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Autor: Betreff: Die Ahnen-Trommeln (mit Bauanleitung)
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Snowwulf
Beiträge: 137
Registriert: 18/11/2004
Status: Offline
Geschlecht: männlich
smilies/bigsmile.gif erstellt am: 7/10/2008 um 20:10  
Die Ahnen-Trommeln

(Ähnlich den Batá-Trommeln, dies sind nigerianische bzw. afrokubanische Perkussionsinstrumente.)

Sie sind sanduhrförmig oder V-förmig und an beiden Seiten bespannt. Sie erklingen vorwiegend zu feierlichen Zeremonien zu Ehren der Ahnen und der Vergangenen und sind auch außerhalb des religiösen Kontextes bei magischen Ritualen zu hören.

Dabei kommen in den modernen Ritualen immer 3 unterschiedlich große und von beiden Seiten bespielbare Trommeln zum Einsatz. „Mutter“, die größte und tiefste Trommel wird vom erfahrensten Trommler geschlagen. „Vater“ ist die mittlere und „Selbst“, die kleinste Trommel, die die höchste Tonlage erzeugt.

Jede dieser Trommeln symbolisieren einen Teil der Ahnen und sich selbst. Sie liegen den Spielern waagerecht auf dem Schoß und werden mit den Händen bespielt. Dadurch wird der Fluss der Energien der einzelnen Elemente verbunden.

Nach dem Ahnenglauben sind diese Trommeln lebendig und „sprechen“ zu ihren Hörern in Klängen. Wärend der Rituale diehnen die Trommeln als Gefäße der "göttlichen" Geheimnisse bzw. des allumfassenden Wissens der Ahnen.

Um den Instrumenten schon bei der Herstellung und Verarbeitung den spirituellen Odem einzuflößen, werden spezielle Verfahren angewandt. So dürfen beispielsweise weder Feuer noch Wärme an das Holz kommen, um es zu biegen. Auch die „Weihe“ der Instrumente ist genau vorgeschrieben und wird im Kreise der Familie geweiht, damit die Trommeln den Ahnen als Stimme diehnen können.

Wer Lust hat eine Trommel selbst zu erstellen:


HIER IST EINE BAUANLEITUNG




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GeorgeTheMerlin
Beiträge: 1485
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Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 11/10/2008 um 17:45  
Hallo snowwulf

vielen Dank für deine vielen inspirierenden Beträge - die kann man ja so schnell gar nicht beantworten.

*loool - suchst du noch nen Posten als mod im Schamanenforum?

Zu deinen Beiträgen - nach der formalen Einleitung geht es ja dann weiter um praktische Erfahrungsberichte. Was hast du erfahren?

Gerade das Thema AHNEN aber ist für mich zwiespältig. Da werden Probleme bei mir sichtbar, die ich mit Schamanismus vermischt mit ÜBERLIEFERUNG habe.

Ich betrachte alles als INSPIRATION - aber nicht als WAHRHEIT.

Jetzt ist gerade mein Neffe plötzlich im Kreise seiner Familie gestorben - plötzlich umgekippt und Tod. Natürlich sind sie extrem betroffen - aber wie geht man damit um.

Ich weiss, dass für Tote unsere Kultur schrecklich ist - unsere Kultur hat dem Phänomen Tod nur TRAUER zu vermitteln - aber nicht, dass sie noch auf einer anderen Ebene existieren. Und dass es ungut für sie ist, dass wir ihre Existenz verleugnen. Das wirde zum erstenmale bei Rückrufen in frühere Leben deutlich - dann aber auch, als ich Wesenheiten direkter wahrnehmen konnte - und kommunizieren konnte. Ich spüre, wo sie sind - und wie es ihnen geht.

Ob meine Tante, deren Mann vor einigen Jahren genauso gestorben ist, nun damit umgehen kann, wenn ich ihr sowas schreibe?? - es geht ihr, so wie ich hörte, sehr sehr schlecht.

Dann gibt es andere Kulturen, bei denen Ahnengeister FEST EINGEBUNDEN sind. Aber ist DAS gut??? Sie auf unsere Ebene herunterzuziehen? Sie rituell mit Trommeln zu kontaktieren - oder sonstwie?

Aus meiner Sicht ergibt sich eher eine sehr DIFFERENZIERTE Handlungsweise.

Einige Seelen gehen ihren Weg - andere kümmern sich weiter um die Familie - anderen muss man helfen, weil sie feststecken. Hier komme ich zu dem Schluss, dass eine kollektive TRADITION einfach IMMER FALSCH ist - da sie die Jenseitswelt mit kollektiven Vorstellungen vermischt und keine unabgängige SICHTWEISE wahrnehmen kann, die sieht, WAS IST - und die danach handelt.

Was ist deine Ansicht dazu?

grüssli merlYnn


[Editiert am 11/10/2008 um 17:46 von GeorgeTheMerlin]
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Artifex

Snowwulf
Beiträge: 137
Registriert: 18/11/2004
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red_folder.gif erstellt am: 13/10/2008 um 09:36  

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 11/10/2008 um 17:45

*loool - suchst du noch nen Posten als mod im Schamanenforum?


