich habe ihn um des LERNEFFEKTES willen eingfefügt. Der Core Prozess läuft ja die Willenskette und geht bei der Auflösung ganz elegant am Schmerz vorbei. Hier sollte mal ein wenig REFLEKTIERT werden - aber auf keinen Fall sich in eine Erinnerung hineinzwingen.

Dann erfährt man den Teil - besser LOKALISIERT ihn. Man kann sich dazu in die Situation versetzen, wo der Typ so unangenahm wurde - und das unangenehme GEFÜHL im Körper LOKALISIEREN.

Ist es Kribbeln, Hitze, Kälte, Zusammenziehen oder Schwitzen - ist es im Bauch, im Kopf, in den Händen ....

Damit hat man den Teil im Körper LOKALISIERT.

Das sind ein wenig die VORARBEITEN - dann kommt dieser Frage-Antwortprozess, der KERN des Core Prozesses.

___________________________________________

Gleich mit dem dunklen Kind zu beginnen - würde ich nicht raten. Überhaupt würde ich am Anfang nicht raten, mit ARCHETYPEN zu beginnen - sondern mit ganz KONKRETEN Dingen. Das wäre hier das unangenehme Erlebnis im Internetforum.

Hier nähert man sich dann dem Teil nicht mehr durch Archetypen - oder Bildern von aussen - sondern in einer DIREKTEN KOMMUNIKATION.

Der WEG ist hier also vom unkonkreten ins KONKRETE - nicht umgekehrt wie beim Tarot - wo man über den UMWEG von Bildern und Archetypen das tiefere Konkrete findet. Was man also für eine Traotkarte für diesen Teil gezogen hat - spielt beim Core Prozess keine Rolle mehr - man lokalisiert DIREKT das Gefühl - und spricht DIREKT mit dem Teil und erlöst ihn.

Hier würde man alles VERWISCHEN, wenn man das vermischt.

Auch ist Core kein Prozess, der viele Tage dauert wie der Prozess von dana-fox-1.

Es geht etwa in einer halben Stunde - alle Schritte sofort hintereinander, und nicht mehrere Tage, wo man irgendwie zu 1f KOMMT!???. Hmm - also irgendwie machst du da etwas ganz anderes :) und hast wahrscheinlich tatsächlich mehrere Methoden kombiniert.

Beim Core Prozess geht es darum, NUR den Core Prozess zu machen - sonst geht das nicht. Der Teil wird DIREKT angesprochen und lokalisiert - nicht über Bildvorstellungen aus dem Tarot - und Prozess heisst, dass man die Kommunikation LEITET nach diesem Schema und zu einem Ergebnis führt - nicht, dass man irgendwann mal zum nächsten Schritt irgendwie KOMMT.

Leiten heisst beispielsweise, man fragt den Teil: Was willst du? und der Teil sagt in einem seltenen Ausnahmefall: - ich habe Angst. Was jetzt? Das ist nun keine Antwort auf die Frage was willst du - und man kann damit nach dem Schema nicht weitermachen, welches als nächsten Schritt fragt - und wenn dieser Wille total erfüllt ist, was willst du dann, waw noch wichtiger ist als dieser Wille?

Man kann jetzt aber Fragen: Was BRAUCHST du, um keine Angst zu haben? Damit bekommt man wieder eine Antwort auf: Was willst du - und kann weitermachen.

Es ist also ein GELEITETER Kommunikationsprozess, der GEZIELT auf ein Lösungsergebnis zustrebt - wobei die Antworten und die Lösungen völlig OFFEN sind und in dem Teil SELBER schon liegen - in seiner Tiefe.

Ich gehe mit dieser KOMMUNIKATIONSSTRUKTUR also ganz GEZIELT dorthin, wo in dem Teil die Lösung liegt - und lasse mich durch nichts davon ablenken.


Hat man den Prozess dann zuende geführt - dann kann es in den nächsten Tagen zu Veränderungen im Leben kommen, das stimmt! :)

Archetypen sind fortgeschrittenere Experimente - und das dunkle Kind, welches ja jede Heilung verweigert, den Heiler verletzt - ist eh so ein Spezialfall.

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Also geht es hier mal darum, die Methoden TAROT - CORE - Shamanische Bildintegration usw - sehr sauber zu trennen!

