Thema: Namasté

Forum: Begrüßungs- und Vorstellungsforum

Autor: LeonGrace


LeonGrace - 28/12/2007 um 12:54

Tja, Leuts, viel gibts zu mir nicht zusagen. Ich bin Leon.
Immer wieder, warum auch immer, ziehts mich in solche Foren, wie dies eines ist. Ich hab mit Magie eigentlich wenig am Hut. Ich bin sehr vorsichtig damit. Aber sie interessiert mich. Magie übt eine ähnliche Anziehungskraft auf mich aus, wie Gott.

Aber das ist ein anderes Thema. Meinen Platz habe ich derzeit in einer Art Katharischer Religion gefunden. Sie ist christlich, aber nicht kirchlich angehaucht. Ich möchte sie einfach mal mit dem Urchristentum vergleichen. Ich übe sie für mich aus, ohne mich an gesetzte fremde Grenzen zu halten. So zu sagen, ich hab meine eigenen Regeln. :) Dass diese mitunter den Worten der Bibel folgen, will ich nicht abstreiten.

Ich glaube, beurteilen zu können, dass Religion nicht dazu da ist, Kriege zu rechtfertigen oder Intoleranz zu schüren. Religion soll, in meinen Augen, Glauben und damit auch Hoffnungen der Menschen festigen. Gemeinschaften vorbringen und verbinden. Das ist alles.

Ich bin ein relativ friedlicher Mensch, hab auch meine Macken und Schwächen, wie jeder. Um auf das Thema Magie zurückzukommen, wie schon erwähnt, tu ich mich mit ihr schwer. Aber ich lese gern von ihr, in all ihren Facetten. Ich habe keine Ahnung, ob Magie farbig ist. Ich denke nur, sie hat viele Formen und (Neben)Wirkungen. Deshalb bin ich vorsichtig. Ich möchte niemanden etwas tun. Das ist alles. Was ich allerdings tue, und das regelmäßig, ist Kartenlegen. Tarot. Hin und wieder für Freunde, vor allem aber für mich.
Das ist alles.

Gibt es noch etwas, was ich sagen könnte?
Ich bin noch ein Suchender in Sachen Magie. So wie ich Gott fand, werde ich vielleicht auch noch die Richtige Magie finden. (So wahr es Gott will ;) )

Na gut, das solls erstmal gewesen sein.

Leon

Eliphas Leary - 28/12/2007 um 15:41

Ah, ein Gnostiker!

Herzlich Willkommen, hoffe auf interessante Beiträge aus Deiner Richtung!

Anbei: Mystik und Magie sind sich sehr nah, eigentlich zwei Seiten einer Medaille...

Grüße, E. Leary

LeonGrace - 29/12/2007 um 00:02

Oh, vielen Dank, Mr Leary, Sir.
Ich bin noch nicht hundertprozent sicher, ob das das richtige Forum für mich ist, aber ich bin neugierig. Und allein das reicht als Grund, die nächste Zeit zumindest hier zu verbringen.

:redhead: Ob ich ein solcher Gnostiker bin, wie Ihr sagt, Sir.. ich.. bin mir nicht sicher. Aber auch das wird sich herausstellen. Ich bin ein Suchender, ein Findender und einiges mehr, das andere weniger.

Ich versuche natürlich meinem Umfeld eine Bereicherung in ihrem Leben zu sein, ohne mich aufdrängen zu wollen.

Jedenfalls freue ich mich auf eine schöne, lehrreiche Zeit hier. :)

Leon

Mondwoelfin - 30/12/2007 um 11:23

Herzlich Willkommen LeonGrace!

Ich lebe nach dem Motto: Alle Wege führen nach Rom, oder zumindest irgendwohin. Ich denke es ist nicht so wichtig welchen Weg man geht, wichtiger ist, daß es für einen selbst der richtige ist, und daß man ihn mit allen Konsequenzen bewandert.

Viel Spaß hier!

LG
Mondwölfin

LeonGrace - 30/12/2007 um 11:36


Zitat:
Ich denke es ist nicht so wichtig welchen Weg man geht...


Nun, heißt es nicht, "Der Weg ist das Ziel?" lächelt

GeorgeTheMerlin - 30/12/2007 um 13:39

Hallo LeonGrace

Na - dann schau mal, ob du hier fündig wirst :D

Was du suchst - ist das, was sucht.

Du wirst nichts finden, was nicht von dir gespiegelt wird. Es gibt also Bereiche in dir, mit denen du vorsichtig bist.

Dann gibt es Licht, mit dem man seine eigene Dunkelheit verdrängt. Das ist aber noch lange nicht das eigene Licht, sondern lediglich eine Lichtprojektion. Die eigene Dunkelheit zu konfrontieren ist natürlich heikel - man möchte sie nicht sehen.

Magie wird dich also durch dich selber hindurch zu dir selbst führen :)

Jedenfalls: viel Spaß und Humor auch dabei!

liebe Grüße merlYnn

LeonGrace - 2/1/2008 um 01:29

Hm, ich muss gestehen, deine Worte, merlYnn, beeindrucken mich. Ich bin natürlich hier um zu lernen, besser meine Ansichten zu erweitern.
Ich habe die Zeit über nachgedacht, was du mir schriebst. Ich bin nur nicht sicher, ob es so ist, wie es ist.

In dem Moment, in dem ich aufhöre zu suche, finde ich.
In dem Moment, in dem ich mich zum Licht bekenne, ist es plötzlich dunkel. Und bekenne ich mich zum Dunklen so ist es licht.

