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Autor: Betreff: ironsicher Kommentar zu Halloween und dessen Sinn
Simulacrum
Simulacrum


Beiträge: 31
Registriert: 30/10/2007
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 3/11/2007 um 23:17  
Ich weiss es ist etwas spät nun mit einem Kommentar zum Halloween, aber ich komme erst jetzt zum Schreiben hierüber in diesem Forum.

Ich musste mich dieses Jahr so fragen warum es so Spass macht mit all diesen Erschreckens- Versuchen mit Monster und alles - gehört ja sicher igendwie zur kollektiven Schattenarbeit...ABER... dabei musste ich mich fragen, warum sollte man sich über so ein Monster erschrecken - sie sind doch - meines Wissens - fiktiv. Es gibt viel schlimmere Dinge zu befürchten, wie die klassischen negativen Charakterzügen, Krieg, Hass, Neid, Unversöhnlichkeit, Betrug, Freundein den Stich lassen etc ... wenn man mal diese Energien gelebt hat, warum erschreckt man sich nciht wenn man dann sich in den Spiegel schaut - und hat Spass daran - um es ironisch (nciht ernst) auszudrücken - wie man es sonst so treibt mit diesem Monster zu Halloween?

Stellt euch mal vor, ein Halloween Fest ohne Verkleidung, - man steht nur da mit seinen ganz normalen Klamotten und versucht stattdessen mit seinen negativen Energien sich gegenseitig zu erschrecken.... oder wenn man sich selber in den Spiegle schaut, schreit man laut vor Erschrecken... man kauft Schokoladen Stücke, Spielzeuge, T-shirts oder Luftballons mit Texten wie Hass und Unversöhnlichkeit, Bitterkeit, Sauersen, Pessimismus...

Hm... klar so klingt es bizarr... und wer würde es kaufen und hieran Geld verdienen können - und noch dazu Spass haben - wäre ja peinlich.. .... ne, dann lieber dies kitschigen Monsterkostümen und Ketchup als Symbol für Blut-rinsiges Benehmen....

Also ich frage mich, sind diese kitschigen Feier bei dem immer mehr kommersiellen Halloween Feiern und ALlerheiligen eher eine kollektive Flucht vor dem eigenen Gewissen...? Oder hat es dohc sein Sinnvolles?

Dann musste ich mich noch die ironische Frage stellen, hm, wenn es nun ein Halloween Tag geben soll, warum führt man dann auch nciht ein Heiligen Tag ein, wo alle Engel und supergute Menschen spielen - zumidnst ein Tag im Jahr? - warum ist das nicht so lustig wie Monster zu spielen? Ich würde mir wünschen es wäre netter Engel zu spielen als ein Monster... oder bin ich da zu naiv.. aber wer möchte denn ein Monster spielen?

Hm, jetzt war ich wohl zu provokativ ironisch.... aber ich verstehe echt nciht dieses Halloween Zeug...


[Editiert am 17/12/2007 um 18:11 von Sternwanderer]
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Incognitus
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Idan
Beiträge: 71
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4/11/2007 um 09:14  

Zitat:
warum sollte man sich über so ein Monster erschrecken - sie sind doch - meines Wissens - fiktiv


Sind sie das?
Ist die Angst vor der Unmenschlichkeit der modernen Medizin und die Grenzen der Wissenschaft, die das Frankenstein Monster repräsentiert, fiktiv?

Ist die Angst vor der dunklen Leidenschaft des nächtlichen und morbiden und die Grausamkeit, die aus dem Wunsch nach ewigen Leben erwachsen kann und die der Vampir repräsentiert, irreal?

Ist die Angst vor dem Wilden, Unkontrollierbaren, Animalischen im Menschen, das uns beherrscht anstatt umgekehrt und die der Werwolf repräsentiert, irreal?

Ist die Angst vor dem Tod, dem Sterben, das Bewusstwerden eigener Sterblichkeit, die das Skelett repräsentiert, irreal?

Ich könnte ewig so weiter machen. All diese Schreckgespenster stellen Bezüge her zu Ängsten in uns, die wir normalerweise ignorieren und unterdrücken. Aber an Halloween setzen wir uns mit ihnen auseinander. Es geht nicht darum, sich zu erschrecken. Aber man zeigt sich gegenseitig, welche Ängste man kennt, was für Angstsymbole es gibt.

Zitat:
warum führt man dann auch nciht ein Heiligen Tag ein, wo alle Engel und supergute Menschen spielen - zumidnst ein Tag im Jahr?