Da liegt überall eine ANDERE Wirkungsweise zugrunde!

liebe Grüsse merlYnn

dana-fox-1 - 23/1/2009 um 16:59

Liebe Iternia,
ich lese deinen Betrag mit sehr gemischten Gefühlen und auch mit einer gewissen Sorge um dich. Wenn ich dich richtig verstanden habe kombinierst du gerade MerlYnns Ansatz mit meiner Methode. Meine Befürchtung konkrekt - kannst du, während du diesen inneren Prozessen folgst, diese auch immer wieder fallenlassen und in der realen Welt deine Aufgaben erfüllen ohne daß dich diese Prozesse dabei bedrängen? Und wenn ja,- wie gelingt dir das, wie stellst du es an?
Pass auf dich auf.
Dana

Iternia - 23/1/2009 um 16:14

Habe jetzt lange überlegt in welches Unterforum ich das rein stelle weil es letztendlich doch eine Mischung von Themen ist. Aber ich denke hier ist es am besten aufgehoben.

Das dunkle Kind ist ja nun ein Archetypus der vor allem im Akron Tarot hervor kommt. In den letzten Monaten habe ich es auch in normalen Tarotdecks "vorbeihuschen" gesehen, sehr versteckt überall dort wo es mehr nach schein als sein aussah. Das wird vielleicht mehr meine Projektion gewesen sein, aber genau damit arbeitet ja auch das Tarot, es bietet Projektionsfläche.
Und ich finde es interessant mir mithilfe der Karten über bestimmte Themen bewusst zu werden, bestimmte Muster in mir und meiner Vergangenheit zu finden.

Beim letzten mal war es der Prinz der Schwerter und genau zu der Zeit fing das dunkle Kind an sich immer mehr an zu kündigen, es klopfte zunächst sehr leise an. Ich schaute hin und ich konnte es noch nicht ganz verstehen was es von mir wollte, aber ich wusste das es mir eines Tages sagen würde was es will.

Vor kurzem bin ich auf einen Chat aufmerksam geworden und vor ein paar Tagen fing dann einer an sich sehr merkwürdig zu verhalten. Er wurde richtig wütend und man hat ihn raus geworfen für den Abend. Am nächsten Morgen wollte er mir die Schuld geben, ich wusste gar nicht was los war und war mir keiner Schuld bewusst. Ich bin dann erst einmal gegangen weil er wieder wütend war und ein ruhiges Gespräch nicht möglich. Später habe ich über 2 andere Personen erfahren dass er ein Problem mit mir hat. Er hat seitdem auch nicht mehr auf nachfragen reagiert und hat den Chat verlassen wenn er sah dass ich online war.
Mir kam das sehr kindisch vor ich lasse doch mit mir reden, woher soll ich wissen was ihn aufregt wenn er es mir nicht sagt?
Wie gesagt es ist aus meiner Sicht ein sehr kindisches Verhalten, es platzt vor Wut und lässt dann niemanden mehr an sich heran. Alle anderen wissen gar nicht was wirklich los ist weil es niemand richtig verstanden hat.

Nun habe ich nach langer Zeit auch mal wieder hier ins Forum geschaut und bin über den "inneren Psychopathen" gestolpert. Das hat mich auch sehr an das dunkle Kind erinnert und es hat mich auf die Idee gebracht auch nochmal näher hin zu schauen, es schien ja doch ein deutliches Thema zu sein.

Ich hatte die letzte Zeit angefangen mich intensiver mit den Archetypen des Tarot zu beschäftigen und wollte sie nacheinander durchgehen, ich war eigentlich gerade bei der Herrscherin, aber irgendwie fand das Thema auch noch keinen Abschluss.
Was auch wieder passt, denn Sie ist ja auch Mutter und das dunkle Kind ist irgendwie auch ihr Kind.

Umso mehr ich aufschrieb was mir durch den Kopf geht umso mehr Zeichen fielen mir auf die schon länger zurück liegen.

Es fügte sich alles aber so ganz wusste ich noch nicht wo ich hin musste... aber ich war ja schon ein Stück weiter, das dunkle Kind wollte jetzt gesehen werden.
Den ersten Tag schrieb ich einfach nur drauf los und versuchte meine Gedanken zu Ordnen, am nächsten Tag fiel mir dann ein dass merlYnn vor einiger Zeit von der Praxis der Core Transformation berichtet hatte und da dachte ich das könne ich ja jetzt mal ausprobieren. Es war ein sehr großes Thema ja, aber irgendwie muss man ja einen Anfang finden.