Es gibt viele Dinge, die ich noch nicht begreife, die ich vielleicht nie.. :) begreifen werde. Aber bisher habe ich mich immer leiten lassen. Besser ich wurde geleitet. Zumindest hab ich das Gefühl. Wie viele habe ich vielleicht ein Problem mit meiner 'Selbstfindung', denn jedes mal, wenn ich denke, jetzt habe ichs, so habe ichs nicht. Alles wird wieder an den Ursprung zurückversetzt und ich fange von fast vorn an.
Das kann ermüdend sein, aber wahrscheinlich die (un)glückliche Wahl eines jeden Lehrlings, der zum Meister heranreift / en will.

Leon

GeorgeTheMerlin - 2/1/2008 um 19:41

Hallo LeonGrace

Das Lernen wird wohl nie aufhören - und lernen heißt, daß man über EIGENE alte Wahrheiten hinausgehen muß. Altwerden, Sterben, heißt, daß man nur noch an einer Wahrheit FESTHÄLT, nicht mehr die eigene Projektion darin erkennt und den Spiegel seiner Unwahrheit, über die man hinausgehen sollte - kurz: sterben heißt, daß man aufhört zu lernen.

Mich hatte mal eine 16 jährige angeschrieben, sie sei total verwirrt, weil ihr ganzes Glaubenssystem mal wieder zusammengekracht sei. Ich sagte ihr, ich sei 50 und mir ginge es nicht anders. DIE GANZE ZEIT ÜBER NICHT. Ich hätte mich daran gewöhnt - und fände es inzwischen total SPANNEND! Sie solle sich mal die anderen Erwachsenen angucken, die in ihrem Denken so FEST gefroren sind. Ich bin froh, NICHT dazuzugehören. Der PREIS für stetiges Lernen ist allerdings auch stetige VERÄNDERUNG - und der Preis für Veränderung ist Verwirrung.

*g und was sagt am Ende ein Meister? Er sagt - er lernt immer noch, und zwar von seinen Schülern.

Da meinte sie OHH - und fand das alles gar nicht mehr so schlimm.

Das man geleitet wird - ist eine spannende Entdeckung, finde ich. Ich ging so oft in den Buchladen, fand genau das Buch, was ich brauchte. Erst sehr viel später bemerkte ich, daß ich nicht allein war, bei der Suche nach diesem magischen Faden zu mir selbst. Es sind wie unsichtbare Präsenzen, die hinter einem sind - geistige Lehrer.

Manchmal trifft man Leute - und man denkt, man kennt die schon seit vielen Leben - uralte Bekannte, die dann Weggefährten werden.


Zitat:
In dem Moment, in dem ich aufhöre zu suche, finde ich.
In dem Moment, in dem ich mich zum Licht bekenne, ist es plötzlich dunkel. Und bekenne ich mich zum Dunklen so ist es licht.


Das ist witzig! Es zeigt aber, daß Licht und Dunkel irgendwie eine gemeinsame Quelle haben. Der Gralsroman Parzival zeigt übrigends ganz gut die verschiedenen Ebenen von hell und dunkel. Auch hier wird die gemeinsame Quelle symbolisch angedeutet. Parzival kämpft gegen einen unbekannten schwarzen Ritter, sie scheinen gleich stark zu sein. In einer Kampfespause unterhalten sie sich, wer sie sind - und erkennen, daß sie den gleichen Vater haben. Dann machen sich die Brüder gemeinsam auf, den Gral zu suchen.

Baphomet ist im TB eine Gottheit mit zwei Gesichtern, sie sieht GLEICHZEITIG ins Lichte und ins Dunkle.

liebe Grüße merlYnn


[Editiert am 2/1/2008 um 19:44 von GeorgeTheMerlin]

LeonGrace - 2/1/2008 um 21:54

Oh, ja. Das kenne ich. Dass ständig irgendwas verworfen wird und wieder neuentsteht und so. Letztlich denke ich, bekommen wir immer genau das, was wir in dem Moment brauchen. Oder wie meine Kleine immer zusagen pflegt: "Es kommt, wann es kommen muss. Und es kommt nicht, wenn es nicht kommen muss. Alles hat einen Grund und nichts geschieht aus Zufall." Ich bin noch nicht so alt und kann daher sehr gut nachvollziehen, wie sich die 16Jährige fühlte. Es ging und geht mir auch nicht anders. Und erst vor zwei Jahren habe ich akzeptiert, dass es ist, wie es ist. Und habe versucht damit zu leben, es verstehen zu wollen hat mich immer nur zurückgeworfen. Irgendwann habe ich es einfach fließen lassen. Und es ist wie du sagst:

Zitat:
DIE GANZE ZEIT ÜBER NICHT. Ich hätte mich daran gewöhnt - und fände es inzwischen total SPANNEND! Sie solle sich mal die anderen Erwachsenen angucken, die in ihrem Denken so FEST gefroren sind. Ich bin froh, NICHT dazuzugehören. Der PREIS für stetiges Lernen ist allerdings auch stetige VERÄNDERUNG - und der Preis für Veränderung ist Verwirrung.