Gibt es doch! Weihnachten! Menschen, die sich nicht leiden können und das ganze Jahr über aus dem Weg gehen - auch Familie genannt - tut an diesem Tag superfreundlich, kommt zusammen, isst und singt gemeinsam, beschenkt sich gegenseitig und für einen Tag scheint die welt schön zu sein. In früheren Zeiten wurde an Weihnachten sogar ein Krieg unterbrochen und die verfeindeten Soldaten feierten gemeinsam, ehe sie dann am nächsten Tag sich aus dem Schützengraben wieder gegenseitig beschossen.


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Speculum

Hephaestos
Beiträge: 322
Registriert: 18/10/2006
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 11:53  
Wobei:

Zitat:
Stellt euch mal vor, ein Halloween Fest ohne Bekleidung - man steht nur da mit seinen negativen Enerigen und versucht sich gegenseitig zu erschrecken....


das ja wieder ganz lustig wäre....
und es ja wirklich - vor allem frauen - gibt, die Nackte - vor allem männer - erschreckend und bedrohlich finden.


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Simulacrum
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Beiträge: 31
Registriert: 30/10/2007
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 12:34  
Zu Idans Kommentar:

Das ist ja eine hintergründige, sinnvolle Interpretation von Halloween - so schade dass die meisten es nicht so sehen !!! - diese Art von Interpretation habe ich nirgends so treffend gelesen ausser hier in diesem Forum. Wenn es so wäre, macht es ja natürlich einen guten Sinn. Aber dennnoch, ich finde man versteckt die Ängste dennoch ziemlich symbolisch - wenn man nciht weiss (und das sind ja die meisten) wofür ein Vampir oder SKellett steht so ist doch alles leider sehr oberflächlich... mir wäre es immer noch fast lieber dass man sich über die Hintergrüdne die zu diesen Monster-Menschen führen, Gedanken macht, also warum wir diese Ängste durch Vampire, Frankenstekn ausdrücken - wenn man darüber nachdenkt, könnte es rihctig tief philosophisch werden und man käme vieleliht auf die Urangst zurück, die doch die Wurzel aller/der meisten Probleme wäre, oder? Dieser ganze Kommersialismus lenkt doch eher leider ab von dem Hintergründigne Teil... oder irre ich mich?

Zu Weihnachten - ach ja, so kann man es auch sehen... aber ich meinte eher so sarkastisch wirklcih ein Tag mit dem gleichen Kommersiellen Theater so wie der Halloween - wo Kidner sich zu Engel, Heiligen, Götter oder meinetwegen Buddhas und Boddhisattvas auskleidnen... Erwachsene ebenso bei ihren Partys.... als ein Gedankenspiel- und dabei entdeckt man - zumidnst ich - wie ironsich und fast schwer vorstellbar dies wäre - da ist der Halloween sofalls kommerisiell mehr gängig und lohnenswert... dass es viel leichter fällt "Spass" am Negativen zu haben - als am Heligen.... ein Kind spielt doch lieber Frankenstein als ein Engel... und wenn es lieber Engel spiele würde, wird es eher ausgelacht von den anderen...

Eigentlich ist es doch traurig... man würde sich wünschen es wäre andersum... aber vielleicht ist es nur eine Frage um unser momentarerZeitgeist .. .wir sind in dieser Zeit wo dies so ist... aber unser Ziel bleibt immer noch das Höchste.... und das Edelste... Heilung statt Zerstörung...

oder?
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Incognitus
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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 13:30  
Ein anderer Aspekt von Halloween:

Das, was wir da erleben mit der Monstermode aus USA, das ist doch eigentlich ein uraltes Fest, welches zurückkommt. OK, das ist eigentlich auch jedem klar, aber was mich seit kurzem fasziniert, das ist die Tatsache, daß wir zumindest in einigen Teilen Europas noch Spuren von dem Fest haben, das früher mal von Europa nach Amerika exportiert wurde. Im Rheinland nennen wir das Fest "Sankt Martin", es geht um einen Ritter, der mit einem alten Bettler den Mantel teilte und nachher träumte, der Bettler wäre Gott gewesen.
Aber neben dem christlichen Anteil, der eine Integration des Festes ins christliche Alltagsleben ermöglichte, sind noch Spuren dessen zu sehen, was auch zu Halloween passiert. Kinder basteln etwas und ziehen durchdie Gegend, klingeln überall und "Schnörzen", wobei "Schnörzen" nur den "Treat" Anteil von "Trick or Tread" umfasst. Beim Schnörzen singen die Kinder Sankt-Martins-Lieder und kriegen dafür Süßigkeiten.
Daß sich beim Halloween die Kinder auch ein wenig ungezogener Benehmen dürfen, mit Monsterkostüm und bösen Streichen, finde ich im Gegensatz zu dem langweiligen Liedersingen eher angenehm. Nach der dritten Gruppe schnörzender Kinder kennt man die Lieder auch schon alle, beim Martinsfest ist keiner verkleidet (bis auf den, der den Martin spielt) und die Kinder müssen sich Laternen basteln.