Also schrieb ich nach merlYnns Anleitung so weit alles auf...
1a) Finde einen Teil mit dem du arbeiten willst.
1b) finde die Situation, wo dieser Teil sich bemerkbar gemacht hat
1c) finde den allgemeinen Kontext, in dem dieses Gefühls- oder Denk- oder Schicksalsmuster immer wieder vorkommt.
1d) Finde die frühste Situation, an die du dich erinnern kannst.
Denke ein wenig darüber nach, wie dieses Muster dein Leben verändert hat.
1e) den Teil erfahren

... dort fing ich dann an mich richtig in die Erinnerung zu begeben. Es sind Rückenschmerzen die dazu gehören, ich begab mich in den Schmerz rein und fand die dazugehörige Situation.
Solche Schmerzen kann man ja auch deuten, sie stehen dafür dass man sich zuviel aufgeladen hat aber ich wusste nie wo ich das tun würde, woher das kommt. Jetzt fühlte ich die Situation, den Schmerz, die Last ....

nach kurzer Zeit wurde es mir zuviel, ich konnte die Situation nicht mehr aushalten, es war so zerreißend. Als ich zurück kam merkte ich der Schmerz war deutlich besser... ich sagte mir dass es für heute reicht. Ich hatte zwar Angst aber ich wusste auch dass ich erneut zurück musste.
Den Abend ging es mir sehr gut und derjenige der sich so seltsam im Chat benahm kam sogar online und verhielt sich weitgehend normal, was mich auch schon überraschte und was ich auch irgendwie als Zeichen ansah dass es der richtige Weg ist.

Ich habe ja schon öfter alles aufgeschrieben was mir einfiel, aber ich war noch nie so intensiv in der Erinnerung zurück gegangen und ich habe noch nie so stark meine Umwelt auf Reaktionen beobachtet. Es ist doch sehr interessant.
Es gab immer Veränderungen, aber meist wurden sie mir erst so nach und nach bewusst.

Am nächsten Tag setze ich mich wieder vor das was ich bereits aufgeschrieben hatte, ich musste zurück in die Situation. Ich hatte Angst und würde es lieber dem dunklen Kind gleich machen und die Situation meiden, aber damit hätte ich ja nichts erreicht...

Der Schmerz am Rücken war normal gar nicht mehr bemerkbar, erst als ich gezielt mit meiner Aufmerksamkeit drauf ging spürte ich die Stelle.
Es war auch nicht leicht wieder in die selbe Erinnerung zurück zu gehen, sie war nicht mehr so schmerzvoll, sie war weitgehend neutraler.
Ich machte mir Musik an die in mir ähnliche Gefühle weckte...aber es wollte immer noch nicht so richtig funktionieren... ich ging vorwärts in meiner Erinnerung und fand die nächste Situation, dann ging es langsam...
Ich habe dadurch auch nochmal in die andere Situation zurück gefunden, so ganz neutral war sie ja noch nicht aber sie ermöglichte mir keinen Einstieg mehr.
Ich konnte deutlich länger in all den Erinnerungen aushalten, ich fand noch einige andere Situationen und es ging auch zunehmend weg von den einzelnen Situationen und führte mehr zu dem was allen gemeinsam war.

Ich fühlte mich oft unverstanden und zurückgewiesen. Ich verstand vor allem meine Mutter auch nicht, irgendwann wurde mir klar dass sie das nicht macht weil sie mich nicht mag sondern gerade weil sie mich liebt, aber mir war auch klar dass das der falsche Weg ist mit mir um zu gehen. In solchen Situationen zog ich mich in eine Ecke in meinem Zimmer zurück, redete mit meinen Stofftieren und wünschte mir bei meiner Oma zu sein, die hörte mir wenigstens zu, war einfach da.
Mir fiel noch sehr viel zu meiner Oma ein und ich heuelte so lange bis ich nicht mehr konnte, mein Kopf leer wurde und es nichts mehr gab was in dem Moment noch bewusst werden wollte.

Am Abend rief mich eine Freundin an, sie war total aufgelöst weil sich auch bei ihr sehr viel löst. Sie hatte jetzt vor ein paar Tagen ihre erste Reikisitzung und erzählte mir auch dass dabei sehr viele verdrängte Erinnerungen hoch gekommen sind. Da erinnerte ich mich... auch für sie hatte ich vor kurzem diese Karte gezogen. Da kannte ich sie noch gar nicht richtig und die frage war glaube ich sogar in die Richtung "wo führt das hin?"...ich dachte mir da schon dass es genau die Sache ist weswegen Sie zu mir gefunden hat und fürchtete mich auch ein wenig was da noch auf uns zukommt...

Das war gestern... ich weiß noch nicht ob es da noch viel mehr gibt aber ich glaube dass ich mich schon an der Schwelle zum nächsten Punkt (1f) befinde... es ist eben doch ein sehr großer Themenkomplex den ich mir da vorgenommen habe, aber ich bin gespannt wie es weiter geht und werde das auch weiter hier berichten.

Lieben Gruß,
Iternia

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