Naja, in moment denke ich viel nach über die Sache mit den Meistern. Es ist so, dass einige mir hier gute Denkanstöße gaben. Einer sagte, dass es kaum noch nötig ist Schüler auszubilden, weil es Zeit braucht und Stress mit sich bringt. Auch ich gehöre zu jenen Menschen, die gerne unterrichtet würden. Aber in letzter Zeit denke ich anders. Und das habe ich einem wunderbaren geistigem Wesen zu verdanken: Meinem Schutzengel. Denn in Wahrheit ist es so, dass ich von tausenden von Meistern umgeben bin, immer zu. Internet macht 's möglich ;) Ich bedanke mich bei jedem guten Freund, bei jedem, der mich lernen lässt und mit dem ich diskutieren kann. Ich denke viel nach, auch oder vor allem über mich.
Ich kenne meine Macken und ich weiß um einige meiner Eigenschaften. Was ich nicht weiß, ist, was ich.. was ich wirklich kann. Ich bin sehr ehrgeizig und will immer so gut wie möglich sein. Dass das nicht immer geht, weiß ich nun und akzeptiere ich. Aber so richtig meinen Platz habe ich noch nicht gefunden. Ich pendele immer noch hin und her und suche das Richtige oder... etwas dergleichen von wert für mich. Denn jedes Lernen ist auch eine Suche nach dem Ich. Und alles, was ich aufhörte zusuchen, finde ich.

Sterben heißt, nicht mehr vorwärts zu kommen. Der Tod selbst ist nur eine Brücke. Es ist nicht zu ende danach. Ich mag den Tod. Ich akzeptiere ihn. Er bringt viel Gutes mit sich. Nur das Sterben ist grausam. Oft. Der Tod selbst erlöst. Jeder wird einmal gerufen seiner Sehnsucht nachzugeben und zu folgen. Und dann endlich irgend wieder nach Hause zugehen.
Sterben selbst ist im psychischen Sinne wohl genau das, was du sagtest: Stillstand.

Nun, du redetest von Weggefährten, von alten Bekannten lächelt Ja, auch dieses Gefühl kenne ich. Ich durfte es in den letzten zwei Jahren häufig spüren. Und wie ich sehe, denken wir wohl ähnlich - soweit ich das mh.. meinen darf bis zur Zeit.

Leon

Hephaestos - 3/1/2008 um 09:00

eiwei...

so, ein gruß auch von mir. und ich bin schon an der christenheit verzweifelt (naja, eher an "gottliebtdich"). aber du scheinst ja sowohl zu einem "vernünftigen" christentum zu gehören. wobei man sich fragen kann, ob "vernunft" in irgendeiner religion etwas zu suchen hat.

viel spass hier,
- ach ja, auch wenn es so scheint, wenn du dir meine beiträge bei GLD anguckst: ich hab garnichts gegenchristen. aber der treibt mich zur weissglut...


[Editiert am 3/1/2008 um 09:01 von Hephaestos]

LeonGrace - 3/1/2008 um 22:23


Zitat:
- ach ja, auch wenn es so scheint, wenn du dir meine Beiträge bei GLD anguckst: ich hab gar nichts gegen Christen. Aber der treibt mich zur weissglut...


lächelt verurteile nicht. Jeder Mensch braucht einen Glauben. Er hat den seinen, du den deinen, ich den meinen. Wir alle leben von Glauben und Hoffnungen. Was ist es, wenn ich gottliebtdich1 urteilen würde, er läge mit allem falsch was er sagt? Nein, das tue ich nicht. Ich höre zu, ich sage meine Meinung, ob er sie für sich annimmt, ist seine Sache. Ich bin nicht unfehlbar, ich möchte auch lernen und dazuerfahren. Andere Wahrheiten erfahren, denn nichts ist unfehlbar. Außer die Liebe. Ich glaube an die Liebe, denn die Liebe ist Gott und beides ist das, was das Universum zusammenhält. Deshalb akzeptiere seine Meinung und seine Haltung und mache ihn nicht schlecht, weil er anders glaubt als ich oder du :)

Leon

GeorgeTheMerlin - 4/1/2008 um 13:07

Hi Hephaestos

ein bischen Weißglut schadet ja nichts - insbesondere wenn wir auf einmal merken, daß wir nur ÜBER UNS SELBER in Weißglut geraten können.

Diese Gespräche, in die man so HINEINGEZOGEN wird hier - geraten oft unbemerkt zu einem Zwiegespräch mit Persönlichkeitsanteilen unserer Selbst.

Gottliebtdich sagt z.B. diese Lehre kommt vom Teufel. Wir sagen an anderer Stelle: ja, diese Lehre kommt von den Materialisten. Oder wenn jemand hier fanatisch wird - wird er fanatisch bekämpft, ohne zu bemerken, daß man hier schon den EIGENEN FANATISCHEN PERSÖNLICHKEITSANTEIL bekämpft. Oder man bekäpft einen Gläubigen mit Vernunft - ohne zu bemerken daß man genauso gläubig an Vernunft und Intelligenz glaubt.

Mit anderen Worten - man wird ganz unbemerkt in einen Kampf gegen sich selbst HINEINGEZOGEN - und gerät bei dem fruchtlosen Versuch, gegen sich selbst zu kämpfen - in Weißglut. Schaut man nämlich GENAU hin, kämpfen auf beiden Seiten oft die gleichen Persönlichkeitsanteile gegeneinander - nur mit anderem Inhalt.

Würde man SICH SELBST LIEBEN - samt eigener Dummheit - eigener Gläubigkeit, eigener Sturheit - eigenem Fanatismus - eigener Borniertheit - eigener Kleinkarriertheit - gäbe es keinen Grund, in Weißglut über andere zu geraten, ohne zu bemerken, daß man eigentlich unbemerkt in eine Weißglut über sich selber geraten ist.