Halloween, wie es sich mittlerweile einbürgert, empfinde ich da als eine Art von "Rückkehr" eines Festes, daß deutlich heidnischere Spuren in sich trägt als die Version des Festes, die in etablierter Form hier überleben durfte. Daß diese neuere Version von Halloween einfach schon ein Potential mit sich bringt, sich mit "Schattenaspekten", mit dem Dunklen und Finsteren, auseinanderzusetzen, ist doch eigentlich ein riesiger Zugewinn.
Denn in christlichen Festen ist es ja allgemein so, daß die Gläubigen als zumindest "auf der Seite des Guten stehend" klassifiziert werden, von daher brauchen sie sich auch nicht als Engel oder Heilige zu verkleiden.

Also schaun wa mal, wie sich die Sache mit dem Monsterfest weiterentwickelt.

Irgendwie muss ich die ganze Zeit an diese alte Geschichte denken, wo auf einem Kostümfest mit Oberthema "Monster" alle Teilnehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Kostüme ablegen. Bis auf einen, aber der war ja auch gar nicht verkleidet.....


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"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

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Idan
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 15:04  
Oh, Eliphas, für diesen Post möcht ich dich drücken! Genauso sehei ch das auch und habe es letzte Woche einem Arbeitskollegen erklärt! ;)


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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 16:54  
Naja, Idan, das musste ich schreiben, schließlich hast Du ja als erstes das geschrieben, was ich eigentlich hätte schreiben können/sollen/dürfen...
;)


Zitat von Sternwanderer, am 5/11/2007 um 12:34
... dass es viel leichter fällt "Spass" am Negativen zu haben - als am Heligen.... ein Kind spielt doch lieber Frankenstein als ein Engel... und wenn es lieber Engel spiele würde, wird es eher ausgelacht von den anderen...

Eigentlich ist es doch traurig... man würde sich wünschen es wäre andersum... aber vielleicht ist es nur eine Frage um unser momentarerZeitgeist .. .wir sind in dieser Zeit wo dies so ist... aber unser Ziel bleibt immer noch das Höchste.... und das Edelste... Heilung statt Zerstörung...

oder?


Mmmh.... ein Karatetrainer wollte seinen Schülern zeigen, wie eine bestimmte Technik richtig geht und was die Schüler alle falsch machen. Also hat er sie dazu aufgefordert, diese Technik ein paar mal völlig überzogen und falsch zu machen, so falsch es nur geht. Als die Schüler danach wieder die eigentliche Technik üben durften, verstanden die Meisten von ihnen, was sie vorher falsch gemacht haben.

Um etwas nicht falsch (also richtig) zu machen, muss man sich auch mit den Irrtümern und dem "Negativen" auseinandersetzen. Den Zeitgeist, sich mit negativen und destruktiven Aspekten auch der eigenen Existenz auseinanderzusetzen, kann ich nur begrüßen. Und, um Deine Formulierung aufzugreifen, Sternwanderer, es fällt viel leichter, sich mit dem Negativen auseinanderzusetzen, wenn man einen gewissen "Spass" dabei haben kann. Lachen kann ein guter Filter sein, um aus schlechten Dingen etwas gutes zu lernen.


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Idan
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 17:06  
Da fällt mir noch was ein:

Viele Magier und Hexen empfehlen bei lästigen Geistern, diese erst herbeizubeschwören und dann auszulachen, weil sie duch das Auslachen/lächerlich machen die Macht über einen verlieren. Was ich auslachen kann, beherrscht mich nicht mehr. Unter diesem Aspekt ist eine schaurig-spaßige Auseinandersetzung mit den persönlichen Ängsten und inneren "Dämonen" wie zu Halloween durchaus sehr heilsam.