*grins* nein.. ich suche nicht danach.. nicht zwangsläufig... *zwinker* ich bin ja auch Admin von Merry-Meet. Aber ich wollte mal ein paar Diskussionen hier rein stellen, die wir bei MM schon gemacht haben. *zwinker*



Zitat von GeorgeTheMerlin, am 11/10/2008 um 17:45
Zu deinen Beiträgen - nach der formalen Einleitung geht es ja dann weiter um praktische Erfahrungsberichte. Was hast du erfahren?


Praktische Erfahrungsberichte kann ich gerne einstellen. Aber eher im Bereich Traumreisen. Einige Dinge möchte ich nicht so offen hier erzählen. Aber die Traumreisen sind sehr gut dafür geeignet. Die Ahnen-Reisen sind auch gut. Aber sehr schwer zu erklären.


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 11/10/2008 um 17:45
Ich weiss, dass für Tote unsere Kultur schrecklich ist - unsere Kultur hat dem Phänomen Tod nur TRAUER zu vermitteln - aber nicht, dass sie noch auf einer anderen Ebene existieren. Und dass es ungut für sie ist, dass wir ihre Existenz verleugnen. Das wirde zum erstenmale bei Rückrufen in frühere Leben deutlich - dann aber auch, als ich Wesenheiten direkter wahrnehmen konnte - und kommunizieren konnte. Ich spüre, wo sie sind - und wie es ihnen geht.


Diese "Ausgeschlossenheit" des Todes in einigen Gesellschaften hängt viel mit der Sozialstruktur und den jeweiligen Zielen ab. Ausserdem von der Größe der Struktur. Die Integration des Todes ist nur Notwendig, wenn man sich mit ihm zwangsläufig auseinandersetzten muss. In einer kleinen Sozialstruktur muss man dies. In unserer anonymen Großstruktur kann man es ignorieren.



Zitat von GeorgeTheMerlin, am 11/10/2008 um 17:45
Dann gibt es andere Kulturen, bei denen Ahnengeister FEST EINGEBUNDEN sind. Aber ist DAS gut??? Sie auf unsere Ebene herunterzuziehen? Sie rituell mit Trommeln zu kontaktieren - oder sonstwie?


Die Kontaktaufnahme mit den Ahnen bzw. den Toten kann zweiseitig ausgelegt werden:

1. Man nimmt wirklich Kontakt auf. Also man holt die Energie und die Toten zu sich.
2. Man sieht die Toten bzw. Ahnen als Teil von sich selbst. Als Seelenteil, da sie ja mit dir auch Zeit verbracht hat. Und somit ist es ein Teil der Schattenarbeit.




Zitat von GeorgeTheMerlin, am 11/10/2008 um 17:45
Einige Seelen gehen ihren Weg - andere kümmern sich weiter um die Familie - anderen muss man helfen, weil sie feststecken. Hier komme ich zu dem Schluss, dass eine kollektive TRADITION einfach IMMER FALSCH ist - da sie die Jenseitswelt mit kollektiven Vorstellungen vermischt und keine unabgängige SICHTWEISE wahrnehmen kann, die sieht, WAS IST - und die danach handelt.


Meine Ansicht dazu ist folgende:

Wenn jemand verstirbt, dann lösst sich seine Seele in Ihre Bestands-Energien auf. Man bleibt nicht, wie man war, sondern wird wieder zerteilt. Die fünf Elemente, aus denen die Seele entstanden ist, verflüchtigen sich wieder, und setzen sich wo anderes neu zusammen, um ggf. neues Leben zu bilden. Deshalb ist in jedem von uns auch ein Teil von jemand anderen. Denn in der Schwingung dieser Energie ist immer eine "Resterinnerung".

Deshalb kann man auch mit Schattenarbeiten Ahnenarbeit leisten. Denn die Energien sind übergreifend. So erkläre ich mir auch die bruchstückhaften Erinnerungen von Leben vor dem Tode... Denn es gibt immer nur Teile von der Energie.

(hoffentlich war das jetzt verständlich.)

Beste Grüße

der Snowwulf


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Snowwulf
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smilies/wink.gif erstellt am: 8/2/2009 um 21:11  
Trommel - Beispiele

Ich hab noch eine super Seite gefunden..




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Lux
Lux

Jiin
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red_folder.gif erstellt am: 22/2/2009 um 22:18  
Das klingt alles sehr spannend. Danke für deine Einleitungen. Aber eine kurze Frage. Siehst du einen gewissen Unterschied für die Anwendung darin, ob man sich ein solches magisches Utensil selbst baut oder ob man es kauft? Hat so ein Selbstgebasteltes Werkzeug mehr Wirkung, als ein gekauftes, dass man anschließend weiht?
Du weihst deine Trommeln nach dem Basteln doch anschließend auch oder?


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Keine Tasche- keine Competition...
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Snowwulf
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red_folder.gif erstellt am: 26/2/2009 um 11:18  
Also ich kann da aus Erfahrung mit meinen Tarot-Karten und meinen anderen mag. Utensilien sprechen.

Ich hab da eine stärkere persönliche, emotionale und magische Bindung zu. Diese ist tiefgehender, als wenn ich es kaufen würde. Denn meine Energie webt sich sozusagen in das Material hinein, wenn ich es bearbeite.

Jedenfalls empfinde ich es so. Deshalb ist es schon etwas anderes. Und wenn ich es dann weihe, dann ordnen sich diese Energien an. Und da es eine Mischung aus meiner Arbeit und dem Material ist, schwingt es wesentlich angenehmer, als wenn es maschinell erstell worden ist.

Ist das so nachvollziehbar?


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