Wenn ich auf eine Christenseite gehe und dort poste, ich sei SATANIST - oder ich gehe auf eine Mütterseite und sage ich bin Kampfhundbesitzer und alle Spielplätze den Kampfhunden - hätte ich im Nu alle Forenmitgleider in eine hitzige Diskussion verstrickt, wo liebende Christen sich alsbald in rachsüchtige Teufel verwandeln und besorgte Mütter in wütende Kampfhunde.

Mit anderen Worten - ich spiele dort den Advokaten für die VERDRÄNGTE ANDERE SEITE. Die Diskussion zeigt dann, daß beide Seiten in einen Kampf mit sich SLBST verstrickt sind.

GLD wäre nicht hier, wenn er sich nicht selbst überzeugen müßte. Die ganze Diskussion zeigt, wie schwer wir damit beschäftigt sind, und selbst von uns selbst zu überzeugen

anstatt einfach LOSZULASSEN.

Es fällt schwer, das einfach loszulassen - UNS SELBST einfach loszulassen - und dieser SPIEGEL bringt uns dann zur Weißglut.

liebe Grüße merlYnn

Hephaestos - 5/1/2008 um 11:06

jepp, george - so wirds wohl sein. ich bin auch schon wieder ganz ruhig, und versuche, mich mit GLD nicht mehr ausseinanderzusetzen, sondern mich wieder auf mich selbst zu besinnen.

fällt einer besserwisserischen und rechthaberischen person wie mir nicht leicht :)

LeonGrace - 6/1/2008 um 16:31

Ich habe dem nichts weiteres hinzuzufügen. Ich denke, dass merlYnn genau die Wahrheit spricht, die ich für mich gern akzeptiere.

Zitat:
und versuche, mich mit GLD nicht mehr ausseinanderzusetzen..


Bevor man verletzend wird, sollte man den Rückzug antreten, halte ich für sehr sinnvoll, Hephaestos nickt

Jedoch... ziehe nicht den Schwanz ein, bist du anderer Meinung, vertrete sie ruhig. Dies ist dein Recht und manche Menschen sind bedachter als andere, lernen und erfahren zu wollen. Sich selbst durch andere zu erkennen.
So wie Gott es tut: Er erkennt sich selbst durch das, was er nicht ist. So wie wir dies gelegentlich auch tun ;)

Leon

Sinmara - 6/1/2008 um 20:55

willkommen :)

tja, ich habe es schon vor laengerem eingesehen das es absolut nichts bringt mit GLD & Co zu diskutieren, und habe mich infolgedessen aus dem Thread ausgeklinkt. Geht ja eh immer nur im Kreis herum.

Deine Posts im Christenthread sind interessant, auch wenn ich deine Meinung nicht teile - aber nichtsdestrotrotz interessant zu lesen!

LeonGrace - 6/1/2008 um 21:12

Oh, ich würde gern wissen, warum du meine Meinung nicht teilst oder inwiefern?

Aber vielen Dank für dein Willkommen.

Leon

Sinmara - 6/1/2008 um 22:03

Ich glaube einfach nicht an ein hoeheres Wesen das uns lenkt oder die Menschheit erschaffen hat - der Gedanke ist fuer mich einfach unlogisch. Ich denke auch nicht das die Menschheit im Allgemeinen so sonderlich toll ist - eher ein Fehler der Natur (der sich hoffentlich bald selbst korrigiert, wenn man so sieht wie die Menschheit unseren Planeten zerstoert). Was nicht heissen soll ich bin ein Misanthrop - wie sagen die Aerzte es so schoen?

'Es ist nicht deine Schuld das die Welt ist ist wie sie ist, es waer nur deine Schuld wenn sie so bleibt'



:-D


[Editiert am 6/1/2008 um 22:04 von Sinmara]

LeonGrace - 6/1/2008 um 22:12

Naja, du hast natürlich das Recht, zu glauben, woran du auch möchtest. Ich heiße auch nicht gut, dass die Menschen ihre Welt zerstören, ganz im Gegenteil. Ich erzähle dir, dass nicht ganz 25 km von meiner Heimat entfernt ein Kohlekraftwerk aufgebaut werden soll. Ich mag den Gedanken nicht, denn vieles würde dadurch kaputtgehen. Gerade in einer Region, die sowieso nicht sehr stark ist in der Wirtschaft und nur vom Tourismus lebt. Und dennoch halte ich das Wesen Mensch als etwas heiliges. Genauso wie es ein Tier oder eine Pflanze, ja sogar ein Bakterium ist. Wenn man die Welt staunend wie ein Kind sehen kann, dann ist sie etwas wunderschönes. Trotz jeglicher Widerstände und Rückschläge im Leben, seht die Welt wie ein Kind und sie ist gleich nicht mehr so grau und trist.
Jesus selbst sagte: "Das innere Kind: die Welt wie ein Kind zu sehen gemäß: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder"

Sei ein Kind und öffne dich. Vielleicht verstehst du dann meine Worte ein bisschen besser :)

Leon


[Editiert am 6/1/2008 um 22:12 von LeonGrace]

Sinmara - 7/1/2008 um 10:19

oh, wie man hier in England so schoen sagt: not to worry :) Ich sehe etwas anderes wichtiger an als die Menschheit - naemlich die Natur. Da steh ich oft wie ein Kind da und bestaune sie :)

Klar, ein individueller Mensch an sich ist auch toll und schoen - nur als Kollektiv ist die Menschheit zum Vergessen... Mir tuts nur leid das Tiere und die Natur unter uns leiden muessen. Da schliess ich mich jetzt gar nicht gross aus, sonst waer ich ja ein Hypokrat. Man kann nur versuchen es einzudaemmen und zu helfen wo geht *schulterzuck* Die Welt rette allein kann niemand, aber zumindest versuchen sollte man es... (da hilft aber viel Gerede nichts, da muss man Hand anpacken und was tun)

LeonGrace - 7/1/2008 um 12:47

Die Natur ist ein wunderbares Geschenk an uns Menschen, und wir haben nichts besseres zu tun, als es mit Füßen zu treten und mit Händen zu würgen. Wie mein kleiner Freund schon passend sagte über die Wettersituation momentan:

"Es ist als Läge Mutter Natur fiebrig in den Wehen."