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wirrkopp
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 18:02  
ich weiß nich... haben nicht die ganzen "sich verkleiden feste" eine eher gemeinsame wurzel?!?
eben diese, in kontakt mit den "geistwesen" als die man sich verkleidet, zu treten?

ich dacht immer halloween wär sone art verfrühter fasching, der dazu dient die "bösen geister" (die klassischen negativen charaktereigenschaften die SW am anfang aufzählte) vor der "langen dunklen winterruhe"(die ja die zeit der dunkelheit war) zu vertreiben?!?

das sich im laufe der zeit diese feste von halloween bis fasching so auseinandergezogen ham würd ich da noch eher evolutionistisch sehn... (das sich inzwischen dabei kinder als das verkleiden was sie grad gerne sein möchten auch)

st.martin dacht ich immer wär ne rein christliche fabel (wüsst auch nich was die mit "dämonen" zu tun ham sollte) die aber vielleicht auch in dem rahmen des "bevorstehenden winters" mit sorge um schutz(mantel) und licht(laterne) eingebettet ist...
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Incognitus
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Idan
Beiträge: 71
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red_folder.gif erstellt am: 5/11/2007 um 19:08  
Der folgende Post ist hoch spekulativ und in seiner historischen Wahrheit zweifelhaft:

Die Kelten kannten nur 2 Jahreszeiten: 6 Monate Winter und danach 6 Monate Sommer. Für sie fing das Jahr mit dem Winteranfang an.
Samhain war das Fest des Winteranfangs und damit auch das keltische Neujahrsfest. Außerdem ist es auch das Ende des Sommers.

Dieses Fest wurde begangen, in dem der Sommer personifiziert durch eine Gestalt (z.B. Strohpuppe, möglicherweise ganz früher auch Menschenopfer) "zu Grabe" getragen wurde. Der "Sommer" war tot und seine Beerdigung wurde gefeiert (Parallelen zu den Mysterien des Osiris, der Inanna, der Demeter). Die Menschen marschierten in einem Trauerzug hinter dem Leichnam des Sommers hinterher, der rituell verbrannt wurde (die Kelten kannten sowohl Feuerbestattung als auch Erdbestattung).

Von diesem festlichen Trauerzug erhielten sich verschiedene Aspekte in Europa:

- In Deutschland erhielt sich der Trauerzug, das rituelle Feuer und auch die rituelle Opfergabe (weckmann). "Nur" die Person wurde ausgetauscht, aus dem Sommer wurde der heilige St. Martin.

- In Großbritannien hat sich der Todesaspekt erhalten, ist aber "verkehrt" worden. Es ist nun nicht mehr der König, der die Menschenwelt verlässt und in die Totenwelt geht, es sind umgekehrt die Toten, die in die Menschenwelt kommen. Um die Toten zu besänftigen, wurden ihnen Opfergaben dargebracht (aus denen sich Trick'n'Treat entwickelte) und man verkleidete sich als einer von ihnen, damit sie einen in Ruhe ließen.

Zu Karneval:
Karneval hat auch heidnische Wurzeln, aber die sind etwas anders gelagert. Zunächst mal sei gesagt, das im römischen Kalender das Jahr im März angefangen hatte - deswegen hat der Februar 28 Tage und den Schalttag, er lag früher am Jahresende. Auch die Namensgebung der Monate kommt daher:

September - sept = 7
Oktober - octo = 8
November - novem = 9
Dezember - decem = 10

Karneval war im römischen Kalender das Fest des Jahresendes, also das römische Neujahr, an dem sehr ausgelassen und frei gefeiert wurde. Nach der Christianisierung des römischen Reiches fiel das römische Neujahr mit dem Beginn der Fastenzeit zusammen (6 Wochen vor der Auferstehung Christi zu Ostern). So blieb der Grund zum Feiern erhalten, obwohl man den Jahresbeginn verlegt hatte auf den Januar (wegen der Wintersonnenwende). Daher stammt auch der Name "Karneval" - Fleisch (carne) geht weg (val) = Fastenzeit.

Das Verkleiden zu Karneval symbolisiert die Aufhebung aller Regeln und gesellschaftlichen Pflichten an diesem Tag. Man bedenke, dass es ursprünglich am Ende des Jahres war, zu dem es hin und wieder einen Schalttag gab. Es war die Zeit, die außerhalb der göttlichen Ordnung war, nach der das Jahr idealerweise nur 360 Tage hätte haben sollen (30 x 12).

Karneval und Halloween haben also gemeinsam, dass die Menschen sich verkleiden und dass es Neujahrsfeste sind, allerdings haben sie verschiedene Wurzeln und Bedeutungen.

Post Ende.


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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 15/12/2007 um 02:29  
Hallo Sternenwanderer

Als ich damals im Himalaya herumspazierte, gelangte ich in ein Dorf, das war von Steinmauern umgeben. Dann kamen Schamanen auf Ponnys in das Dorf - und sie tanzten 4 Tage lang Stücke mit teilweise fürchterlichen Masken.