Ich stimme mit dir vollends überein, wir müssten etwas tun. Wir Deutsche tun etwas: Wir trennen den Müll und haben die besten und strengsten Gesetze zur Einhaltung der Co² Emission. Jede Einzelne kann etwas tun: Keine Tiere quälen, den Müll in Mülltonnen schmeißen und nicht an den Wegesrand, Vermeiden von Haarspray oder anderen giftigen Chemikalien. Das meiste davon trifft auf mich zu. Das meiste tue ich oder eben unterlasse ich.
Beim Stromverbrauch oder Wasserverbrauch sieht es bei mir etwas nachlässiger aus, das geb ich zu.

Ich für meinen Teil hoffe, denn ich bin Aktivist am Rande nur, dass uns und der vorpommerschen Umwelt das Kohlekraftwerk erspart bleibt.

Leon

Orvio - 9/1/2008 um 23:54

Der Weg ist nicht das Ziel, der Weg führt zum Ziel. Das Ziel ist nur ein zeitlich kurzer Augenblick, vielleicht ein wichtiger. Der Weg macht oder sollte Spass machen.
Du hast dich nur vorgestellt, und jetzt wurdest du schon als Gnostiker definiert.
Ich finde deine Art erfrischend in diesem Forum !

Orvio - 10/1/2008 um 00:01

Es kommt doch drauf an, wie man loslässt: Handfläche mit Inhalt nach unten oder Handfläche mit Inhalt nach oben. Ich greife auch manchmal zu.

LeonGrace - 10/1/2008 um 21:12

Lieber Orvio,
ich danke dir sehr für dein liebes Kompliment :redhead: So ein Gnostiker, wie man sich ihn vorstellt, bin aber sicher gar nicht :redhead: Nun ja, ich bin ein selbstständig denkender Mensch oder zumindest glaube ich dies.
Folgendes möchte ich dir sagen:

Zitat:
Der Weg ist nicht das Ziel, der Weg führt zum Ziel.


Ich denke, auf dem Weg zu einem Ziel können wir viel Erfahren. Neale D. Walsch schrieb in seinen Büchern "GmG" mal, dass das Leben keine Schule ist, wie viele von uns glauben, sondern ein Prozess. Er sagt, wir wissen alles schon, müssen es jetzt nur anwenden. Um dies zuerreichen, müssen wir uns unserem Wissen aber erst einmal bewusst werden.
Ich denke auf gewisse Art und Weise hat der gute Neale recht. Da ich ein Mensch bin, der sehr wohl an Inkarnation glaubt, denke ich auch, dass wir alles schon einmal gelebt haben: Gutes wie Schlechtes - wenn man das so kategorisieren möchte. Aber alle diese Erfahrungen gehen nicht verloren. Wir müssen uns nur daran 'erinnern', dass es diese Erfahrungen gibt. Manche würden Unterbewusstsein dazusagen. Ich glaube genau das ist der Weg und der Weg ist das Ziel.
Natürlich ist der Weg auch ein Weg zum Ziel, das Ziel zu Gott zurückzukehren oder wie ich es auch schon hörte: in die Gemeinschaft.
Wir alle sehnen uns nach etwas. Diese Sehnsucht, als wären wir hier nicht zu hause. Als gäbe es etwas anderes, größeres wo wir hingehören. Das ist bei Gott. Zu ihm zurück zu finden, ist unser Ziel. Der Weg dahin ist aber auch unser Ziel: Erinnern, bereit sein.

Das klingt vielleicht etwas verwirrend, aber... vielleicht verstehst du mich trotzdem.

Zitat:
Es kommt doch drauf an, wie man loslässt: Handfläche mit Inhalt nach unten oder Handfläche mit Inhalt nach oben. Ich greife auch manchmal zu.



Das ist etwas sehr schönes: Wir müssen manche Dinge einfach mal von anderen Gesichtspunkten sehen lernen. Vielleicht fänden wir dann in all der Tristheit des Alltags jene Wunder wieder, die wir als Kinder noch sahen. Initiative ergreifen, positiv denken, offen sein für alles und jeden.

Wer das kann, so glaube ich, hat sich etwas Göttliches bewahrt. Etwas, was ich sehr schätze. Gott ist in allem und jedem. Für mich ist Gott der Geist des Lebens, Weisheit und vorallem die Liebe. Sie hält das Universum zusammen. Und das schätze ich. Denn ohne Liebe gäbe es mich nicht.
Und ohne Liebe gäbe es keine anderen Menschen um mich.
Ich bin ein recht einsamer Mensch, wenn ich das überhaupt behaupten darf. Denn eigentlich bin ich auch ziemlich gesegnet mit Kontakten und Bekanntschaften. Aber ich habe oft erlebt, dass Menschen Dinge tun, die ich nicht verstehe. Manchmal frage ich mich, warum sagst du sowas? Warum wünscht du dir sowas? Warum ist Geld so wichtig für dich?

Ich glaube, um einfach zu greifen zu können, müssen wir entweder sehr viel Mut haben oder uns unser 'inneres Kind' bewahrt haben.

Leon

Orvio - 14/1/2008 um 13:28

Schön geschrieben, dann sind oder waren die Erfahrungen der Weg und die Erinnerung das Ziel. Möchte jetzt nicht zu scharfsinnig sein: Auch dann ist der Weg nicht das Ziel, sondern führt zum Ziel im Jetzt.
Deine Einstellung zu Gott und der Göttin finde ich schön. Sie beinhalten ein Ganzes, das viel Platz hat für Individualität.
Eines meiner grössten Ziele ist es wirklich, die Kindheit nicht zu verlieren. Zu greiffen und loszulassen, ab und zu fällt das Losgelassene nach unten und manchmal bleibts in meiner Handfläche liegen. Ist übrigens eine gute Uebung für was man im Leben längerfristig oder kurzfristig loslassen will.

LeonGrace - 15/1/2008 um 08:34

Hallo, Orvio.

Zitat:
dann sind oder waren die Erfahrungen der Weg und die Erinnerung das Ziel. Möchte jetzt nicht zu scharfsinnig sein: Auch dann ist der Weg nicht das Ziel, sondern führt zum Ziel im Jetzt.


Ich denke, ich weiß, was du meinst. Dennoch bin ich stur genug, um zusagen, der Weg ist das Ziel. Letztlich sind es nur Begrifflichkeiten, die unsere Meinung voneinander unterscheiden, denke ich. :)

Zitat:
Deine Einstellung zu Gott und der Göttin finde ich schön. Sie beinhalten ein Ganzes, das viel Platz hat für Individualität.


Das ist meine gefundene Wahrheit, mehr nicht. :redhead:

Zitat:
Eines meiner grössten Ziele ist es wirklich, die Kindheit nicht zu verlieren.


Etwas, was viele Menschen vergessen und was Christen gerne überlesen:
Jesus schon sagte, dass wir Kind sein müssen um ins Reich Gottes zu gelangen.
Seelig sind die geistig Armen. Lernen wir offen zu sein und bescheiden. Die Kleinen wird er erheben.

Zitat:
Zu greiffen und loszulassen, ab und zu fällt das Losgelassene nach unten und manchmal bleibts in meiner Handfläche liegen. Ist übrigens eine gute Uebung für was man im Leben längerfristig oder kurzfristig loslassen will.


Ja, in der Tat, das ist eine wirklich schöne und wohl sinnvolle Übung. Ich werde sie mir mit notieren. Ich danke dir für diese. :)

So jetzt hab ich deinen Beitrag einmal gut zerflückt :D und werd mich nun auf den Weg zur Arbeit machen.

Der Weg ist das Ziel ;)

Leon

Orvio - 7/2/2008 um 18:00

Ich bin engstirnig Leon: Der Weg führt zum Ziel, man kann aber trotzdem Freude am Weg haben oder auch nicht. Wichtig ist es, die Zielfixiertheit aufzugeben, dann macht der Weg wirklich Freude und Sinn. Vergiss das Ziel, denn der Weg führt schon automatisch dort hin. Aber ich habe was Neues gelernt von unserem Dialog: Der Weg ist nicht das Ziel und der Weg führt nicht zum Ziel. Es ist einfach der Weg ! (Der vielleicht wichtig ist).

Orvio - 7/2/2008 um 18:02

Tja, Leuts, viel gibts zu mir nicht zusagen. Ich bin Leon.

Du bist nicht Leon, sondern du heisst Leon ! :cool:

LeonGrace - 11/2/2008 um 21:25


Zitat:
Es ist einfach der Weg !


Das ist gut. :)

Zitat:
Du bist nicht Leon, sondern du heisst Leon !


Nur der richtige Name gibt einem Ding seine Realität und Existenz, sagte Michael Ende schon in der Unendlichen Geschichte.
Die Engel sorgen dafür, dass ein Kind den richtigen Namen von seinen Eltern bekommt. Denn in jedem Namen steckt eine verborgene Wahrheit.

Und deshalb bin ich hier Leon. Und Leon, als RPG-Char, ein Teil von mir.

Leon

Orvio - 3/3/2008 um 20:18

ja, der richtige Name, da stimme ich mit dir überein. Der richtige Name gibt der Kommunikation einen Sinn. Sonst könnten wir Wesen uns untereinander nicht verständigen. Nur ist der Tisch ein Tisch oder heisst er Tisch ? Das war die Frage. Wenn viele ihn Stuhl nennen würden, wäre er immer noch das was er ist. Wir könnten uns dann einfach nicht auf den Stuhl setzen (oder doch), sondern würden eher auf ihm essen.

Waris Silvermoon - 4/3/2008 um 02:38

Hallo Jungs,
es war echt schön euche Diskusion zu Thema "Der Weg ist das Ziel" oder auch nicht, zu lesen.

Ich muss sageb, dass ich hierbei Leons Meinung vertrete, obwohl es nicht immer so war. Dazu muss ich etwas ausholen.

Ich bin ein Wanderfreund und habe mir vorgenommen von Heidelberg nach Dresden zu wandern, was ich auch in Angriff gemonnen habe.
Mein Gedanke war, in der Zeit die ich hatte, mein Ziel zu erreichen. Ich wollte einfach ankommen. Natürlich hatte ich ein Auge für das was mich umgab, aber ich wollte mir nicht eingestehen an einen Ort, der mir gefiehl, länger zu bleiben.
Nach siebenden oder achten Tagen traf ich einen Wanderer (den 1. seit meiner Reise), und wir legten ein paar Kilometer gemeinsamm zurück. Ich erzählte ihm wo mein Zeil war und in welcher Zeitspanne ich es schaffen wollte. Doch er meinte, dass werde ich nicht schaffen. Und am Ende meinte er es kommt nicht darauf an wie schnell man sein Ziel erreicht, sondern der Weg ist das, worauf es ankommt.
Ich nahm es erst hin und humpelte meines Weges (ich sag nur Blasen, viele fiese Blasen), bis ich mich auf eine Wiese setzte und darüber nachdachte. Und es stimmt, was der Fremde mir sagte. Und die Last des Zeitdruckes fiel mit ab (hatte dennoch einiges zu tragen).