Ich habe mal gelesen, daß bei einer bestimmten Kinderkrankheit die Kinder ofmals ein rotes Männlein sehen. Die Schamanen der alten Zeit hatten oft HEILUNGSTECHNIKEN - wo sie mit monströsen Masken Tänze aufführten - um den inneren Dämon zu spiegeln und eine sichtbare Konfrontation im Äußeren herbeizuführen.

Das Leben selbst ist in vielen Facetten Monströs. Wir brauchen bloß in ein Mikroskkop zu schauen - einer Fliege möchte man kaum in eigener Lebensgröße begegnen. Ebenwsowenig möchte man kaum in dieser Welt aus Fressen und Gefressenwerden selber leben. Ich hätte wenig Lust, als Fliege in einem Spinnennetz ums Überleben zu kämpfen - mit einer Spinne. Monströsität ist wohl ein Bestandteil der lebendigen Natur - den wir gerne verdrängen. Alte Traditionen haben diesen Teil des Lebens zu bestimmten Zeiten GESPIEGELT. 'Ebenso hat man damals noch ZEITQUALITÄTEN wahrgenommen - Zeit ist in dieser Wahrnehmung nicht GLEICHFÖRMIG wie in der Physik - wo eine Stunde als Maßeinheit sich nicht von einer anderen Stunde unterscheidet - sondern jede Zeit hat eine bestimmte Qualität - und im Jahr gibt es Qualitätsrhythmen. Daher finden diese Feste und schamanischen Darstellungen zu ganz bestimmten Zeiten statt.

Zur Zeit um den ersten November herum soll die Grenze zu feinstofflichen Wesenheiten - Ahnen - am weitesten geöffnet sein.

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In unserer heutigen Zeit fehlt allerdings jeder Kontakt zur qualitätiven Zeit - und zur Natur - und zu unserer feinstofflichen Realität.

So sind diese Feste heute keine Feste der schamanischen Spiegelung oder Bewußtwerdung mehr - sondern ein kollektiver Akt der Verdrängung. Heutzutage scheint ein wichtiger Verdrängungsmechanismus darin zu bestehen, daß man bestimmte Realitäten in den Bereich der Kinderphantasien und Märchen schiebt - mit anderen Worten, man stellt sich über solche Realitäten, indem man sie als Erwachsener in den Bereich des kindlich Fiktiven plaziert. Und ihnen eine eingene Realität und Wichtigkeit gibt - nämlich als KOLLEKTIVES GESCHÄFT. Und so geht jeder wirkliche Kontakt damit verloren.

Übrigends ist ein Karnevalsumzug mitten im traditionellen Schwarzwald noch viel näher an solchen Realitäten - als ein Karneval in Köln oder Mainz ...

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Beim Weihnachtsfest mögen Geschenke ein Ausdruck einer Religion sein, die sagt, daß Jesus Geburt ein Geschenk Gottes an uns ist. Wobei die Krippe es ebenfalls auch als ein Geschenk der NATUR zeigt - was aber nicht gesagt wird in diesem Zusammenhang. Im Zusammenhang mit einer Jungfraugeburt eher verdrängt wird. Die Krippe im Beisein der Tiere ZEIGT es aber anders als es die Kirche geistig verstanden haben will.

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Eine tiefere Idee dazu wäre, daß JEDER VON UNS ein Geschenk ist ... sowohl ein göttliches als auch ein natürliches Geschenk.

liebe Grüße merlYnn
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Incognitus
Incognitus

Idan
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Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 15/12/2007 um 08:02  
Anmerkung am Rande:

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 15/12/2007 um 02:29
Hallo Sternenwanderer

Als ich damals im Himalaya herumspazierte, gelangte ich in ein Dorf, das war von Steinmauern umgeben. Dann kamen Schamanen auf Ponnys in das Dorf - und sie tanzten 4 Tage lang Stücke mit teilweise fürchterlichen Masken.


Klingt nach Bön

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6n


[Editiert am 15/12/2007 um 08:04 von Idan]



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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 16/12/2007 um 00:36  
Kann sein - es war aber in Nepal - Tibet war damals zu.

Jedenfalls hatte man dort oben das Gefühl einer völlig anderen Welt. Manche Dörfer waren irgendwie ungut als wäre dort ein böser Geist - man machte, daß man da durchkam - andere freudlicher. Das Blau des Himmels war sehr nahe über einen. Wenn ich irgendwo abseits der Route ging, kam ich oft in Gebiete - wo ich spürte daß dort jahrhundertelang kein Mensch gewesen ist. Das fühlte sich irgendwie sehr seltsam anders an - vor allem sehr still. Man merkt, daß der Mensch eine bestimmte UNRUHE mitbringt, wo er hinkommt.

grüssli merlYnn
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