Nun, ich bin vor fast drei Jahren aufgebrochen und bin noch nicht in Dresden angekommen. Ich laufe meinen Weg in Etapen und so kann ich ihn immer wieder aufs neue Geniesen. Der Weg ist das Ziel.

LeonGrace - 4/3/2008 um 19:15

Lieber Orvio,

Deine Worte haben mich an eine alte Geschichte erinnert, die ich in meiner Schulzeit einmal las. Internet machts möglich; schaut und lest und staunet:

http://www.yolanthe.de/stories/bichsel01.htm


Leon

Waris Silvermoon - 5/3/2008 um 02:10

Habe soebend die Kurzgeschichte gelesen und musste (in Mittleren Teil) schmunzeln, aber das Ende... *schnief.

Die Frage ist, ob etwas so heißt oder ob es das ist, wie es heiß.

Gibt es nicht einige Religionen, wo man keinem seine wahren Namen nennen dart? Denn wenn ein Anderer den Namen kennt, hat er Macht über einen.
Soll das heißen, dass er/sie dann weiß, wer/wie man ist und so Macht auf einen ausüben kann?
Wenn ich diesen Strang folge, könnte ich meine, dass man/es ist wie man/es heißt. Also ist man nicht, wenn man keinen Namen hat?

Ich hier mal auf, denn mein Kopf beginnt zu knirschen.

Orvio - 12/6/2008 um 23:41

dann wären viele unenddeckte Wesen ja nicht. Weil man ihnen keinen Namen gegeben hat. Es ist und gibt vieles, das noch keinen Namen hat und es gibt Sachen und Unbeschreibliches wo nie einen Namen bekommen wird. Es ist heisst nicht, dass es einen Namen haben muss. Es fällt uns nur schwer das anzunehmen, weil wir dann nicht darüber sprechen können. Obwohl, das machen wir ja jetzt.

Waris Silvermoon - 22/7/2008 um 15:36

Vielleicht verrät Es uns nicht seinen Namen, damit wir keine Macht darüber haben.

LeonGrace - 22/7/2008 um 22:27

Hallo, ihr beiden.

Ich glaube ja, dass man auf einer höheren Ebene, die wir alle irgendwie versuchen zuerreichen, früher oder später zumindest, keine "Bezeichnungen" mehr brauchen. Ich glaube, dass der Name sehr wichtig ist. Sehen wir uns die Beschwörungsformeln diverser Dämonen an, oder gleich die Exorzismen.

Weiß man den Namen eines Dämons, hat man Macht über ihn und kann ihn verjagen oder, wenn man stark genug ist und sich aller Konsequenzen im Klaren ist, ihn befehligen!

Der Name spielt keine untergewichtige Rolle. Ein anderes Beispiel, GOTT hat in 75 Sprachen nur 4 Buchstaben. Ist das vielleicht nicht auch ein Hinweis darauf, dass die universelle Wahrheit, ganz viele verschiedene Bezeichnungen haben kann, aber nur EINEN Namen?

Liebe Grüße
Leon

Waris Silvermoon - 23/7/2008 um 18:13

Doch wie erfährt man den "Namen"? Nicht unbedingt um Macht zu haben. Sondern auch zu verstehen. Ein Name sagt vieles aus.
Wenn man den eigenen Namen nimmt: Meine Eltern nannten mich Franziska. Und diesen Namen kann man auseinanderpflücken, oder mit Bedeutungen bestücken. Der Anfangsbuchstabe soll bedeuten, dass ich meine Aufgabe im vorherigen Leben erfüllt habe und dass ich unbelastet in dieses Leben gehe..... was auch immer das heißen mag … Aber woher wussten das meine Eltern? Oder ist Franziska nicht mein Name sondern einfach eine Bezeichnung?
Ich weiß nicht ob das affig klingt, aber ich denke, wenn man den Namen kennt, hat man nicht nur Macht, sonder man versteht.

LeonGrace - 25/7/2008 um 12:57

Hallo, Waris.

Erst einmal, nein. Du klingst nicht affig. Ganz im Gegenteil, deinen Gedankengang, dass der "Name" auch zu verstehen gibt, ist gar nicht so abwegig. Mh... Lass mich mal überlegen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Seele sowas wie eine Unendlichkeit in sich birgt, das heißt, kosmische Energie, die sich im Laufe der Ewigkeiten immer wieder mal materialisiert, ist der jetzige Name sicher wie "Schall und Rauch". Dies zumindest auf den ersten blick. Denn Namen haben etwas sehr schönes an sich: Sie haben Bedeutung. Und ich denke, dass diese Bedeutung immer ein Hinweis auf das Sein und das Schicksal einer Seele ist. Das heißt also, dass dein Name Franziska Bezeichnung und Name ist. Bezeichnung, weil du eine Franziska bist. Franziska, die Tochter von dem und der. Eine bloße Bezeichnung, die fremde Menschen labidar dahin sagen ohne dich zu verstehen, nur um dich von der Masse von Annas und Franks und all den anderen Menschen zu unterscheiden.
Namen, die in der Funktion als Bezeichnung dienen, dienen also im Vordergrund anderen Menschen. Wir haben es leichter, einen bestimmten Menschen beim Namen zu nennen, als sagen zu müssen: "Ey, du Frau, mit langen, blonden Haaren und den grünen Augen, du.. nein... nicht ihr, sie da ja.." ..... Leichter ist es eben zu sagen "Ey, Franziska *Nachname unterstützt das natürlich*"
Doch schaut man sich Franziska näher an, ist der Name nicht nur mehr Bezeichnung. Man übt Macht mit dem Namen aus, selbst auf unserer Ebene. In der Schule bzw. wenn man dich aufruft oder der Chef mit dir reden will. Er wird dich immer beim Namen rufen. Die Ämter werden dich immer mit deinem Namen anschreiben und selbst im Tod... steht dein Name auf dem Grabstein und weißt, dass du jetzt in der Macht des Todes bist, in der dich die meisten Irdischen hier glauben.

Und dann haben wir das mit der Bedeutung noch. Wenn wir also davon ausgehen, dass du als Seele in deinem kosmischen Leben viele unzählige Leben schon hinter dir hast, wirst du auch immer neue Namen bekommen haben. Ich denke, dass sie immer ein wichtiger Hinweis darauf sind, was du in der materiellen Welt warst, welche Rolle du spieltest. Ein Lebens-Abschnitts-Titel sozusagen. Ein neues Kapitel. Und doch birgt die Namensgebung etwas schönes: Weil sie sich wie die Wahrheit verhält. Deine Namen in den vielen Leben sind Puzzlestücke, und wenn du das Puzzle fertig hast, denn das ist sicher sehr gut möglich, siehst du das Bild. Dann siehst du dich als vollkommenes Wesen, als etwas, dass groß ist, aufgestiegen, ach ich überlass es dir, wie du es nennen willst.

Im astralen Leben, wenn wir tot sind, sind Namen da noch wichtig? Ich glaube nicht. Aber im Sinne einer Gemeinschaft vielleicht doch... Wer weiß... vieles erscheint uns auf Erden wichtig. Aber das meiste ist unnütz.

Noch etwas zum Nachdenken:

"Wirken Engel auf die Namensgebung des Neugeborenen ein?

Die Namensgebung geschieht durch den Sonnenengel des Kindes. Die Eltern und der Schutzengel schließen sich an. Es gibt keine unpassenden Rufnamen, es sei denn durch Verständigungsschwierigkeiten. Dann ändert sich der Name meist wie von selbst und ganz "zufällig" im Laufe des Lebens. Der Mensch trägt dann zum Beispiel einen selbst gewählten Rufnamen oder einen Kurznamen. Der Mensch hat nicht die Macht, etwas zu erschaffen, das nicht in Übereinstimmung mit der Seele ist. Es ist also nicht richtig zu meinen, die Eltern wählten den Rufnamen alleine nach ihrem Gutdünken. Vielmehr informiert der Sonnenengel des Kindes die der Eltern über den Namen, der der Seele entspricht, der ihre Struktur in Klang umsetzt und den zu ihr passenden Heiligen als Namenspatron herbeiruft. Es ist also durchaus berechtigt, im Rufnamen eine Andeutung der Struktur der Seele und der Ansätze und Tendenzen zu finden, die für dieses Leben charakteristisch sind. Wenn die Römer sagten "Nomen est omen", so ist das nicht so abwegig, wie ihr meinen mögt. Die Namensgebung ist ein feierlicher Akt, in dem die Eltern Vermittler zwischen Himmel und Erde sind und in dem sie sich am väterlichen Akt der Erschaffung beteiligen. Denn: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen!" (Jes.43,1) "

(Quelle: Wie im Himmel so auf Erden - Einführung in die christliche Engelkunde von Alexa Kriele, erschienen im Heyne-Verlag)

So viel dazu :)

Leon

Waris Silvermoon - 27/7/2008 um 18:36

Die Engel wirken bei der Namengebung mit?
Dann haben sie wohl meinen Vater auf den Ganken gebracht den Würfel, auf dem einige Namen standen, da sie sich nicht entscheiden konnten, zu präperieren, so das immer wieder mein Name erschein.

LeonGrace - 27/7/2008 um 22:18

*grinst* Engel sind toll, nicht wahr?! :D ;)

Leon

GeorgeTheMerlin - 28/7/2008 um 20:42

Das kann man wohl sagen ...

Meine Mutter wollte für mich auf KEINEN FALL einen Namen, den es irgendwo in der Familie schon gibt.

Der Name, den sie mir dann gebgeben hat, war eigentlich der von ihrem Bruder - und sie hats lange Zeit nichtmal gemerkt.

:D

grüssli merlYnn

Senus - 28/7/2008 um 21:52

Muss ja ein tolles Erlebniss für sie gewesen sein, alls sie es gemert hat.

Meine Mutter sagte, dass ihr kein Name einfiel. Sie hat einen aus der Zeitung genommen.

LeonGrace - 29/7/2008 um 00:16

Und ich hab meinen aus einem französischen oder amerikanischen (darüber streiten sich die Götter) Film :)

Den meine Mutter übrigens nur einmal in ihrer Kindheit sah ;)

Aber ich muss sagen, im Nachhinein.. jetzt, wo ich langsam beginne zu verstehe, der Name passt zu mir, und wie sich alles bei mir entwickelt *schultern zuck* Es gibt keine Zufälle!

:D

Leon

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